Mit dem Stromanbieterwechsel zum günstigen Versorger

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Voraussetzungen für Stromanbieterwechsel

Die Voraussetzungen für Stromanbieterwechsel sind einfacher zu realisieren als je zuvor.

Dennoch wächst die Zahl der durchgeführten Wechsel nur langsam. Lag die Wechselquote im Strombereich zwischen 1999 und 2006 bei rund einem Prozent, war beispielsweise im Jahr 2008 ein deutlicher Anstieg auf ungefähr 18,9% und 2012 auf knapp über 28% zu verzeichnen.

Für den geringen Anstieg machen Energieexperten unter anderem die Angst der Verbraucher vor Stromanbieterinsolvenzen, unseriösen Stromversorgern oder vor einer Unterbrechung der Stromversorgung verantwortlich. Oftmals fehlen den Verbrauchern die richtigen Informationen. Aus diesem Grund sollen in den folgenden Beiträgen die wichtigsten Informationen zum Stromanbieterwechsel dargestellt und erläutert werden.

So gestaltet sich der Ablauf vom Stromanbieterwechsel:

So gestaltet sich der Ablauf vom Stromanbieterwechsel

Bei einem Stromanbieterwechsel beauftragen Sie einen anderen Stromanbieter damit, Ihren Haushalt mit Strom zu versorgen. Dafür suchen Sie sich den passenden Stromanbieter mit einem Stromtarif aus. Der Stromvergleichsrechner sowie die Beratung an der kostenlosen Wechselhotline 0351 8888 0430 sind wie unsere konkreten Tipps zum Stromanbieterwechsel hilfreich.

Für den Stromanbieterwechsel an sich haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Der Onlinewechsel Sie gehen auf online wechseln und füllen das Formular in wenigen Schritten aus. Abgefragt werden die Daten Ihres bisherigen Stromliefervertrages. Dazu gehören der Name Ihres derzeitigen Anbieters, die aktuelle Kunden- oder Vertragsnummer, die Zählernummer sowie die Wunschliefertermin. Zusätzlich füllen Sie bei einem Onlinewechsel die Liefer- und Rechnungsanschrift sowie die Bankdaten aus. Haben Sie alles ausgefüllt und am Ende bestätigt, erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail und Post innerhalb von 3 Wochen. Der Stromanbieterwechsel dauert bei diesem Verfahren zwischen 3 und 6 Wochen.
    Der Stromanbieterwechsel muss innerhalb von 3 Wochen erfolgen, wenn Sie aus der Grundversorgung zu einem alternativen Anbieter wechseln!
  2. Unterlagen anfordern und dann wechseln! Sie fordern die Unterlagen per Post oder E-Mail unverbindlich an, füllen diese dann in Ruhe Zuhause aus und schicken sie anschließend vollständig ausgefüllt und unterschrieben per Post an die schon voreingetragene Adresse zurück. Hierbei dauert der Wechsel ab Einwurf der Unterlagen in den Briefkasten zwischen 6 und 8 Wochen.

Für beide Vorgehensweisen gilt: Auf Ihren Wunsch hin kündigt der neue Anbieter den alten Vertrag. Dies können Sie in den Wechselunterlagen mit angeben. Dafür ist eigens ein Feld vorgesehen, in welchem Sie angeben, ob Sie selber den bestehenden Vertrag kündigen oder ob das der neue Stromversorger übernehmen soll.

Der neue Stromanbieter teilt Ihnen mit, ab wann die Belieferung mit Strom beginnt und kümmert sich um Alles. Sie haben bei dem Stromanbieterwechsel also nichts weiter zu tun.

Was passiert bei einem Stromanbieterwechsel?

Im Rahmen eines Stromanbieterwechsels beauftragen Sie als Stromkunden einen neuen Stromanbieter mit der Stromversorgung Ihres Haushalts. Für Sie ergibt sich dabei nur eine Veränderung, Sie erhalten die Rechnung von dem neuen Stromversorger.

Je mehr Stromkunden sich für den Stromanbieterwechsel zu einem alternativen Stromversorger entscheiden, desto mehr günstiger Strom gelangt ins Netz und desto stärker wird der Wettbewerb für die Anbieter.

Den Stromanbieter wechseln

Dies ist der Struktur des deutschen Strommarktes geschuldet:

Die Hintergründe: Die Stromanbieter speisen elektrischen Strom in das sogenannte Stromnetz ein. Für das Netz verantwortlich sind die Netzbetreiber. Das Netz besteht aus Leitungen, über die der Strom in die Haushalte transportiert wird. Die Haushalte beziehen ihren Strom grundsätzlich vom nächstgelegenen Stromanbieter.

Das heißt, Sie als Verbraucher bekommen Ihren Strom immer vom nächstgelegenen Stromanbieter. Auch wenn Sie den Anbieter für Strom wechseln, erhalten Sie die Energie weiterhin von diesem Stromanbieter. Durch den Stromanbieterwechsel beauftragen Sie aber den neuen Anbieter damit, die von Ihnen genutzte Strommenge in das Stromnetz einzuspeisen, so dass diese grundsätzlich genutzt werden kann.

