Wärmepumpenstrom-Vergleich:
Günstige Stromtarife für Wärmepumpen
Wärmepumpenstrom-Vergleich: Das Wichtigste in Kürze
Was ist Wärmepumpenstrom?
Wärmepumpenstrom ist ein spezieller Stromtarif für den Betrieb einer Wärmepumpe. Er wird getrennt vom normalen Haushaltsstrom abgerechnet.
Eine Wärmepumpe wandelt die Energie aus Luft, Erde oder Wasser in Heizwärme um. Dafür benötigt sie Strom. Eigenheimbesitzer müssen beim Einsatz einer Wärmepumpe also mit höheren Stromkosten rechnen. Deutlich günstiger wird es, wenn Sie einen Wärmepumpenstromtarif abschließen, denn dieser hat meist einen niedrigeren Preis pro Kilowattstunde.

Warum ist Wärmepumpenstrom billiger als Haushaltsstrom?
Im Durchschnitt sind die Preise für Wärmepumpentarife 10 bis 20 % niedriger als normaler Haushaltsstrom. Im Wärmepumpenstrom-Vergleich liegen die Arbeitspreise aktuell bei 21 bis 27 ct/kWh. Neukunden zahlen für normalen Haushaltsstrom derzeit hingegen 28 bis 36 ct/kWh. Wärmepumpenstrom ist also etwa 5 ct/kWh günstiger als normaler Haushaltsstrom.
Doch warum ist der Wärmepumpenstrom so günstig? Das hat mehrere Gründe:
Wärmepumpentarife setzen sich ebenfalls aus einem Grundpreis (circa 8 bis 12 €/Monat) und einem Arbeitspreis zusammen. Je nach Stromanbieter fallen diese unterschiedlich aus. Außerdem ist der Wärmepumpenstrompreis an die allgemeine Marktlage gebunden und schwankt parallel zum Haushaltsstrom. Ein Wärmepumpenstrom-Vergleich lohnt sich also.
Wärmepumpenstrom-Vergleich: So funktioniert‘s
Um den besten Preis für Ihren Wärmepumpenstrom zu bekommen, lohnt es sich, Tarife im Internet zu vergleichen. Mit Stromvergleich.de erhalten Sie in nur drei Schritten den günstigsten Wärmepumpentarif.
Schritt 1: Verbrauchsdaten eingeben
Tragen Sie zunächst Ihre Postleitzahl sowie Ihren Jahresstromverbrauch ein. Nun müssen Sie angeben, ob Ihre Wärmepumpe an einem Eintarifzähler oder Zweitarifzähler angeschlossen ist.
Falls Ihnen Ihr genauer Jahresverbrauch nicht bekannt ist, geben Sie einen Schätzwert ein. In einem klassischen Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche zwischen 120 und 160 m² liegt der Stromverbrauch einer Wärmepumpe bei circa 6.500 kWh.
Schritt 2: Auswahl eines Tarifs
Ihnen werden nun die günstigsten Wärmepumpentarife angezeigt. Achten Sie bei Ihrer Wahl auf folgende Kriterien:
• Preis und Preisgarantie
• Grundgebühr
• Vertragslaufzeit
• Kündigungsfrist
• Prämien
• Optionen auf Ökostrom
• Kundenerfahrungen
Sie sind sich unsicher, welcher Wärmepumpenstromtarif der richtige für Sie ist? Dann kontaktieren Sie unsere Tarifexperten.
Schritt 3: Wechselantrag ausfüllen
Den Wechselantrag können Sie bequem online ausfüllen. Dazu benötigen Sie lediglich Ihre Stromzählernummer. Stromvergleich.de bietet Ihnen außerdem einen automatischen Kündigungsservice an: Hier müssen Sie lediglich die Kunden- oder Vertragskontonummer Ihres aktuellen Stromanbieters angeben.
Nachdem Sie den Wechselantrag übermittelt haben, wird sich Ihr neuer Stromanbieter innerhalb der nächsten fünf Werktage bei Ihnen melden. Die Umstellung Ihres Vertrags kann bis zu drei Wochen dauern.
Sind Sie Kunde bei Ihrem örtlichen Grundversorger, können Sie Ihren Stromtarif mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen kündigen. Wechseln Sie von einem Wärmepumpentarif zu einem anderen, müssen Sie sich an die Kündigungsfrist des Stromanbieters halten. Diese beträgt meist vier Wochen.
