Power Purchase Agreement (PPA)
für Unternehmen: Lohnt sich das für Sie?
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Für wen eignet sich ein PPA?
Power Purchase Agreements sind ideal für Unternehmen mit hohem Energiebedarf.
Die wichtigsten Fragen zu PPA – kurz erklärt
Hier erhalten Sie einen kurzen Überblick über die häufigsten Fragen rund um das Thema Power Purchase Agreement. Auf einzelne Punkte gehen wir im weiteren Verlauf dieser Seite detaillierter ein.
Was ist ein PPA?
PPA steht für Power Purchase Agreement. Diese Verträge erlauben es Unternehmen, Strom direkt von Energieerzeugern zu beziehen, zum Beispiel von Betreibern von Wind- oder Solaranlagen. Dadurch machen sich Unternehmen unabhängiger von den Preisschwankungen an der klassischen Strombörse.
Welche PPA-Modelle gibt es?
Die PPA-Modelle unterscheiden sich primär im Umfang der Bedarfsabdeckung und der Art der Lieferung. Marktüblich sind sowohl die PPA-Vollversorgung als auch die PPA-Teilversorgung. Zudem wird technisch zwischen physischen und virtuellen PPAs sowie zwischen verschiedenen Preismodellen differenziert.
Macht ein PPA den Strom immer günstiger?
Mit PPAs können Unternehmen im Vergleich zu klassischen Stromtarifen oft bis zu 20 % Kosten einsparen. Dies liegt vor allem an der hohen Preisstabilität und langfristigen Planungssicherheit, aber auch am direkten Wegfall kostensteigernder Zwischenhändler in der Lieferkette.
Ist ein PPA immer ein Grünstrom-Vertrag?
PPAs können grundsätzlich sowohl fossil als auch nachhaltig erzeugten Strom beinhalten. Heutzutage werden sie jedoch fast ausschließlich für Verträge mit Anlagen erneuerbarer Energien (Wind/Solar) genutzt. Wichtig: Für echten Grünstrom sollte die Lieferung von Herkunftsnachweisen vertraglich gesichert sein.
Welche Abnehmer gibt es für PPAs?
Man unterscheidet zwei Hauptformen: Beim Corporate-PPA wird der Liefervertrag direkt zwischen dem Stromerzeuger und dem verbrauchenden Unternehmen geschlossen. Beim Utility-PPA hingegen steht ein Energieversorger dazwischen, der den Strom vom Erzeuger kauft und an Endkunden weiterverkauft.
Wie schließt man ein PPA ab?
Die Tarifexperten von Stromvergleich.de führen zunächst eine detaillierte Bedarfsanalyse für Ihr Unternehmen durch und stellen Ihnen anschließend die besten Optionen vor. Ihr persönlicher Ansprechpartner begleitet Sie danach kompetent durch die gesamten Vertragsverhandlungen bis zum erfolgreichen Abschluss.
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In einem kurzen Telefonat nehmen wir die wichtigsten Daten auf: Sie teilen uns Verbrauch, Lastprofil, Standorte und Ziele mit – wir prüfen, ob ein PPA wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist.

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Wir begleiten Sie vom Vergleich bis zur finalen Prüfung des Angebots. Die eigentliche Vertragsverhandlung und Umsetzung erfolgt dann direkt mit dem ausgewählten Partner. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen weiterhin gern zur Seite.
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Checkliste: Lohnt sich ein PPA für mein Unternehmen?
Ob sich ein PPA für Ihr Unternehmen eignet, hängt von Ihrem Stromverbrauch, Ihrer Risikobereitschaft und den Nachhaltigkeitszielen Ihres Unternehmens ab. Können Sie die meisten Punkte der nachfolgenden Liste mit „Ja“ beantworten, lohnt sich ein PPA wahrscheinlich für Ihr Unternehmen.
Individuelle PPA-Beratung
Erfüllt Ihr Unternehmen die Anforderungen für den jährlichen Stromverbrauch und stimmen Sie den meisten Kriterien in den Bereichen Ökonomie, Stabilität und Nachhaltigkeit zu, lohnt sich eine individuelle PPA-Beratung bei unseren Tarifexperten.
Kontaktieren Sie uns gerne direkt. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden bei Ihnen und vereinbaren einen Termin für Ihre kostenlose Bedarfsanalyse.
Gemeinsam zur optimalen PPA-Strategie
Ein PPA ist eine weitreichende Entscheidung für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Deshalb lassen wir Sie bei der Planung nicht allein. Unsere Experten begleiten Sie durch den gesamten Prozess – von der ersten Analyse bis zum fertigen Vertragswerk – um sicherzustellen, dass Ihr PPA exakt zu Ihrer Unternehmensstrategie passt.

„Ein PPA ist eine langfristige Partnerschaft. Weil die Verträge so komplex sind, schauen unsere Tarifexperten ganz genau hin. Wir erarbeiten gemeinsam mit Ihnen die Strategie, die Ihnen wirklich maximale Einsparung und Planungssicherheit bringt.“