Das Stromnetz ist als Pool voll elektrischen Stroms zu verstehen, aus welchem jeder Haushalt die notwendige Menge entnimmt und die Stromanbieter immer wieder die entnommene Menge zu den jeweiligen Preisen nachfüllen. Die Grundmenge bleibt stets die Gleiche.

Die physikalische Grundlage des Phänomens, dass Strom keinen Umweg fließt und immer vom nächstgelegenen Anbieter geliefert wird, stellen die bereits 1845 durch den deutschen Physiker Gustav Robert Kirchhoff entdeckten Kirchhoffschen Regeln dar.

Unser Tipp! Wenn Sie eine Frist einzuhalten haben, dann kündigen Sie selber!
Warum? Bei Nichteinhaltung der Kündigungsfrist haftet der neue Anbieter nicht!

Wir empfehlen Ihnen, in jedem Jahr rechtzeitig, also 2 bis 3 Monate vor Laufzeitende, zu vergleichen und gegebenenfalls erneut zu wechseln.

Lohnt sich ein Stromanbieterwechsel für Jeden?

An sich lohnt sich ein Stromanbieterwechsel immer dann, wenn die Verbraucher dadurch sparen können.

Der Stromanbieterwechsel aus der Grundversorgung zu einem alternativen Tarif lohnt sich generell. Denn die Tarife des Grundversorgers sind die teuersten auf dem Strommarkt erhältlichen Angebote für Strom.

Unser Tipp: Informieren Sie sich, ob es bei Ihrem Stromanbieter auch günstigere Tarife gibt!

Bereits der Wechsel von der Grundversorgung hin zu einem anderen Tarif beim Grundversorger kann Einsparungen mit sich bringen.

Sie müssen jedoch nicht immer gleich den Stromversorger wechseln. Sie können sich auch informieren, ob Ihr aktueller Stromanbieter auch günstigere Tarife für Sie bereitstellt.

Betrachtet man den Stromanbieterwechsel von einem alternativen zu einem anderen alternativen Stromanbieter entspricht in vielen Föllen die Ersparnis in einem Belieferungsjahr dem Neukundenbonus, falls einer angeboten wird. Grundlegend sollten alle Verbraucher davon ausgehen, dass sich ein Strom Wechsel für Sie lohnt und sich deshalb mindestens einmal im Jahr über die aktuelle Marktsituation informieren.

Warum? In der Regel bieten Stromanbieter nicht nur einen Stromtarif an. Sie können durch den Wechsel in einen anderen Tarif Ihres Stromanbieters auch bereits sparen.

Ab wann lohnt sich ein Stromanbieterwechsel?

Der Stromanbieterwechsel lohnt sich bereits bei einer geringen Ersparnis. Das liegt vor allem daran, dass der Aufwand für den Stromanbieterwechsel so gering ist, dass dieser von Jedem mit Hilfe eines Stromrechners innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden kann. Das bedeutet, dass der Aufwand nicht mit der möglichen Ersparnis verrechnet werden muss.

Des Weiteren müssen sich alle Verbraucher immer wieder vor Augen führen, dass ein Wechsel jetzt auch in Zukunft durch den wachsenden Wettbewerbsdruck Früchte trägt. Denn daraus ergeben sich niedrige Preise und verbraucherfreundliche Neukundentarife.

Grundversorger - Leichte Rückgänge bei Kundenzahl

Derzeit beziehen mehr als vier Fünftel der deutschen Verbraucher ihren Strom vom Grundversorger*. Dies geht aus dem aktuellen Monitoringbericht der Bundesnetzagentur hervor. Zwar ist der Trend fallend, doch die Wechselquoten steigen nur langsam.

*Der Prozentsatz beschreibt den Anteil der deutschen Stromkunden, der generell vom Grundversorger beliefert wird. Dazu gehören neben Verbrauchern in Grundversorgungsverträgen auch die Kunden der Sonderverträge der Grundversorger.

Was muss ich beim Stromanbieterwechsel beachten?

  1. Halten Sie Ihre Kündigungsfrist ein!
  2. Wählen Sie einen Tarif mit kurzer Laufzeit und einer Preisgarantie!
  3. Berücksichtigen Sie Ihr eigenes Verbrauchsverhalten!
  4. Achten Sie auf Bewertungen von Stromkunden der Anbieter!
  5. Lassen Sie sich beim Wechsel helfen - beispielsweise durch einen Vergleich im Stromrechner oder kostenfreie Beratungen!
  6. Füllen Sie die Wechselunterlagen sorgfältig aus!
  7. Kündigen Sie selber den alten Vertrag, lassen Sie sich die Kündigung schriftlich bestätigen!

Risikofaktor Stromanbieterwechsel?

Risikofaktor Stromanbieterwechsel?