Welche Voraussetzungen gelten für Wärmepumpenstrom?
Ihr Haushalt muss zwei Voraussetzungen erfüllen, damit Sie einen Wärmepumpentarif abschließen können:
Das „§ 14a EnWG“-Modell: Welche Module für Wärmepumpenstrom gibt es?
In § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) ist seit dem 1. Januar 2024 geregelt, dass Netzbetreiber steuerbare Verbrauchseinrichtungen (SteuVE) bei Netzengpässen dimmen dürfen. Dies gilt für alle Wärmepumpen mit einem Stromverbrauch von mehr als 4,2 kW, die neu installiert werden. Voraussetzung für diese Steuerbarkeit ist ein Smart Meter.
Als Ausgleich erhalten Verbraucher reduzierte Netzentgelte. Sie können dabei selbst zwischen drei verschiedenen Modulen wählen:
Welches Modul sich für Ihre Wärmepumpe lohnt, ist somit auch von Ihrem Stromverbrauch abhängig. Generell gilt: Je höher Ihr Verbrauch, desto eher lohnt sich das verbrauchsabhängige Modul 2 – und somit auch ein Wärmepumpenstromtarif.
Unser interaktiver Modul-Rechner hilft Ihnen dabei, das beste Modul für Ihren individuellen Stromverbrauch zu wählen.
Sichern Sie sich Ihren Strom-Rabatt nach §14a
In drei kurzen Schritten sehen Sie, ob sich Modul 1 (Pauschale) oder Modul 2 (Prozent) für Sie lohnt.
Schritt 1: Geräte & Verbrauch
Was haben Sie am Netz? Wählen Sie aus, was zutrifft – dann schätzen wir Ihren Verbrauch.
Schätzung: km × 0,2 = Verbrauch in kWh/Jahr.
Neubau: 35 kWh/m², Altbau: 80 kWh/m².
Schritt 2: Stromtarif & Netz
Dein Netzentgelt bestimmt, wie viel Sie mit Modul 2 sparen können. Je höher, desto mehr lohnt sich die prozentuale Reduzierung.
Typisch sind etwa 8–12 Ct/kWh. Standard hier: 10,5 Ct/kWh.
Schritt 3: Hardware-Check (Modul 2)
Modul 2 braucht oft einen zweiten Zähler. Diese Kosten gehen von Ihrer Ersparnis ab.
Wir verteilen die Kosten auf 30 Jahre (Betrag ÷ 30 = jährlicher Anteil).
Voreingestellt: 25 €/Jahr.
Modul 1 – Pauschale
0 €
Ersparnis pro Jahr
Unkompliziert: Ein fester Betrag, unabhängig von Verbrauch und Zähler. Variiert regional (hier: 160 € als Richtwert).
Modul 2 – Prozentuale Reduzierung
0 €
Ersparnis pro Jahr (netto)
Ersparnis (60 % Netzentgelt): 0 €
− Zähler: 0 €
− Schrank (anteilig): 0 €
+ Bonus separate WP-Messung: 0 €
Lohnt sich bei hohem Verbrauch und günstiger Hardware. Mit separater WP-Messung gibt es Extra-Bonus.
Wärmepumpenstrom und Smart Meter
Seit 2025 ist der Einbau eines Smart Meters, auch intelligentes Messsystem genannt, für steuerbare Verbrauchseinheiten Pflicht. Betroffen sind Haushalte, die seit dem 1. Januar 2024 eine neue Wärmepumpe installiert haben, sowie Haushalte mit einem hohen Jahresstromverbrauch.
Ein Smart Meter kann per Software so eingestellt werden, dass er getrennte Werte für Hochtarif (HT) und Niedertarif (NT) erfasst. Er hat jedoch nur einen Eingang und Ausgang. Um Wärmepumpenstrom vom normalen Haushaltsstrom abzugrenzen, benötigt man also weiterhin einen zweiten, separaten Stromzähler.
Dieser zweite Stromzähler muss nicht zwangsläufig ein Smart Meter sein. Der örtliche Netzbetreiber (Messstellenbetreiber) entscheidet im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, welcher Zählertyp an dem separaten Zählpunkt installiert wird. Es kann also ein Smart Meter oder eine moderne Messeinrichtung installiert werden.
Stromzähler für Wärmepumpenstrom: Eintarif- oder Zweitarifzähler?
