Photovoltaik-Zubau im Februar 2026 fällt auf rund 930 Megawatt

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Der Photovoltaik-Zubau in Deutschland ist im Februar 2026 deutlich schwächer ausgefallen als in den Monaten zuvor. Nach Daten aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur wurden mit Stand vom 18. März 31.157 Photovoltaik-Anlagen mit Inbetriebnahmedatum im Februar gemeldet. Deren Gesamtleistung liegt bei 813,3 Megawatt. Nach Abzug von 1.498 stillgelegten Anlagen mit 4,4 Megawatt ergibt sich ein Netto-Zubau von 808,9 Megawatt. Mit dem von der Bundesnetzagentur vorgesehenen Zuschlag für erwartete Nachmeldungen taxiert die Behörde den Februar-Wert auf 929,9 Megawatt.

Die Entwicklung zeigt einen klaren Dämpfer. Der aktuelle Februar-Wert liegt 19,1 % unter dem Vormonat und 49 % unter dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Gleichzeitig sieht das Systemhaus EWS trotz der Rückgänge erste Anzeichen für eine Belebung in den kommenden Monaten.

Photovoltaik-Zubau im Februar 2026 deutlich unter Januar und Vorjahr

Der zuletzt für Januar veröffentlichte Wert von 1.104,7 Megawatt inklusive Nachmeldungs-Zuschlag wurde inzwischen auf 1.149,4 Megawatt angepasst. Auch der Gesamtwert für das Jahr 2025 wurde nachträglich leicht nach oben korrigiert und liegt nun bei 16,95 Gigawatt statt 16,87 Gigawatt. Damit wird sichtbar, dass sich die Statistik im Zeitverlauf noch verändert.

Besonders auffällig ist der Rückgang im Februar. Die Bundesnetzagentur führt für den Monat einen Zuschlagswert von 929,9 Megawatt. Die tatsächlich bislang registrierten Neu-Installationen summieren sich auf 813,3 Megawatt. Das liegt deutlich unter dem Niveau, das ein Jahr zuvor erreicht wurde.

Wegen des kalten Winters seien Installationen vielfach unmöglich gewesen und deshalb verschoben worden.

EWS, zitiert bei pv-magazine.de

EWS bewertet den saisonalen Effekt in diesem Jahr als mutmaßlich besonders stark. Die Februar-Zahlen seien witterungsbedingt stets relativ niedrig, dieses Mal habe sich das vor allem im Segment der Aufdachanlagen gezeigt.

Rückgänge bei kleinen und mittleren Solaranlagen prägen das Bild

Nach der EWS-Auswertung der bislang tatsächlich registrierten Neu-Installationen gab es bei Batteriespeicher-Zubau bis 10 Kilowatt ein Minus von 24,1 %. Bei Anlagen bis 30 Kilowatt lag der Rückgang bei 41,8 %. Noch stärker fielen die Rückgänge bei Anlagen bis 100 Kilowatt sowie in der Klasse von 100 bis 750 Kilowatt aus.

Diese Entwicklung wirkte sich auch auf den Batteriespeicher-Zubau aus. In den Größenklassen bis 30 Kilowattstunden wurde jedoch mehr neu installierte Speicherkapazität in Megawattstunden registriert als Anlagenleistung in Megawatt bei den entsprechenden Photovoltaik-Kategorien. EWS führt das vor allem auf Nachrüstungen im Bestand zurück.

Außerdem berichten EWS zufolge viele Installationsbetriebe von steigender Nachfrage.

EWS, zitiert bei pv-magazine.de

Damit verbindet sich ein vorsichtig positiver Ausblick. EWS rechnet mit einer Belebung des Geschäfts im Frühjahr, weil verschobene Installationen nachgeholt werden könnten.

Ausbaupfad bleibt erreichbar – für 2030 braucht es aber deutlich mehr Tempo

Die kumulierte installierte Photovoltaik-Leistung in Deutschland lag laut Marktstammdatenregister Ende Januar bei 119,55 Gigawatt. Um den geltenden Zubaupfad einzuhalten, müssten bis Ende dieses Jahres 128 Gigawatt erreicht werden. Dafür wären monatlich 845 Megawatt erforderlich.

Der für Februar von der Bundesnetzagentur taxierte Wert von 929,9 Megawatt liegt über dieser Marke. Für das Ausbauziel von 215 Gigawatt bis Ende 2030 wäre jedoch bei gleichmäßiger Verteilung auf die verbleibenden 58 Monate ein monatlicher Zubau von fast 1,65 Gigawatt nötig. Damit wird deutlich, dass der aktuelle Februar-Wert zwar ein positives Signal für den Jahrespfad ist, für das langfristige Tempo aber nicht ausreicht.

Unterm Strich zeigt der Februar 2026 einen schwachen, aber nicht richtungslosen Monat. Die Rückgänge bei kleinen und mittleren Anlagen bremsen den Ausbau spürbar. Zugleich deuten Nachmeldungen, verschobene Installationen und steigende Nachfrage darauf hin, dass sich der Markt im Frühjahr wieder beleben könnte.

Quellen

Autor: Ronny Blochwitz

Energieexperte bei Stromvergleich.de

Ronny Blochwitz ist Energieexperte mit über 15 Jahren Erfahrung in der Energiewirtschaft und unterstützt bei einem Energievergleichsportal Verbraucher bei fundierten Strom- und Gasentscheidungen.


Stand: 20. März 2026
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