E-Auto-Ladetarife vergleichen: Anbieter, Preise und Sparpotenziale

Stromvergleich Tarifrechner

Hintergrund in Form einer BlaseBis zu
850 €
sparen!Tooltip icon

Berechnung der Ersparnis

Beispiel-PLZ: 22767 Hamburg
angenommener Jahresverbrauch: 4.000 kWh

Günstigster Tarif: PLAN-B
Kosten im ersten Jahr: 1142,70 Euro
Grundversorgungstarif: Vattenfall Hamburg Basis
Kosten: 2005,48 Euro

Einsparung: 862,78 Euro
(Stand: 05.01.2026)

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    Ladeanzeige

    Das Wichtigste in Kürze

    In Deutschland waren Anfang Juni 2026 rund 152.900 Normalladepunkte und 53.300 Schnellladepunkte in Betrieb.
    Ad-hoc-Laden ohne Vertrag ist laut ADAC bis zu 62 % teurer als ein vertragsbasierter Tarif.
    Ein Ladetarif mit Grundgebühr rechnet sich meist erst ab etwa 100 kWh öffentlichem Ladestrom pro Monat.
    Die größten Kostenfallen sind Roaming, Start- und Blockiergebühren.
    Zu Hause laden ist mit rund 24 ct/kWh am günstigsten, unterwegs zahlen Sie selten unter 50 ct/kWh.

    Was ist ein Ladetarif – und brauchen Sie überhaupt einen?

    Ein Ladetarif ist ein Vertrag mit einem Ladestromanbieter, auch E-Mobility Provider (EMP) genannt. Er verschafft Ihnen per Ladekarte, Chip oder App Zugang zu öffentlichen Ladesäulen und rechnet alle Ladevorgänge gesammelt ab. Die Säule selbst gehört dem Ladesäulenbetreiber (Charge Point Operator, CPO).

    Im Wesentlichen gibt es zwei Anbietertypen:

    regionale Versorger wie Stadtwerke, die vor allem eigene Säulen in ihrem Gebiet erschließen,
    und überregionale Anbieter, die deutschland- und oft europaweit Zugang zu verschiedenen Netzen bieten.

    Dazu kommen Mischmodelle, bei denen ein Konzern eigene Stationen betreibt und gleichzeitig fremde Netze einbindet.

    Wichtig

    Wichtig:

    Zwingend nötig ist ein Vertrag nicht, denn an fast jeder Säule können Sie spontan per Kreditkarte oder QR-Code zahlen. Das ist jedoch die mit Abstand teuerste Variante.

    Ladetarife Vergleich: So gehen Sie vor.

    Zu Hause, unterwegs, im Ausland: Wo laden Sie eigentlich?

    Bevor Sie Tarife vergleichen, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf Ihr Ladeverhalten:

    Zu Hause an der Wallbox: Hier zahlen Sie schlicht Ihren Haushaltsstrompreis. Neukunden bekommen aktuell (Stand: Juli 2026) rund 24 ct/kWh, Bestandskunden liegen im Schnitt bei etwa 31 ct/kWh, in der Grundversorgung sind über 40 ct/kWh üblich. Ein Ladetarif ist dafür nicht nötig, ein guter Autostromtarif dagegen schon.
    Unterwegs im Inland: In der Stadt laden Sie meist langsam an AC-Säulen, auf der Langstrecke schnell an DC-Ladeparks. Beides kostet unterschiedlich viel.
    Im Ausland: Über Roaming funktioniert Ihre Karte auch jenseits der Grenze. EnBW nennt für sein HyperNetz beispielsweise über 900.000 Ladepunkte in 17 europäischen Ländern. Die Preise weichen dort allerdings oft vom Inlandstarif ab.

    Tipp:

    Prüfen Sie vor der Urlaubsfahrt, in welchen Ländern Ihr Anbieter Roaming unterstützt und wie dort an den Ladestationen bezahlt wird. Mancherorts funktioniert nur die physische Karte, anderswo genügt die App.

    (Einfach) Zuhause laden: Die Schlüsselkomponente für Komfort und Kostenersparnis

    Bis zu

    40–60 €

    pro Monat sparen

    Bei 1.000 km monatlicher Fahrleistung und
    18 kWh/100 km Verbrauch.

    Günstiger laden
    Haushaltsstrom kostet aktuell durchschnittlich 24–31 ct/kWh. Mit einem Autostromtarif laden Sie oft noch günstiger.
    Mehr Komfort
    Abends einstecken, morgens vollgeladen losfahren – ohne Umweg zur Ladesäule, ohne Warten und ohne Stress.
    Noch günstiger
    Mit Photovoltaik, Batteriespeicher oder dynamischem Tarif lassen sich Ihre Ladekosten weiter senken.

