Wärmepumpe mit PV kombinieren:
Kosten, Tarife & Ersparnis
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Wärmepumpe mit Photovoltaik: Das Wichtigste in Kürze
Wärmepumpe mit Photovoltaik: zukunftssicher und nachhaltig
Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik ist die ideale Lösung, um Ihren Eigenverbrauch an Solarstrom zu erhöhen. Denn mit jeder selbst verbrauchten Kilowattstunde Solarstrom sparen Sie aktuell rund 25 ct – ein Kostenvorteil, der bei weiter steigenden Strompreisen künftig sogar noch zunehmen dürfte.
Durch diese Kombination machen Sie sich unabhängig von fossilen Brennstoffen, den jährlich steigenden CO₂-Preisen und vor allem von den schwankenden Energiepreisen am Weltmarkt. Hinzu kommt der gesetzliche Rahmen: Da der Betrieb von Öl- und Gasheizungen gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG) nur noch bis zum 31. Dezember 2044 gestattet ist, investieren Sie in eine zukunftssichere Technologie.


Voraussetzung für Wärmepumpe mit Photovoltaik
Damit die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik effizient funktioniert, müssen Sie einige Punkte beachten:
Wie groß muss die Photovoltaikanlage für eine Wärmepumpe sein?
Es lässt sich nicht pauschal sagen, wie hoch die Leistung einer PV-Anlage sein muss, um den Strombedarf einer Wärmepumpe abzudecken. Neben der Wohnfläche spielen auch der energetische Zustand des Hauses, die Größe der Wärmepumpe, die Ausrichtung des Daches und der individuelle Stromverbrauch des Haushalts eine Rolle.
Zur Orientierung helfen jedoch folgende Daten:
Die Größe der Photovoltaikanlage muss für jeden Haushalt individuell geplant werden. Aus diesem Grund sollten Sie sich unbedingt von einem Fachbetrieb beraten lassen.
Welche Wärmepumpe ist ideal für die Kombination mit der PV-Anlage?
Alle Arten von Wärmepumpen werden mit Strom betrieben und eignen sich somit grundsätzlich für den Betrieb über eine eigene Photovoltaik-Anlage. Es gibt vier verschiedene Arten, die sich hauptsächlich durch die Wärmequelle unterscheiden.
Sie bieten verschiedene Vor- und Nachteile:
Unabhängig von der Art der Wärmepumpe müssen Sie die richtige Heizleistung in kW wählen. Diese wird primär durch die Heizlast des Gebäudes bestimmt. Es empfiehlt sich, vor dem Kauf eine Fachfirma zu beauftragen, die vor Ort genau bestimmt, welche Heizleistung für Ihren Haushalt geeignet ist.
Speicher für Wärmepumpe mit Photovoltaik: Welche Größe ist sinnvoll?
Bei der Kombination von Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage spielen Speichermöglichkeiten eine wichtige Rolle. Zu der Zeit, in der wir am meisten Wärme und Warmwasser brauchen, erzeugen Solaranlagen wenig bis gar keinen Strom. Mit einem Stromspeicher können Sie kalte Abendstunden und sonnenarme Tage überbrücken. Die Eigenverbrauchsquote des Solarstroms steigt mit einem Batteriespeicher auf 70 bis 80 %.
Die ideale Speichergröße hängt direkt von der Leistung Ihrer PV-Anlage ab: Pro 1 kWp Anlagenleistung sollten Sie 0,9 bis 1,5 kWh Speicher einplanen. Ein Wert von 1,0 bis 1,3 kWh pro kWp ist in der Regel ein guter Kompromiss zwischen Autarkie und Wirtschaftlichkeit.
Generell gilt: Je höher Ihr Eigenverbrauch sein soll, desto größer sollte tendenzell auch der Stromspeicher sein. Achten Sie jedoch auf eine stimmige Dimensionierung. Da die Anschaffungskosten eines großen Stromspeichers recht hoch sind, verlängert sich die Amortisationszeit durch eine Überdimensionierung nach hinten. Daher lohnt es sich in der Regel eher, einen mittelgroßen Stromspeicher zu installieren.
Wie werden Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage vernetzt?
Damit die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage effizient arbeitet, benötigen Sie eine intelligente Steuerung. Dafür gibt es zwei Optionen:
SG-Ready-Schnittstelle
Energiemanagementsystem (EMS)
So bewerten Kunden unser Stromvergleichsportal
Was sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen von § 14a EnWG?
Seit dem 1. Januar 2024 regelt § 14a EnWG, dass Netzbetreiber neue steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen oder Wallboxen bei Netzengpässen zwar temporär drosseln dürfen, dabei jedoch stets eine Mindestleistung von 4,2 kW garantieren müssen. Dadurch ist sichergestellt, dass Ihre Geräte weiterhin ohne spürbare Einschränkungen im Alltag betrieben werden können. Als Ausgleich für diese Flexibilität profitieren Sie von reduzierten Netzentgelten und weiteren Vergünstigungen.

