Gasstreit zwischen Niedersachsen und NRW

19.9.2011 | Redaktion:

Laut einem Bericht der ‚Ruhrnachrichten‘ ist Nordrhein-Westfalen vorerst mit einem Antrag auf Änderung des Bergrechts im deutschen Bundesrat gescheitert. Hingegen setzte sich die niedersächsische CDU/FDP-Fraktion mit einem Antrag durch. NRW setzt sich für eine stärkere Regulierung des Fracking-Verfahrens ein. Auch Niedersachsens Antrag sieht eine stärkere Regulierung vor.

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Gasstreit zwischen Niedersachsen und NRW

Niedersachsen setzt sich durch



Im Wirtschaftsausschuss des Bundesrates setzte sich die niedersächsische CDU/FDP-Fraktion mit ihrem Antrag zur verstärkten Regulierung der Erdgasförderung mit Hilfe des Fracking-Verfahrens durch. Nordrhein-Westfalen hatte somit mit dem eigenen Antrag vorerst das Nachsehen. NRW hatte in dem Antrag gefordert, alle Tiefenbohrungen, bei denen das Fracking-Verfahren zum Einsatz kommt, einer generellen Umweltverträglichkeitsprüfung zu unterstellen. Niedersachsen fordert hingegen nur dann die Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen, wenn die Bohrungen eine negative Beeinflussung der Umwelt erwarten lassen.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) sieht darin jedoch eine Aufweichung der Umweltstandards. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) sieht hingegen kaum negative Folgen. In der Vergangenheit seien keine Fälle aufgetreten, bei welchen im Rahmen von insgesamt rund 250 hydraulischen Bohrlochbehandlungen Beeinträchtigungen des Trink- oder Grundwassers eingetreten seien.

Großteil herkömmlicher Gasfelder



Das Fracking-Verfahren wird angewendet, um unkonventionelles Erdgas zu fördern. Bei den bisherigen Gasbohrungen in Niedersachsen wurde jedoch größtenteils herkömmliches Erdgas gefördert, bei welches es meist ausreicht, eine unterirdische Blase zu öffnen. Anschließend strömt das Gas an die Oberfläche. Da die konventionellen Gasfelder jedoch nicht unbegrenzt Erdgas abgeben, setzen Erdgasförderunternehmen wie ExxonMobil oder auch RWE Dea auf die Förderung von unkonventionellem Erdgas. Bei den unkonventionellen Erdgaslagerstätten befindet sich das Gas nicht in Blasen, sondern zwischen Gesteinsschichten, die beispielsweise aus Schiefer bestehen können.

Um das Gas herauszuholen, wird mit Chemikalien und Sand versetztes Wasser in die Gesteinsschichten gepresst. Dieses Gemisch bewirkt das Aufbrechen des Gesteins, so dass das unkonventionelle Gas ausströmen kann. Nach Angaben des Bundesumweltamtes (UBA) berge dieses Verfahren enorme Gefahren für die Umwelt. Deshalb sei eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung bei jeder Bohrung notwendig. Dies teilte das UBA dem Bundesumweltministerium in einem Brief mit. Bode hält dieses Schreiben jedoch für unausgewogen und unreflektiert. Der Widerstand gegen das Fracking-Verfahren bei der Erdgasförderung sowie gegen die Haltung Niedersachsen wächst weiter.

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