Viele Verbraucher haben Angst vor einem Stromanbieterwechsel. Sie befürchten eine Unterbrechung der Stromlieferungen infolge des Wechsels oder an einen unseriösen Anbieter zu geraten. Ausgehend von einer aktuellen Umfrage sind derzeit lediglich 58% der deutschen Verbraucher bereit, den Stromanbieter zu wechseln.

Was spricht gegen einen Stromanbieterwechsel?

Grundlegend spricht nichts gegen einen Stromanbieterwechsel. Dennoch zieht ausgehend von einer aktuellen Studie lediglich jeder vierte Stromkunde in Deutschland einen Anbieterwechsel in Erwägung. 2011 konnte sich die Hälfte der Verbraucher einen Stromwechsel vorstellen, 26% der Befragten gaben sogar an, konkret einen Wechsel zu planen. In den beiden Folgejahren hielt der Trend an, die Wechselbereitschaft steigt jedoch eher langsam, betrachtet man die zahlreichen und deutlichen Preiserhöhungen beim Strom.

2012 gaben 58% der befragten Verbraucher an, sich grundsätzlich einen spontanen Wechsel des Stromanbieters vorstellen zu können. Dies hat sich 2013 nicht geändert. planten jedoch 2012 nur 21% konkret einen Stromwechsel, lag die Zahl 2013 mit 25% leicht darüber. Die Wechselbereitschaft lässt sich dennoch als eher verhalten beschreiben, was Experten auf das schlechte Image der Stromlieferanten zurückführen. Die Angst vor unseriösen Anbietern ist deutlich gestiegen, wie das folgende Diagramm belegt:

Was spricht gegen einen Wechsel?

Stromwechsel in Deutschland

Wechselbereitschaft im internationalen Vergleich

Wussten
Sie schon?

Für den Energieanbieterwechsel sind in der Regel die Männer verantwortlich. Ungefähr 70% der Anbieterwechsel wurden von Männern durchgeführt. Experten gehen davon aus, dass in den meisten Haushalten die Rollenverteilung vorsieht, dass sich der Mann um die Energieversorgung kümmert. Außerdem nimmt die Wechselbereitschaft mit zunehmendem Alter ab.

Die folgende Tabelle verdeutlicht die Wechselbereitschaft bezogen auf Stromanbieter im internationalen Vergleich. Deutsche Stromkunden sind dem Stromanbieterwechsel gegenüber besonders aufgeschlossen, während französische Stromkunden beim Stromwechsel eher verhalten agieren.

Wechselbereitschaft im internationalen Vergleich

Ist eine Stromummeldung nach einem Stromanbieterwechsel erforderlich?

Nein, die Stromummeldung wird durch den neuen Anbieter vorgenommen. Dieser meldet den Stromwechsel direkt beim Netzbetreiber, so dass dieser eine durchgehende Stromversorgung gewährleisten kann.

Bringt ein Stromanbieterwechsel immer einen neuen Zähler mit sich?

Entscheiden Sie sich für einen Stromanbieterwechsel, behalten Sie Ihren Stromzähler.

Die Umstellung auf einen neuen Zähler ist nur dann notwendig, wenn Sie den Strom teilweise in einem Nebentarif beziehen oder den Zählerstand direkt vom Zähler an den Anbieter übermitteln wollen. Für diesen Fall wurde das sogenannte

Bringt Strom wechseln immer einen >neuen Zähler mit sich?

Smart Metering entwickelt. Dahinter verbirgt sich ein intelligenter Stromzähler, dessen Funktion sich nicht ausschließlich auf die Verbrauchsmessung beschränkt.

Die intelligenten Stromzähler erheben den Stromverbrauch sowie den Verbrauchszeitraum, speichern die Daten und geben diese an die Verbraucher oder an Dritte weiter.

Kann es bei einem Stromanbieterwechsel zu Problemen kommen und welche Probleme können entstehen?

Probleme bei einem Stromanbieterwechsel lassen Verbraucher vor dem Wechsel zurückschrecken - zu Recht?

Ein mögliches Problem kann sein, dass der neue Stromversorger die Belieferung ablehnt. Ursachen sind dann in der Regel ein negativer Schufa-Eintrag oder Zahlungsschwierigkeiten in der Vergangenheit der Verbraucher

Inzwischen gehen die Stromanbieter dazu über, aufgrund der finanziellen Situation potenziell schwierigen Kunden alternative Zahlungsweisen anzubieten.

Entweder müssen die betroffenen Verbraucher eine Kaution hinterlegen oder im Voraus zahlen. Ein weiteres Problem kann die Nichteinhaltung der Kündigungsfrist sein, so dass der Vertrag mit dem neuen Lieferanten nicht nahtlos an den endenden Stromliefervertrag anschließt.

In diesem Fall rutschen die betroffenen Verbraucher automatisch in die Grundversorgung, werden also trotzdem mit Strom versorgt, müssen allerdings die höheren Kosten tragen, die der Grundversorger erhebt.

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