Photovoltaikanlage kaufen: Kosten, Förderung und Wirtschaftlichkeit im Überblick

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Beispiel-PLZ: 22767 Hamburg
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Grundversorgungstarif: Vattenfall Hamburg Basis
Kosten: 2005,48 Euro

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(Stand: 05.01.2026)

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    PV-Anlagen: Das Wichtigste in Kürze

    Die optimale Anlagengröße richtet sich nach dem Jahresstromverbrauch und der verfügbaren Dachfläche.
    Die durchschnittliche Leistung einer Photovoltaikanlage für Einfamilienhäuser in Deutschland liegt zwischen 8 und 15 kWp.
    Die Anschaffungskosten für eine PV-Anlage betragen je nach Leistung und integriertem Batteriespeicher zwischen 6.500 und 34.650 €.
    Eine PV-Anlage amortisiert sich meist nach etwa 8 bis 12 Jahren.

    Was sind Photovoltaikanlagen und wie funktionieren sie?

    Photovoltaikanlagen, auch PV-Anlagen genannt, sind spezielle Solaranlagen, die Sonnenlicht direkt in Strom umwandeln. Sie bestehen aus verschiedenen Komponenten, die zusammenarbeiten, um die Sonnenenergie im Haushalt nutzbar zu machen.

    So funktioniert eine PV-Anlage:

    Die Solarzellen in den Solarmodulen fangen das Sonnenlicht ein.
    Durch die Einstrahlung werden die Elektronen in den Solarzellen angeregt, sich zu bewegen (photoelektrischer Effekt).
    Dadurch entsteht Gleichstrom.
    Der Wechselrichter wandelt diesen in nutzbaren Wechselstrom um.
    Der gewonnene Strom fließt nun ins Hausnetz und/oder ins öffentliche Netz.
    Modernes Einfamilienhaus mit PV-Anlage und Wärmepumpe

    Aufbau einer PV-Anlage

    Um nutzbare Energie aus Sonnenlicht zu erzeugen, benötigt die Photovoltaikanlage mehrere Komponenten:

    Solarmodule
    Wechselrichter
    Überspannungsschutz
    Unterkonstruktion und Montagesysteme
    Stromzähler
    Zählerschrank
    Batteriespeicher und Energiemanagementsystem

    Solarmodul

    Ein modernes Solarmodul besteht aus verschiedenen Schichten: Die Glasoberfläche sorgt dafür, dass das Sonnenlicht optimal eindringen kann, während eine wasserdichte Mantelschicht die Technik vor Witterungseinflüssen schützt.

    Die wichtigste Schicht besteht jedoch aus den einzelnen Solarzellen. Die meisten modernen PV-Anlagen verwenden 120 bis 144 Halbzellen. Dabei handelt es sich um Solarzellen, die mit einem Laser halbiert wurden. Diese Halbzellen haben eine geringere Verlustleistung in Form von Wärme und steigern den Solarertrag des Moduls um 2 bis 3 %.

    Die Solarzellen erzeugen den Strom durch den sogenannten photoelektrischen Effekt. Innerhalb der Solarzelle gibt es ebenfalls mehrere Schichten:

    Die N-Schicht besteht aus Silizium und hat einen Überschuss an Elektronen (Minuspol).
    Die P-Schicht besteht aus Silizium und hat einen Mangel an Elektronen (Pluspol).
    Zwischen den beiden Schichten liegt eine Grenzschicht. In ihr herrscht ein elektrisches Feld (Spannung).
    Treffen nun Sonnenstrahlen (Lichtteilchen) auf die Zelle, „schlagen“ sie Elektronen aus der N-Schicht frei.
    Das elektrische Feld drängt diese freigewordenen Elektronen dazu, zum Pluspol zu wandern.
    Über feine Metallkontakte gelangen die Elektronen in die Kabel – es fließt elektrischer Strom (Gleichstrom).

    Es gibt verschiedene Solarzellen-Typen, die sich in Wirkungsgrad und Kosten unterscheiden. Der Wirkungsgrad gibt an, wie effizient ein Solarmodul Licht in Strom umwandeln kann.