Ronny Blochwitz
Energieexperte bei Stromvergleich.de
Ist ein PPA die richtige Stromlösung für Ihr Unternehmen?
Wir zeigen, welche Chancen PPAs bieten und welche Voraussetzungen Unternehmen für eine erfolgreiche Umsetzung erfüllen sollten.
Vorteile & Chancen
Herausforderungen & Rahmenbedingungen
Welche PPA-Modelle gibt es?
Es gibt verschiedene PPA-Modelle, die sich vor allem im abgedeckten Verbrauch sowie dem Lieferort und der Durchführung der Lieferung unterscheiden.
PPA-Vollversorgung
PPA-Teilversorgung
PPAs unterscheiden sich außerdem darin, ob tatsächlich Strom geliefert wird oder es lediglich um eine Preisabsicherung geht.
Virtuelles PPA
Physisches PPA
Anders als bei virtuellen PPAs beinhalten physische PPAs eine tatsächliche (bilanzielle) Lieferung von Strom. Hier unterscheidet man zwischen verschiedenen Umsetzungsvarianten.
Onsite-PPA:
Die Stromerzeugungsanlage steht direkt beim Unternehmen, z. B. eine Solaranlage auf dem Dach. Es gibt eine direkte Leitung und der Strom wird nicht in das öffentliche Stromnetz gespeist. Es werden keine Netzentgelte oder Stromumlagen fällig. Allerdings ist das Unternehmen direkt von der Anlage abhängig. Produziert sie zu wenig Strom, muss die fehlende Menge aus dem Stromnetz bezogen werden.
Offsite-PPA:
Der Stromerzeuger steht an einem anderen Ort als das Unternehmen, z. B. ein Windpark an der Nordsee und eine Fabrik in Bayern. Der Strom wird in das öffentliche Stromnetz gespeist und bilanziell an das Unternehmen geliefert. Es gibt keine direkte Leitung, aber jede verbrauchte Kilowattstunde wird zeitgleich vom Stromerzeuger als Grünstrom ins Netz gespeist.
Sleeved PPA:
Zwischen Stromerzeuger und Unternehmen gibt es einen Mittelsmann: Ein Energieversorger übernimmt das Management (Sleeving). Liefert der Stromerzeuger zu wenig, kauft der Sleever Strom hinzu; liefert der Erzeuger zu viel, verkauft er den Überschuss. So erhalten Unternehmen eine stabile Stromlieferung von Ökostrom, ohne den Schwankungen zu unterliegen.
Welche PPA-Preismodelle gibt es?
Neben der Art und Menge der Strombelieferung gibt es auch verschiedene Preismodelle für PPAs. Diese legen fest, wie der Strompreis berechnet wird und wer das Risiko bei Preisschwankungen trägt.
Fixpreis
Beide Parteien einigen sich auf einen festen Strompreis für die gesamte Laufzeit. Dies bietet absolute Planungssicherheit und schützt den Kunden vor Preiserhöhungen. Sollte der Strombörsenpreis jedoch günstiger sein, kann das Unternehmen nicht von diesem profitieren.
Index
Es wird kein Festpreis vereinbart, sondern eine Formel, die sich direkt am Strombörsenpreis orientiert. Ein typisches Beispiel wäre: „95 % des monatlichen Spotmarkt-Durchschnittspreises“. Der Kunde zahlt also immer etwas weniger als den Marktpreis, trägt aber das Risiko, wenn die Preise an der Börse insgesamt steigen.
Floor & Cap
Es werden ein Mindestpreis (Floor) und ein Maximalpreis (Cap) festgelegt. So werden sowohl der Stromerzeuger als auch der Industriekunde geschützt. Der Preis fällt nie unter den Mindestpreis, den der Anlagenbetreiber benötigt, und übersteigt nie den Maximalpreis, der den Industriekunden vor explodierenden Strompreisen am Strommarkt schützt.
Warum PPAs wirtschaftlich attraktiv sind
Unternehmen können mit Power Purchase Agreements im Vergleich zu klassischen Stromtarifen bis zu 20 % sparen. Das liegt daran, dass der Preis pro Kilowattstunde Strom aus Wind- und PV-Anlagen unter den Festpreisen liegt. Die Strompreise werden außerdem direkt zwischen Verbraucher und Erzeuger verhandelt – so fallen Zusatzkosten durch Dritte weg.
Weitere Vorteile sind die Preisstabilität und die Planungssicherheit. Diese Punkte machen PPAs zu attraktiven und ökonomisch zukunftssicheren Modellen für Unternehmen.
FAQ: Power Purchase Agreement
Ist Strom über ein PPA günstiger als am Markt?
Das Hauptziel eines Power Purchase Agreements ist Preisstabilität und Planbarkeit, nicht der günstigste Preis. Man sichert sich damit strategisch gegen Preisspitzen ab.
Was bedeutet „Post-EEG“ im Zusammenhang mit PPA?
“Post-EEG”-Anlagen sind Wind- oder Solarparks, die nach 20 Jahren aus der staatlichen Förderung fallen. Damit sind PPAs ein wichtiges Instrument für diese Anlagenbetreiber, um den Weiterbetrieb wirtschaftlich zu sichern.
Wie stelle ich sicher, dass mein PPA nur “Grünstrom” enthält?
Ein PPA ist nicht automatisch Grünstrom. Hier ist entscheidend, dass im Vertrag die Lieferung und Entwertung von Herkunftsnachweisen für den Strom festgeschrieben ist.
Was ist ein virtuelles oder synthetisches PPA (vPPA)?
Ein virtuelles (oder synthetisches) PPA ist kein Stromliefervertrag, sondern ein reines Finanzinstrument. Es dient ausschließlich der Preisabsicherung. Es wird kein Strom physisch geliefert, sondern es werden nur Preisdifferenzen zwischen dem vereinbarten PPA-Preis und dem Marktpreis ausgeglichen.
Was ist der Unterschied zwischen einem physischen und einem finanziellen PPA?
Physisches PPA: (z.B. On-Site oder Off-Site) Sie schließen einen Vertrag über die tatsächliche, physische Lieferung von Strom ab.
Finanzielles PPA (vPPA): Sie schließen einen reinen Finanzvertrag zur Preisabsicherung ab. Es fließt kein Strom an Sie, sondern nur Geld.
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Wilhelm Große
PPA- und Tarifexperte
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