Wärmepumpe mit Photovoltaik: Wie viel Solarstrom wird im Winter produziert?
Im Winter erreicht Ihre PV-Anlage nur 10 bis 30 % der Sommerleistung. Tagsüber kann Ihre PV-Anlage auch im Winter etwa 20 bis 40 % des benötigten Stroms für Ihre Wärmepumpe liefern. Es gibt einige Wege, die selbst produzierte Energie im Winter effizienter zu nutzen:
Welcher Stromtarif eignet sich für die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik?
Auch mit einer optimal dimensionierten Kombination aus Photovoltaikanlage, Stromspeicher und Wärmepumpe erreichen Sie in der Praxis keine komplette Unabhängigkeit vom Stromnetz. Sie müssen also weiterhin Reststrom aus dem öffentlichen Netz beziehen.
Für diesen Fall bieten Stromanbieter zwei spezielle, vergünstigte Stromtarife an: Wärmepumpenstrom und dynamische Stromtarife. Beide Sondertarife eignen sich in unterschiedlichen Fällen.
| Tarifart | Klassischer Wärmepumpentarif | Dynamischer Stromtarif |
| Voraussetzungen | Keine/kleine PV-Anlage, kein Batteriespeicher | Große PV-Anlage (> 7 kWp) mit Stromspeicher |
| Betriebsweise | Starrer Betrieb ohne zeitliche Verschiebung | Smarte Lastenverschiebung via Energiemanager |
| Zählertechnik | Separater Zähler | Smart Meter |
| Kosten (2026) | 20–23 ct/kWh (3–7 ct unter Haushaltsstrom) | Schwankend (25–35 ct/kWh im Tagesverlauf) |
| Hauptvorteil | Hohe Planbarkeit und Preissicherheit | 15–30 % Ersparnis (teils > 600 € pro Jahr) |
Für eine Kombination aus Wärmepumpe, Photovoltaik-Anlage und Batteriespeicher lohnt sich also in der Regel ein einheitlicher dynamischer Stromtarif. Mit einem intelligenten Energiemanagementsystem können Sie den Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe gezielt in jene Stunden verschieben, in denen der Strom an der Börse günstig ist.
Stromtarife für die Wärmepumpe mit Photovoltaik vergleichen
Der passende Stromtarif ist genauso wichtig wie die richtige Technik, um die laufenden Kosten so gering wie möglich zu halten. Auch dynamische Tarife unterscheiden sich bei den monatlichen Gebühren und den Vertragskonditionen. Auf Stromvergleich.de können Sie die günstigsten Angebote in Ihrer Region vergleichen – unabhängig, schnell und kostenlos.
Wie viele Stromzähler sind für die Kombination von Wärmepumpe mit Photovoltaik nötig?
Wie viele Stromzähler Sie brauchen, hängt davon ab, welchen Stromtarif Sie beziehen möchten:
Wichtig
Ein zweiter Stromzähler für die Wärmepumpe lohnt sich in der Regel erst ab einem Jahresstromverbrauch von 3.000 bis 4.500 kWh. Erst dann übersteigt die Ersparnis durch den günstigeren Wärmepumpenstrom die Fixkosten des zusätzlichen Zählers.

Hier eine Beispielrechnung:
Jahresverbrauch Wärmepumpe (Netzbezug)
3.500 kWh
Haushaltsstrom
32 ct/kWh
Wärmepumpentarif
24 ct/kWh
Installationskosten (Umbau Zählerschrank)
800 €
Laufende Zusatzkosten (Zähler, Grundpreis)
120 €/Jahr
Einsparpotenzial:
Zählerkonzepte im Vergleich: Single-Schaltung, Parallelschaltung und Kaskadenschaltung
Standardmäßig erfasst ein einziger, zentraler Stromzähler den gesamten Energieverbrauch Ihres Haushalts.
Bleiben Sie bei dieser „Single-Schaltung“, können Sie jedoch keinen vergünstigten Wärmepumpenstrom beziehen.
Single-Schaltung
Entscheiden Sie sich für einen zweiten Stromzähler, können Sie ihn auf zwei Arten schalten:
Parallelschaltung (Getrennte Zählung)
Bei der getrennten Zählung messen zwei unabhängige Zähler den Haushalts- und Wärmepumpenstrom separat. Der entscheidende Nachteil ist, dass die Wärmepumpe durch diese physische Netztrennung Ihren selbst produzierten Solarstrom nicht nutzen kann.