    Monokristalline Solarzellen

    Wirkungsgrad: 18–20 %
    Kosten: ca. 200–340 €/kWp
    Eignen sich, um auf begrenztem Platz eine große Menge Strom zu erzeugen.

    Polykristalline Solarzellen

    Wirkungsgrad: 15–18 %
    Kosten: ca. 150–250 €/kWp
    Eignen sich für PV-Anlagen mit ausreichend Platz.

    Amorphe Solarzellen

    Wirkungsgrad: 10–15 % 
    Kosten: ca. 200–750 €/kWp 
    Eignen sich für Dächer mit geringer Tragfähigkeit sowie für Standorte mit suboptimalen Bedingungen wie Verschattung.

    Wechselrichter

    Es gibt zwei verschiedene Arten von Wechselrichtern:

    Solar-Wechselrichter: Wandelt den Gleichstrom aus den Solarmodulen in Wechselstrom um, der im Haushalt verbraucht oder eingespeist werden kann.
    Batterie-Wechselrichter: Wandelt den Wechselstrom in Gleichstrom um, damit dieser im Stromspeicher gespeichert werden kann. 

    Die meisten modernen Photovoltaikanlagen können mit einem Hybrid-Wechselrichter beide Umwandlungsarten vereinen.

    Überspannungsschutz

    Ein normgerechter Überspannungsschutz ist für PV-Anlagen auf Wohngebäuden gesetzlich vorgeschrieben. Er schützt empfindliche Bauteile wie den Wechselrichter oder die Solarmodule vor gefährlichen Spannungsspitzen, die zum Beispiel durch Blitzeinschläge oder Störungen im Stromnetz entstehen können. Ohne diesen Schutz riskieren Sie Brandgefahren oder dauerhafte Schäden an Ihrer Technik.

    Die sogenannten SPDs (Surge Protective Devices) werden an zwei Stellen installiert:

    Wechselstromseite (AC): Die Absicherung erfolgt direkt im Zählerschrank.
    Gleichstromseite (DC): Der Schutz wird unmittelbar vor dem Wechselrichter platziert.

    Wichtig für die Planung:

    Wenn die Kabel zwischen den einzelnen Komponenten länger als 10 m sind, ist ein zusätzlicher Überspannungsschutz nötig.

    Unterkonstruktion und Montagesysteme der PV-Anlage

    Montagesysteme sorgen dafür, dass die PV-Anlage jahrzehntelang bei Wind und Wetter gesichert ist. Je nach Dachform eignen sich verschiedene Halterungen:

    Die Aufdach-Montage wird für Schrägdächer genutzt. Die Module werden mittels Dachhaken und Schienen über der Dacheindeckung montiert.
    Bei der Indach-Montage (Schrägdach) ersetzen die Module die Dachziegel. Dies ist aufwendig und teuer.
    Für Flachdächer gibt es ein eigenes System, bei dem die Module mit einer Neigung von 10 bis 15° aufgeständert werden.
    Die Fassadenmontage ermöglicht die vertikale Anbringung der Solarmodule an der Außenwand.
    Freiflächenanlagen werden über eine Aufständerung auf dem Boden durch Rammpfosten, Schraubfundamente oder Betonfundamente installiert.

    Zählerschrank

    Laut VDE-AR-N 4100:2026-04, einem verbindlichen Regelwerk für den Betrieb von Zählerplätzen, verliert der Zählerschrank seinen Bestandsschutz, wenn die elektrische Anlage wesentlich verändert wird. Die Installation einer Photovoltaikanlage ist eine solche Änderung. Daher muss der Zählerschrank häufig erneuert oder komplett getauscht werden.

    Ein Zählerschrank für eine PV-Anlage muss zum Beispiel zwingend auf Dauerstrombelastung ausgelegt sein und den Einbau eines Smart Meters ermöglichen. Der komplette Austausch des Zählerschranks kostet zwischen 1.500 und 3.000 €.