    Der passende Autostromtarif macht den Unterschied

    Solche Tarife sind eigens für das E-Auto konzipiert und bieten meist einen festen und besonders günstigen Arbeitspreis (teils mit separatem Zähler oder auch als Zweitvertrag), der in der Regel über 24 Monate stabil bleibt.

    Welche Unterschiede gibt es zwischen AC- und DC-Ladetarifen?

    Fast jeder Tarif unterscheidet zwei Ladearten. Der Grund liegt in der Technik: Beim AC-Laden wandelt das Bordladegerät im Auto den Wechselstrom um, beim DC-Laden übernimmt das die Ladesäule selbst – mit entsprechend teurer Leistungselektronik.

    MerkmalAC-Laden (Normalladen)DC-Laden (Schnellladen)
    LadeleistungBis 22 kW (Typ-2-Stecker)50–350 kW (meist CCS)
    Typischer OrtLaterne, Parkhaus, Supermarkt, ArbeitgeberAutobahnraststätte, Schnellladepark
    DauerMehrere Stunden20–30 Minuten auf 80 %
    Preis pro kWhGünstigerMeist 0,10–0,20 € teurer

    Die Faustregel lautet: Wer viel Langstrecke fährt, braucht einen guten DC-Preis. Wer als Laternenparker in der Stadt lädt, sollte auf den AC-Preis schauen. Reine Schnelllade-Anbieter wie IONITY führen gar keinen AC-Preis.

    Warum gibt es so unterschiedliche Preise und welche Zusatzgebühren drohen?

    Ein Ladetarif hat, anders als ein Haushaltsstromtarif, nicht nur einen Preis, sondern setzt sich aus bis zu sechs Preisbestandteilen zusammen. Genau dadurch entstehen die Unterschiede:

    BestandteilWas dahinterstecktTypische Größenordnung
    GrundgebührMonatlicher Fixbetrag, senkt den kWh-Preis0–15 €/Monat
    Eigennetz-PreisLaden an Säulen des eigenen AnbietersGünstigster Preis, fest kalkulierbar
    Roaming-PreisLaden an fremden SäulenOft deutlich höher, teils als Spanne
    StartgebührFällt pro Ladevorgang an0,35–1,00 €
    BlockiergebührFür zu langes Stehen nach Ladeende0,10–0,15 €/Minute nach Karenzzeit
    PreismodellFestpreis, Preisspanne, Mindestpreis oder dynamischJe nach Anbieter
    Achtung

    Achtung:

    Startgebühren treffen vor allem diejenigen, die häufig kleine Mengen nachladen. Wer zehnmal 15 kWh lädt, zahlt sie zehnmal – wer dreimal 50 kWh lädt, nur dreimal.

    Neu auf dem Markt sind dynamische Ladepreise: Shell Recharge orientiert sich seit Juni 2025 an mehr als 1.600 Ladepunkten am Börsenstrompreis, zum Start lag die Differenz bei maximal 6 ct/kWh. Enercity testet in Hannover ein „Flex-Laden“ mit stündlich wechselnden Tarifen und einer Obergrenze von 67 ct/kWh.

    E-Auto Ad-hoc-Laden

    Kann man ohne Ladekarte laden? Was ist Ad-hoc-Laden?

    Ja, das geht: Beim Ad-hoc-Laden starten Sie den Ladevorgang ohne Vertrag und ohne Registrierung – per Kreditkarte, Debitkarte, Apple Pay oder QR-Code. Als Notlösung praktisch, als Dauerlösung teuer.

    Das belegt eine ADAC-Stichprobe an Autobahnen: Den höchsten Ad-hoc-Preis rief EnBW mit 87 ct/kWh auf – gegenüber 59 ct/kWh mit Vertrag. Am günstigsten waren Citywatt und EAM mit je 64 ct/kWh. Dass die Preisgestaltung als undurchsichtig empfunden wird, ist nicht bloß ein subjektiver Eindruck: In einer ADAC-Umfrage forderten 96 % der Befragten, Ladepreise müssten wie an der Zapfsäule vorab klar angezeigt werden.

    Tipp: Legen Sie sich trotzdem eine grundgebührfreie Karte als Backup ins Handschuhfach. Ohne Nutzung kostet sie nichts, rettet Sie aber, wenn die App streikt.

    Was ist der Roaming-Preis bei Ladetarifen?

    Das Prinzip gleicht dem Handy-Roaming: Sie laden an fremden Säulen mit Ihrer gewohnten Karte und zahlen bequem über Ihren Anbieter. Dieser Service kostet allerdings oft extra. 