Wenn Sie sich für einen zweiten Stromzähler für Ihren Wärmepumpenstrom entschieden haben, können Sie zwischen einem Eintarif- und einem Zweitarifzähler wählen.
Beim Wärmepumpenstrom-Vergleich sollten Sie also darauf achten, welche Art von Wärmepumpentarif in Ihrer Region angeboten wird. In der Praxis sind Stromtarife, die in feste Hoch- und Niedertarifzeiten getrennt sind, selten geworden. Das liegt daran, dass der hohe Anteil an erneuerbaren Energien die Zeiten von Stromüberschüssen und hoher Nachfrage verschoben hat.
Ab wann lohnt sich ein Wärmepumpentarif mit zweitem Zähler?
Da ein zweiter Stromzähler für den Bezug von Wärmepumpenstrom zwingend notwendig ist, lohnt sich ein Wärmepumpentarif nicht für jeden Haushalt. Für die Installation eines zweiten Stromzählers können verschiedene Kosten anfallen, je nach Zählerart und Installationsaufwand.
Heutzutage werden als zweite Zähler häufig Smart Meter verbaut. Der Einbau kostet einmalig 300 bis 600 €. Die jährliche Zählermiete hängt von Ihrem Stromverbrauch ab. Hier können Kosten von 40 bis 140 € entstehen. Ein weiterer Kostenpunkt ist häufig die Anpassung des Zählerschranks: Ist dieser nicht für einen zweiten Stromzähler ausgelegt, können für den Umbau Kosten von 1.000 bis 2.500 € anfallen.
Die Entscheidung für oder gegen einen Wärmepumpenstromtarif hängt also direkt von Ihrem Stromverbrauch und der vorhandenen Technik ab:
Ab wann lohnt sich ein Wärmepumpentarif mit zweitem Zähler?
Da ein zweiter Stromzähler für den Bezug von Wärmepumpenstrom zwingend notwendig ist, lohnt sich ein Wärmepumpentarif nicht für jeden Haushalt. Für die Installation eines zweiten Stromzählers können verschiedene Kosten anfallen, je nach Zählerart und Installationsaufwand.
Heutzutage werden als zweite Zähler häufig Smart Meter verbaut. Der Einbau kostet einmalig 300 bis 600 €. Die jährliche Zählermiete hängt von Ihrem Stromverbrauch ab. Hier können Kosten von 40 bis 140 € entstehen. Ein weiterer Kostenpunkt ist häufig die Anpassung des Zählerschranks: Ist dieser nicht für einen zweiten Stromzähler ausgelegt, können für den Umbau Kosten von 1.000 bis 2.500 € anfallen.
Die Entscheidung für oder gegen einen Wärmepumpenstromtarif hängt also direkt von Ihrem Stromverbrauch und der vorhandenen Technik ab:
Ein Wärmepumpenstromtarif lohnt sich, wenn
Ein Wärmepumpenstromtarif lohnt sich nicht, wenn
Beispielrechnung:
Im Folgenden finden Sie die Berechnung für zwei unterschiedliche Fälle.
| Installation | 500 € | 500 € |
| Umbau des Zählerschranks | 0 € | 2.000 € |
| Wärmepumpenstromtarif Preisvorteil | 8 ct/kWh | 4 ct/kWh |
| Zählermiete/Jahr | 50 € | 120 € |
| Ersparnis/Jahr | 350 € | 80 € |
| Amortisationsdauer | 1,5 Jahre | 31 Jahre |
Alternative: Dynamische Stromtarife für Wärmepumpen
Eine Alternative für klassischen Wärmepumpenstrom bieten die sogenannten dynamischen Stromtarife. Dabei handelt es sich um flexible Tarife, bei denen der Arbeitspreis viertelstündlich an den Börsenpreis (EPEX Spot) angepasst wird.
Ein dynamischer Stromtarif für Ihre Wärmepumpe lohnt sich, wenn Sie
Den größten Preisvorteil ermöglichen dynamische Stromtarife, wenn Sie Ihren Stromverbrauch mit einem intelligenten Energiemanagementsystem optimieren. So können Sie Ihren Stromverbrauch automatisch in Zeiten günstiger Strompreise legen.
Seit 2025 sind alle Stromanbieter dazu verpflichtet, dynamische Stromtarife anzubieten. Daher lohnt es sich, auch hier die verschiedenen Angebote zu vergleichen.