    Stromzähler: Moderne Messeinrichtung und Smart Meter

    Wenn Sie eine PV-Anlage betreiben, benötigen Sie einen Zähler, der sowohl den bezogenen als auch den eingespeisten Strom getrennt erfasst. Dies geschieht über einen sogenannten Zweirichtungszähler. Welches Modell bei Ihnen eingebaut wird, hängt vor allem von der Leistung Ihrer Anlage ab:

    Anlagen unter 7 kWp benötigen eine moderne Messeinrichtung
    Anlagen ab 7 kWp benötigen ein Smart Meter

    Der Messstellenbetreiber kümmert sich um den Einbau und die regelmäßige Wartung des Stromzählers. Sie zahlen dafür lediglich eine jährliche Gebühr. Wie hoch die Kosten für das Smart Meter ausfallen, hängt von Ihrem Stromverbrauch und der Leistung Ihrer PV-Anlage ab.

    Optionale Komponenten für die PV-Anlage: Batteriespeicher und Energiemanagementsystem

    Ein Batteriespeicher ist nicht notwendig, um Ihre Photovoltaikanlage zu betreiben. Er ermöglicht es jedoch, Ihren Eigenverbrauch von 30 % auf bis zu 80 % zu steigern. Mit einem Batteriespeicher können Sie den Strom aus Ihrer PV-Anlage speichern und abends oder an bedeckten Tagen nutzen.

    Ein Energiemanagementsystem sorgt ebenfalls dafür, dass Sie Ihre Photovoltaikanlage effizienter betreiben können. Es überwacht die PV-Anlage, erkennt Fehler und steuert Ihre Haushaltsgeräte für einen optimalen Verbrauch Ihres Solarstroms. Viele Energiemanagementsysteme überprüfen sogar, wann der Strombörsenpreis besonders niedrig ist, und legen Ihre größten Verbraucher entsprechend in diese Zeiten. Das ist besonders nützlich, wenn Sie einen dynamischen Stromtarif haben.

    PV-Anlage planen: So gehen Sie vor

    Die Planung einer PV-Anlage beginnt mit einer genauen Analyse Ihrer Immobilie und Ihres Stromverbrauchs.

    Stromverbrauch:

    Prüfen Sie genau, wie hoch Ihr Stromverbrauch in den letzten Jahren war. Dies entscheidet maßgeblich darüber, wie viel Leistung Ihre PV-Anlage benötigt. Bedenken Sie bei der Planung auch größere Stromverbraucher wie eine Wärmepumpe oder ein E-Auto, die Sie möglicherweise in den kommenden Jahren anschaffen könnten.

    Nutzungsverhalten:

    Verbrauchen Sie Ihren Strom hauptsächlich tagsüber oder eher in den Abendstunden? Ist Letzteres der Fall, sollten Sie in einen Stromspeicher investieren, um Ihren Eigenverbrauch zu erhöhen. In diesem Fall kann es sich lohnen, die Anlage etwas größer zu dimensionieren, um den Speicher zuverlässig zu füllen.

    Standort:

    Die Sonneneinstrahlung im Norden Deutschlands beträgt oft weniger als 1.110 kWh/m², im Süden sind es hingegen mehr als 1.300 kWh/m². Da die regionale Strahlungsintensität die nötige Modulanzahl beeinflusst, bestimmt Ihr Standort maßgeblich die Dimensionierung und damit auch die Wirtschaftlichkeit Ihrer neuen Photovoltaikanlage.

    Nutzbare Dachfläche:

    Mit der Satellitenansicht in Google Maps können Sie Ihre Dachfläche vorab grob ausmessen. Bedenken Sie dabei, dass Nordflächen oder stark verschattete Bereiche meist ungeeignet sind. Auch Hindernisse wie Dachfenster, Gauben und Schornsteine müssen Sie bei der Planung der tatsächlich belegbaren Nettofläche konsequent abziehen.

