Total Energies beendet zwei US-Offshore-Windprojekte nach Deal mit der Regierung

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Der französische Energiekonzern Total Energies steigt aus zwei Offshore-Windprojekten in den USA aus. Die US-Regierung zahlt dem Unternehmen dafür fast 1 Mrd. $ zurück. Die Vereinbarung wurde am Montagmittag am Rande der Cera-Week in Houston unterzeichnet und markiert eine klare energiepolitische Weichenstellung: Statt Offshore-Wind soll das Geld nun in Projekte mit fossilen Energieträgern fließen.

Im Kern geht es bei dem Deal um eine Rückerstattung von Pachtkosten, die Total Energies zuvor für die Nutzung der Flächen gezahlt hatte. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von US-Innenminister Doug Burgum und Total-Energies-Chef Patrick Pouyanné noch vor Ort. Damit endet die Entwicklung der beiden Offshore-Windprojekte in den Vereinigten Staaten.

Deal zwischen US-Regierung und Total Energies besiegelt Ausstieg

Die Aussagen der Beteiligten lassen keinen Zweifel an der politischen Stoßrichtung des Abkommens. Burgum stellte die Entscheidung als bewusste Abkehr von neue Ausrichtung dar. Zugleich verband er den Ausstieg mit dem Ziel, die Mittel in andere Energievorhaben umzulenken.

„Offshore-Windenergie ist eines der teuersten, unzuverlässigsten, umweltzerstörendsten und subventionsabhängigsten Systeme, die je amerikanischen Steuerzahlern aufgezwungen wurden.“

Doug Burgum, zitiert bei handelsblatt.com

Der US-Innenminister erklärte zudem, die Regierung von US-Präsident Donald Trump setze auf eine andere Linie in der Energiepolitik. Den Deal bezeichnete Burgum als Vorteil für Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und nationale Sicherheit. Damit wird der Ausstieg aus den Windprojekten ausdrücklich mit einer politischen Neubewertung begründet.

Fast 1 Mrd. $ Rückzahlung und fossilen Energieträgern neue Ausrichtung auf fossile Projekte

Nach den vorliegenden Informationen erhält Total Energies fast 1 Mrd. $ zurück. Diese Summe entspricht faktisch einer Rückerstattung bereits gezahlter Pachtkosten für die betreffenden Flächen. Im Gegenzug soll der Konzern das Geld in Projekte mit fossilen Energieträgern investieren.

Besonders hervorgehoben wird dabei, dass das Kapital in ein LNG-Projekt fließen soll. Das unterstreicht, wie deutlich sich der Schwerpunkt verschiebt. Statt weiterer Entwicklung im Bereich Offshore-Wind steht nun ein fossiles Energieprojekt im Mittelpunkt der Vereinbarung.

Total-Energies-Chef begründet Verzicht auf Offshore-Wind in den USA

Auch Patrick Pouyanné machte deutlich, dass Total Energies die Entwicklung von Offshore-Windprojekten in den USA nicht weiterverfolgen will. Er verwies darauf, dass diese Projekte nach Einschätzung der Beteiligten nicht im Interesse des Landes lägen. Die Entscheidung ist damit nicht nur finanziell, sondern auch strategisch begründet.

„Weil die Entwicklung von Offshore-Windprojekten nicht im Interesse des Landes liegt, haben wir beschlossen, auf die Erschließung von Offshore-Windenergie in den Vereinigten Staaten zu verzichten.“

Patrick Pouyanné, zitiert bei handelsblatt.com

Pouyanné ergänzte, dass es bereits mit dem Amtsantritt der Trump-Regierung Gespräche darüber gegeben habe, die Entwicklung dieser Projekte „ganz klar überdenken“ zu müssen. Der nun geschlossene Deal setzt diese Überlegungen in eine konkrete Vereinbarung um.

Fazit

Mit der Rückzahlung von fast 1 Mrd. $ und dem Ausstieg aus zwei Offshore-Windprojekten vollziehen die US-Regierung und Total Energies einen klaren Kurswechsel. Die Vereinbarung verlagert Investitionen von Offshore-Wind hin zu fossilen Energieträgern und wird von beiden Seiten ausdrücklich politisch und wirtschaftlich begründet. Unterzeichnet in Houston am Rande der Cera-Week, steht der Deal damit für eine neue Prioritätensetzung in der US-Energiepolitik.

Quellen

Autor: Ronny Blochwitz

Energieexperte bei Stromvergleich.de

Ronny Blochwitz ist Energieexperte mit über 15 Jahren Erfahrung in der Energiewirtschaft und unterstützt bei einem Energievergleichsportal Verbraucher bei fundierten Strom- und Gasentscheidungen.


Stand: 24. März 2026
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