Kaskadenschaltung
Durch das Hintereinanderschalten zweier Zähler kann die Wärmepumpe vorrangig den eigenen Solarstrom nutzen und bezieht nur den Restbedarf zum günstigen Wärmepumpentarif. Wegen der anfallenden Umbaukosten für den Zählerschrank lohnt sich dieses Modell wirtschaftlich meist erst ab einem zusätzlichen Stromverbrauch durch die Wärmepumpe von über 2.000 kWh pro Jahr.

Durch die hohen Anschaffungs- und Betriebskosten eines zweiten Zählers ist ein einheitlicher dynamischer Stromtarif mit einem Smart Meter für Besitzer einer Wärmepumpe mit Photovoltaik meist die bessere Wahl.
“Natürlich sind die Anschaffungskosten für Photovoltaik und Wärmepumpe erst einmal hoch. Man sollte das Ganze jedoch als langfristige Absicherung gegen steigende Energiepreise betrachten: Je stärker die Preise steigen, desto eher amortisiert sich die Anlage.”

Energieexperte bei Stromvergleich.de
Wärmepumpe und Photovoltaik: Kosten, Förderungen und Amortisationszeit
Für die Installation einer Wärmepumpe mit Photovoltaik für ein Einfamilienhaus fallen Kosten zwischen 28.000 und 52.000 € an.
10.000–22.000 €
PV-Anlage
14.000–26.000 €
Wärmepumpe
4.000–8.000 €
Batteriespeicher
Förderung: Bis zu 70 % Zuschuss
Aktuell übernimmt die KfW-Bank bei dem Einbau einer Wärmepumpe bis zu 70 % der förderfähigen Kosten. Förderbar sind Kosten bis zu 30.000 € – das ergibt also einen maximalen Zuschuss von 21.000 €.
Grundförderung (30 %)
Geschwindigkeitsbonus (20 %)
Einkommensbonus (30 %)
Effizienzbonus (5 %)
Hier eine Beispielrechnung:
Gesamtkosten:
54.000 €
Förderung:
-21.000 €
Netto-Investitionskosten:
33.000 €
Angenommene jährliche Ersparnis (Gas/Strom):
2.500 €
Amortisationszeit:
13,2 Jahre
FAQ
Gibt es regionale Förderungen für PV-Anlagen und Wärmepumpen?
Viele Kommunen und lokale Energieversorger bieten eigene Förderprogramme an, um die Energiewende vor Ort zu unterstützen. Es lohnt sich daher, direkt bei der zuständigen Stadtverwaltung nach speziellen Zuschüssen zu fragen, da sich diese oft mit staatlichen Förderungen kombinieren lassen.
Heizt meine Wärmepumpe bei einem Stromausfall weiter, wenn ich eine PV-Anlage habe?
Standardmäßige PV-Anlagen und Speicher schalten sich bei einem Netzausfall aus Sicherheitsgründen ab, wodurch auch die Wärmepumpe stoppt. Für einen Weiterbetrieb der Heizung muss das Speichersystem über eine vollwertige Ersatzstromfunktion verfügen, die das gesamte Hausnetz versorgt. Eine einfache Notstromsteckdose reicht für den hohen Bedarf der Wärmepumpe nicht aus.
Ist die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe im Altbau sinnvoll?
Der Einsatz ist auch in teilsanierten Bestandsgebäuden oft wirtschaftlich, sofern die benötigte Vorlauftemperatur der Heizung gering bleibt. Häufig genügt es bereits, alte Heizkörper durch größere Modelle zu ersetzen oder kleinere Dämmmaßnahmen durchzuführen. Das senkt den Strombedarf der Wärmepumpe so weit, dass der Solarstrom einen relevanten Teil der Heizkosten abdeckt.
Kann ich eine Wärmepumpe nachrüsten, wenn ich schon eine PV-Anlage auf dem Dach habe?
Eine Nachrüstung ist problemlos möglich, obwohl ältere PV-Anlagen im Winter oft weniger Überschuss für die Heizung liefern. Für eine effiziente Zusammenarbeit muss der bestehende Wechselrichter mit einem modernen Energiemanagementsystem kommunizieren können. Andernfalls lässt sich die Wärmepumpe meist über eine SG-Ready-Schnittstelle anbinden, um den Eigenverbrauch zu steigern.