    Bauliche Voraussetzungen:

    Eine PV-Anlage bringt zusätzliches Gewicht auf das Dach, weshalb gerade bei älteren Gebäuden die statische Eignung geprüft werden muss. Die Verkabelung führt oft durch das gesamte Haus, was eventuelle Wanddurchbrüche erfordert. Planen Sie zudem ausreichend Platz für Zähler, Speicher und den Wechselrichter ein.

    Ausrichtung und Neigung:

    Der ideale Neigungswinkel in Deutschland liegt zwischen 30 und 40°. Im Norden sind steilere Winkel um 35 bis 40° optimal, während im Süden flachere 30 bis 35° genügen. Eine Südausrichtung erzielt maximale Erträge, doch auch Abweichungen nach Ost oder West führen bei flacheren Winkeln oft nur zu minimalen Einbußen.

    Wie groß muss eine Photovoltaikanlage sein?

    Um die Größe Ihrer PV-Anlage zu bestimmen, müssen Sie wissen, wie hoch Ihr Stromverbrauch ist und wie viel nutzbare Dachfläche Ihnen zur Verfügung steht.

    Die elektrische Leistung einer Photovoltaikanlage wird in Kilowatt-Peak (kWp) angegeben. Dabei handelt es sich um die maximale Leistung, die das Solarmodul unter Laborbedingungen erreichen kann.

    Um die benötigte Leistung für Ihr Haus zu berechnen, eignet sich folgende Faustformel:
    kWp = (Jahresstromverbrauch in kWh x 2,5) / 1.000

    Auf den ersten Blick wirkt die PV-Anlage durch den Faktor 2,5 überdimensioniert. In der Praxis ist dieser Puffer jedoch sinnvoll, um saisonale Schwankungen auszugleichen, die tageszeitliche Verschiebung mit einem Stromspeicher abzufangen und den zukünftigen Strombedarf durch ein E-Auto oder eine Wärmepumpe abzudecken.

    Bei einem Stromverbrauch von 4.000 kWh pro Jahr ergibt sich so eine benötigte Leistung von etwa 10 kWp.

    Die durchschnittliche Leistung einer Photovoltaikanlage für Einfamilienhäuser in Deutschland liegt zwischen 8 und 15 kWp. Um diese Leistung zu erreichen, müssen Sie jedoch auch genügend nutzbare Dachfläche haben.

    Ein typisches Satteldach hat eine Dachfläche von 60 bis 80 m² pro Dachseite. Nach Abzug von Dachfenstern, Gauben und Schornstein bleiben häufig 30 bis 50 m² tatsächlich nutzbare Dachfläche übrig. Ein Standardmodul ist heute ca. 1,75 m x 1,15 m groß (ca. 2 m²).

    Pro 1 kWp Anlagenleistung benötigt man etwa 5 bis 7 m² Dachfläche. Als Richtwert für den Ertrag gilt in Deutschland: 1 kWp installierte Leistung erzeugt im Jahr unter guten Bedingungen etwa 1.000 kWh Strom.

    StrombedarfGröße PV-Anlage (Faustformel)Benötigte Dachfläche (bei 5–7 m² pro kWp)Anlageertrag (Maximum)
    3.000 kWh7,5 kWp37,5–52,5 m²7.500 kWh
    4.000 kWh10 kWp50–70 m²10.000 kWh
    5.000 kWh12,5 kWp62,5–87,5 m²12.500 kWh
    6.000 kWh15 kWp75–105 m²15.000 kWh

    Was kostet eine Photovoltaikanlage?

    Die Kosten für eine PV-Anlage werden maßgeblich von der Größe bestimmt. Entscheidend ist außerdem, ob ein Batteriespeicher dabei ist. Bei der folgenden Auflistung handelt es sich um die durchschnittlichen Gesamtkosten mit Montage, Wechselrichter, Elektroinstallation, Gerüst, Anmeldung und weiteren Nebenposten.

    GrößenbereichKosten ohne SpeicherKosten mit Speicher
    unter 7 kWpca. 6.500–12.800 €ca. 10.000–14.800 €
    7–10 kWpca. 8.700–15.000 €ca. 13.300–20.300 €
    10–15 kWpca. 10.000–20.000 €ca. 20.300–34.650 €

    Wirtschaftlichkeitsberechnung: Lohnt sich eine PV-Anlage?