    Ein Beispiel: Mit einer EnBW-Karte zahlen Sie an EnBW-Säulen den Eigennetzpreis, an einer Stadtwerke-Säule den Roaming-Preis. Dieser bewegt sich beim DC-Laden je nach Standort und Betreiber zwischen 59 und 89 ct/kWh. Für eine Urlaubsetappe rechnet EnBW vor: 40 kWh zu rund 70 ct/kWh kosten etwa 28 €. Das reicht bei vielen Autos für 200 bis 250 km.

    Die gute Nachricht: Ihren Roaming-Anteil können Sie aktiv steuern. Wenn Sie auf einen Anbieter setzen, der entlang Ihrer alltäglichen Routen gut aufgestellt ist, laden Sie größtenteils im günstigen Eigennetz. Ein Blick auf die Ladesäulenkarte vor Vertragsabschluss lohnt sich oft mehr als der reine Tarifvergleich.

    Ladetarif ohne Grundgebühr – ja oder nein?

    Das entscheidet allein Ihre Lademenge. Ein Beispiel: Tarif A liegt bei 0,52 €/kWh ohne Grundgebühr, Tarif B kostet 0,46 €/kWh plus 5,99 € im Monat. Der Break-even liegt bei rund 100 kWh pro Monat. Darunter fahren Sie mit Tarif A besser, darüber mit Tarif B.

    LadetypÖffentlich geladenEmpfehlung
    Zuhause-Lader mit WallboxCa. 50 kWh/MonatTarif ohne Grundgebühr
    Familien-UrlauberCa. 30 kWh/MonatTarif ohne Grundgebühr, guter DC-Roaming-Preis
    Wochenend-AusflüglerCa. 100 kWh/MonatGrenzfall, beide Modelle durchrechnen
    Stadtpendler ohne WallboxCa. 200 kWh/MonatGrundgebühr-Tarif mit niedrigem AC-Preis
    Langstrecken-VielfahrerCa. 350 kWh/MonatAbo-Tarif mit niedrigem DC-Preis

    Ladekarten im Vergleich: Wie unterscheiden sich die Anbieter?

    Derzeit gibt es rund 46 Tarife von 18 Anbietern auf dem Markt. Die Spanne reicht von klassischen Energieversorgern über reine Schnellladenetze bis hin zu Herstellern wie Audi, BMW oder Porsche. Drei Beispiele zeigen die Bandbreite:

    TarifGrundgebührPreis pro kWh
    Elli Drive Highway14,99 €/MonatAC 0,54 € · DC 0,73 € · 0,50 € im Partnernetz (u. a. IONITY, Aral pulse)
    IONITY Passport Power11,99 €/Monat0,39 € (nur HPC an IONITY-Säulen)
    IONITY DirectKeine0,69 € (nur HPC an IONITY-Säulen)

    Achtung:

    Sogenannte Vorteilstarife sind an Bedingungen geknüpft. Der ADAC-e-Charge-Tarif etwa ist ADAC-Mitgliedern vorbehalten, die dafür keine Grundgebühr zahlen. Tesla verlangt für die Supercharging-Mitgliedschaft 9,99 € im Monat, wobei die Strompreise je nach Standort und Tageszeit variieren. Da sich Tarife häufig ändern, lohnt sich vor dem Abschluss ein Blick auf die jeweilige Anbieterseite.

    In fünf Schritten zum passenden Ladetarif

    Schritt 1

    Schritt 1
    Lademenge bestimmen.

    Wie viele kWh laden Sie monatlich wirklich öffentlich? Diese Zahl entscheidet darüber, ob sich ein Tarif mit Grundgebühr für Sie lohnt.

    Schritt 2

    Schritt 2
    AC-/DC-Verhältnis abschätzen.

    Laden Sie eher in der Stadt (AC) oder an der Autobahn (DC)? Davon hängt ab, welcher kWh-Preis für Sie entscheidend ist.

    Schritt 3

    Schritt 3
    Umgebung prüfen.

    Welcher Betreiber ist entlang Ihrer Strecken am häufigsten vertreten? Dessen Tarif senkt Ihren Roaming-Anteil.

    Schritt 4

    Schritt 4
    Gesamtkosten vergleichen, nicht nur kWh-Preise.

    Beziehen Sie Grundgebühren, Startgebühren und Roaming-Aufschläge stets mit ein. Erst dieser effektive Gesamtpreis pro kWh macht Tarife wirklich vergleichbar.

    Schritt5

    Schritt 5
    Kündigungsfristen beachten.

    Viele Tarife sind monatlich kündbar, was Ihnen maximale Flexibilität bietet. Oft lohnt es sich zudem, zwei Tarife zu kombinieren, um je nach Säule den besten Preis zu sichern.