Wärmepumpenarten: Kosten, Stromverbrauch und Effizienz
Wenn Sie eine Wärmepumpenheizung in Ihrem Haus installieren möchten, müssen Sie sich entscheiden, mit welcher Energiequelle Sie heizen wollen.
Die verschiedenen Wärmepumpen unterscheiden sich nicht nur in den Anschaffungskosten und im Installationsaufwand, sondern vor allem in der Jahresarbeitszahl (JAZ). Diese gibt an, wie effizient eine Wärmepumpe arbeitet. Die Jahresarbeitszahl errechnet sich aus der Differenz zwischen der Quellentemperatur und der Nutztemperatur. Je höher die Wärme der Naturquelle und je niedriger die Nutztemperatur, desto höher die Effizienz.
Vor- und Nachteile der verschiedenen Wärmepumpen
Luftwärmepumpen
haben einen geringeren Installationsaufwand und können sowohl innerhalb als auch außerhalb von Gebäuden aufgestellt werden. Auch bei Minusgraden kann noch Energie aus der Außenluft gewonnen werden. Luftwärmepumpen sind jedoch weniger effizient als Wärmepumpen, die ihre Energie aus Quellen beziehen, deren Temperatur das ganze Jahr über relativ konstant ist. Außerdem haben sie einen höheren Stromverbrauch als andere Wärmepumpen, was zu höheren Stromkosten führen kann.
Erdwärmepumpen
sind in der Regel sehr effizient. Allerdings ist die Installation aufwendig und bei tiefen Bohrungen sind zusätzliche Genehmigungen erforderlich. Die Effizienz einer Erdwärmepumpe hängt auch von der Bodenbeschaffenheit ab: Ein sandiger, feuchter Boden liefert deutlich mehr Energie als ein trockener, steiniger Boden.
Wasserwärmepumpen
die das Grundwasser zum Heizen nutzen, sind in der Anschaffung teurer, da die Installation sehr aufwendig ist. Für die Nutzung muss sowohl ein Saug- als auch ein Schluckbrunnen angelegt werden. Da das Grundwasser deutlich höhere Temperaturen aufweist als das Erdreich, ist die Energieeffizienz hoch. Eine Wasser-Wärmepumpe eignet sich allerdings nur in Gebieten mit hohem und relativ konstantem Grundwasserspiegel.
Die Stromkosten können daher je nach Wärmepumpentyp und Effizienz variieren.
FAQ
Ist Wärmepumpenstrom Nachtstrom?
Nein, Wärmepumpenstrom ist ein spezieller Tarif für Wärmepumpen mit reduzierten Netzentgelten und Umlagen. Nachtstrom ist hingegen ein zeitlich begrenzter Niedertarif – meist zwischen 22 und 6 Uhr. Einige Wärmepumpentarife teilen sich auch in Haupttarif und Niedertarif auf, daher werden die beiden Begriffe oft vermischt.
Kann ich jeden Anbieter wählen?
Nicht jeder Stromanbieter bietet Wärmepumpenstrom an, daher sollten Sie immer einen Wärmepumpenstrom-Vergleich durchführen. So sehen Sie auf einen Blick, welche Anbieter in Ihrer Region Wärmepumpentarife anbieten.
Darf mein Anbieter den Strom abschalten?
Nein, der Netzbetreiber darf steuerbare Verbrauchseinheiten – wie Ihre Wärmepumpe – lediglich in Zeiten hoher Netzauslastung dimmen. Dabei bleibt Ihr Gerät jederzeit funktionsfähig. Die Dimmung ist außerdem zeitlich begrenzt.
Brauche ich zwingend einen zweiten Zähler?
Um Wärmepumpenstrom zu beziehen, benötigen Sie einen zweiten Stromzähler. Da die Installation und der Betrieb mit zusätzlichen Kosten verbunden sind, sollten Sie vorher genau prüfen, ob sich ein Wärmepumpentarif für Ihren Haushalt lohnt.
Ist ein Smart Meter Pflicht?
Seit 2025 ist das Smart Meter für alle neu installierten Wärmepumpen Pflicht. Sollten Sie bereits eine Wärmepumpe haben, ist ein Smart Meter nur dann verpflichtend, wenn Sie einen Verbrauch von mehr als 6.000 kWh pro Jahr haben.
Was passiert mit alten Wärmepumpenstromtarifen?
Alte Wärmepumpenstromtarife laufen mit Bestandsschutz bis Ende 2028 weiter. Danach müssen Verbraucher auf die neuen Module nach § 14a EnWG umsteigen.