    Durch sinkende Anlagenpreise und anhaltend hohe Stromkosten lohnt sich eine Photovoltaikanlage in Deutschland fast immer. Sie wirft oft eine Rendite von 4 bis 7 % p. a. ab und amortisiert sich nach etwa 8 bis 12 Jahren.

    Eine PV-Anlage lohnt sich insbesondere, wenn Sie einen hohen Verbrauch durch E-Auto oder Wärmepumpe haben und überschüssigen Solarstrom zwischenspeichern können.

    Generell gilt: Je mehr Solarstrom Sie selbst nutzen, desto profitabler ist die PV-Anlage. So können Sie den teuren Netzstrom einsparen.

    Eine PV-Anlage lohnt sich nur dann weniger, wenn Sie einen niedrigen Verbrauch von unter 2.500 kWh pro Jahr haben und Ihr Eigenheim schlechte bauliche Bedingungen mitbringt.

    Eine Beispielrechnung:

    PostenOhne SpeicherMit Speicher
    Anschaffungskosten8.000 €14.000 €
    Jährlicher Ertrag7.200 kWh7.200 kWh
    Eigenverbrauch30 % (2.160 kWh)70 % (5.040 kWh)
    Einsparung (31,24 ct/kWh)ca. 675 €/Jahrca. 1.575 €/Jahr
    Einspeisevergütung (7,78 ct/kWh)ca. 392 €/Jahrca. 168 €/Jahr
    Gesamteinnahmen/Jahrca. 1.067 €ca. 1.743 €
    Amortisationca. 7,5 Jahreca. 8,0 Jahre
    Gewinn nach 15 Jahrenca. 8.000 €ca. 8.000 €

    Förderung und Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen

    Die staatliche Förderung von PV-Anlagen besteht hauptsächlich aus der 20-jährigen Einspeisevergütung, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt ist. Ein weiterer finanzieller Vorteil ist, dass seit 2023 keine Umsatzsteuer mehr auf den Kauf einer PV-Anlage anfällt. Erträge von Anlagen unter 30 kWp sind außerdem von der Einkommensteuer befreit. Darüber hinaus erhalten Sie zinsgünstige Kredite über die KfW (Programm 270), die Kosten für die Planung, Anschaffung und Installation der Photovoltaikanlage abdecken können.

    Detailplanung der PV-Anlage durch einen Fachbetrieb

    Planen Sie eine Photovoltaikanlage, ist es ratsam, einen Fachbetrieb mit der Detailplanung zu beauftragen. Dies umfasst typischerweise eine Vor-Ort-Besichtigung, eine maßgeschneiderte Simulation des Daches und eine präzise Auslegung aller Komponenten.

    Das Angebot sollte die Preise für die Arbeitszeit und Materialien sowie einen genauen Zeitplan auflisten. Der gesamte Prozess von Beratungstermin bis Inbetriebnahme dauert meist 2 bis 3 Monate.

    Das Einholen eines unverbindlichen Angebots ist in der Regel kostenlos. Sie sollten also mehrere Fachbetriebe vergleichen.

    FAQ

    Muss die Installation einer Photovoltaikanlage genehmigt werden?

    Im Allgemeinen sind für Dach- oder Fassadenanlagen keine Baugenehmigungen mehr nötig. Da die Bauordnungen jedoch je nach Bundesland und Kommune variieren, sollten Sie sich vorab bei der örtlichen Baubehörde informieren. Besondere Vorsicht gilt bei denkmalgeschützten Gebäuden, für die immer eine Stellungnahme der Denkmalschutzbehörde erforderlich ist. Auch bei der Errichtung von Solar-Carports ist eine vorherige Klärung der Genehmigungspflicht ratsam.

    Produziert eine Photovoltaikanlage auch bei bewölktem Himmel Strom?