    Fazit: Erst rechnen, dann wechseln

    Den universell günstigsten Ladetarif gibt es nicht, sondern nur den passenden für Ihr Fahrprofil. Wer monatlich für einen Abo-Tarif zahlt, aber überwiegend zu Hause lädt, verschenkt Geld. Wer umgekehrt ohne Grundgebühr regelmäßig an der Autobahn den Schnelllader nutzt, zahlt bei jedem Stopp drauf.

    Der größte Hebel liegt oft gar nicht unterwegs: Wenn Sie überwiegend an der eigenen Wallbox laden, bestimmt Ihr Haushaltsstromtarif die Kilometerkosten. Zwischen Grundversorgung und günstigem Neukundentarif liegen derzeit mehr als 15 ct/kWh. Ein Stromvergleich macht sich daher auf jedem Kilometer bezahlt.

    Häufige Fragen zum Thema Ladetarife

    Was ist der günstigste Ladetarif für unterwegs?

    Den einen günstigsten Tarif gibt es nicht – entscheidend ist Ihre monatliche Lademenge. Für Gelegenheitslader sind Tarife ohne Grundgebühr meist am günstigsten, Vielfahrer profitieren von Abo-Tarifen mit niedrigem kWh-Preis. Prüfen Sie zusätzlich lokale Angebote: Stadtwerke und regionale Energieversorger bieten oft eine eigene Ladeinfrastruktur mit attraktiven Preisen für Kunden aus der Region.

    Gibt es eine Übersicht über die besten Ladetarife für Elektroautos?

    Ja, mehrere Vergleichsportale listen aktuell rund 46 Tarife von 18 Anbietern. Reine Preislisten helfen jedoch wenig, weil günstige Preise fast immer nur im Eigennetz gelten. Nutzen Sie deshalb Rechner, die Grundgebühr, Roaming-Anteil und Zusatzgebühren einbeziehen. Prüfen Sie die Angaben vor Vertragsabschluss am besten noch einmal direkt beim Anbieter.

    Wie viele Ladekarten brauche ich?

    Für die meisten Fahrer reicht eine Karte mit gutem Roaming-Netz. Wer regelmäßig auf der Autobahn beim selben Anbieter lädt, spart mit einer Zweitkarte oft spürbar. Eine Backup-Karte ohne Grundgebühr verursacht keine Fixkosten, rettet Sie aber, falls die App streikt.

    Was kostet ein Ladestopp unterwegs ungefähr?

    Als Orientierung: 40 kWh zu 70 ct/kWh kosten 28 €. Das reicht bei vielen E-Autos für 200 bis 250 km. An AC-Säulen oder mit Vertragstarif liegen Sie deutlich darunter, beim Ad-hoc-Laden an der Autobahn dagegen schnell darüber.

    Kann ich mit meiner Ladekarte auch im Ausland laden?

    Ja, in der Regel ist das über Roaming-Partner problemlos möglich. Das EnBW HyperNetz umfasst beispielsweise über 900.000 Ladepunkte in 17 europäischen Ländern. Die Preise im Ausland weichen jedoch häufig vom Inlandstarif ab und die Netzabdeckung unterscheidet sich je nach Anbieter. Werfen Sie vor der Fahrt am besten einen Blick in die App.

    Was sind Blockiergebühren und wie vermeide ich sie?

    Blockiergebühren fallen an, wenn Ihr Elektroauto die Ladesäule zu lange belegt. Üblich sind 0,10 bis 0,15 € pro Minute nach einer Karenzzeit von meist drei bis vier Stunden, oft gedeckelt auf einen Maximalbetrag. Am einfachsten vermeiden Sie diese Kosten über Push-Mitteilungen der App, die Sie an das Ende des Ladevorgangs erinnert. 

    Was bedeutet Plug & Charge?

    Bei Plug & Charge erkennt die Ladesäule Ihr Fahrzeug beim Einstecken automatisch. Sie brauchen weder eine Karte noch eine App. Die Abrechnung läuft anschließend über Ihren hinterlegten Tarif. Diese Funktion ist jedoch noch nicht bei allen Anbietern und Fahrzeugen verfügbar. Manche Betreiber bieten mit „AutoCharge“ eine ähnliche Lösung an.

    Wird nach Kilowattstunden oder nach Zeit abgerechnet?

    Grundsätzlich nach Kilowattstunden: Das Eichrecht verlangt eichkonforme Zähler in öffentlichen Ladesäulen, damit exakt nach verbrauchter Energie abgerechnet wird. Eigentlich ist eine reine Zeit- oder Pauschalabrechnung in Deutschland nicht mehr zulässig. Übergangsweise wird sie jedoch weiterhin geduldet, weil der Einbau eichkonformer Zähler vor allem an Schnellladesäulen noch nicht abgeschlossen ist.

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