    Ja, Solarzellen funktionieren nicht nur bei direkter Sonneneinstrahlung, sondern nutzen auch das durch Wolken gestreute Licht (Diffusstrahlung). Der Ertrag ist dabei allerdings geringer als bei klarem Himmel. Lediglich wenn gar kein Licht auf die Module fällt, produzieren sie keinen Strom. Das erklärt auch den etwas niedrigeren Ertrag in den dunkleren Wintermonaten.

    Wie viel Strom produziert eine 10 kWp Photovoltaikanlage am Tag?

    Im Jahresdurchschnitt liefert eine 10 kWp Photovoltaikanlage etwa 27 kWh pro Tag. Dieser Wert schwankt jedoch stark je nach Jahreszeit und aktueller Wetterlage. An sehr sonnigen Tagen im Sommer können Spitzenwerte von bis zu 60 kWh erreicht werden. An trüben Wintertagen sinkt der tägliche Ertrag hingegen oft auf etwa 5 bis 10 kWh ab.

    Lohnt sich die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik?

    Eine PV-Anlage mit Wärmepumpe erhöht die Rentabilität der Gesamtanlage, denn der selbst produzierte Solarstrom senkt die Betriebskosten.Im Winter deckt die PV-Anlage meist 15 bis 30 Prozent des Strombedarfs der Wärmepumpe, was sich mit einem Batteriespeicher auf etwa 40 Prozent steigern lässt. Bei sehr guter Gebäudedämmung sind sogar bis zu 60 Prozent Abdeckung möglich.

    Was ist eine Indach-Photovoltaikanlage und welche Vor- und Nachteile hat sie?

    Bei einer Indach-Anlage ersetzen die Solarmodule die Dachziegel und werden als Dacheindeckung nahtlos in das Dach integriert. Das sieht ästhetischer aus, bietet dem Wind weniger Angriffsfläche und eignet sich besonders bei Neubauten oder Dachsanierungen. Nachteile sind jedoch höhere Anschaffungskosten, eine komplexere Montage und ein minimaler Ertragsverlust durch schlechtere Hinterlüftung. Wirtschaftlich lohnt sich dieses System meist nur, wenn das Dach ohnehin neu gedeckt werden muss.

    Was versteht man unter einer Photovoltaik-Inselanlage?

    Eine Inselanlage ist eine Solaranlage, die komplett ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz betrieben wird. Der gewonnene Strom wird in Batterien zwischengespeichert und ausschließlich für den eigenen Verbrauch genutzt, was maximale Autarkie bietet. Diese Systeme kommen vor allem dort zum Einsatz, wo ein Stromnetz-Anschluss zu teuer oder unpraktisch wäre. Typische Einsatzorte sind Wohnmobile, Boote, Ferienhäuser oder abgelegene Berghütten.

    Darf ich eine Photovoltaikanlage auch im Garten aufstellen?

    Ja, durch aktuelle Gesetzesänderungen können Solaranlagen wie Balkonkraftwerke nun problemlos und gegebenenfalls förderfähig im Garten platziert werden. Der Standort sollte idealerweise schattenfrei und optimal zur Sonne ausgerichtet sein, zudem wird ein Stromanschluss zum Haus benötigt. Für größere Freiflächenanlagen gelten je nach Bundesland Baugrenzen (oft genehmigungsfrei bis 3 m Höhe und 9 m Länge) sowie bestimmte Abstandsregeln zu den Nachbarn.

    Warum und wann sollte eine Photovoltaikanlage gereinigt werden?

    Auf den Modulen lagern sich Schmutz, Staub, Laub und Vogelkot ab, was den Lichteinfall mindert und zu Leistungseinbußen von bis zu 20 % führen kann. Zwar spülen Regen und Schnee bei Anlagen ab 25° Neigung leichte Verschmutzungen natürlich ab, doch bei anhaltender Trockenheit kann sich der Schmutz verfestigen. Staut sich Feuchtigkeit an den Schmutzrändern, droht zudem die Bildung von Moos und Algen. Eine regelmäßige Reinigung erhält daher nicht nur den maximalen Ertrag, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Anlage.

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