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Nabucco auf einem guten Weg?

Günther Oettinger sagte am Donnerstag gegenüber dem Energieportal ‚energlobe.de‘, dass er eine Entscheidung bezüglich der Nabucco-Pipeline für das zweite Halbjahr dieses Jahres erwarte. Somit steht eine Entscheidung zum Bau der Erdgaspipeline an, der ein jahrelanges Ringen vorausgegangen war. Durch die Nabucco-Pipeline soll Europa unabhängiger von russischen Gaslieferungen werden. Geplant ist, rund 31 Milliarden Kubikmeter Gas über die Pipeline aus dem Kaspischen Raum nach Europa zu transportieren.

Baubeschluss immer wieder verschoben

Mehrere europäische Energiekonzerne hatten in der Vergangenheit das Nabucco-Projekt mit dem primären Ziel initiiert, Europa von den russischen Gaslieferungen unabhängiger zu machen. Turkmenistan und Aserbaidschan sind als Gaslieferanten im Gespräch. Auch der Iran könnte ein Gaslieferant für Nabucco werden. Allerdings war der Baubeschluss der Erdgasleitung immer wieder verschoben worden. Denn in der Vergangenheit fehlten immer wieder die verbindlichen Zusagen der Gaslieferanten. Derzeit gelten die Gaslieferungen aus Turkmenistan und Aserbaidschan allerdings als sicher. Oettinger betonte, dass in der Vergangenheit die Fragen der Technik, der Finanzierung und der Gasmengen geprüft wurden, nun jedoch die eindeutige Bereitschaft der Länder vorliege, langfristige Gaslieferverträge abzuschließen. Unsicher sei bislang, ob auch der Irak als langfristiger Gaslieferant in das Projekt einsteigen werde.

Konkurrenz zu South Stream?

Immer wieder ist die Rede davon, dass die Nabucco-Pipeline in direkter Konkurrenz zum South Stream Projekt stehe, welches von Russland und Italien initiiert wird. Oettinger wehrte diesen Vorwurf jedoch ab. Über die South Stream Pipeline solle Erdgas von Russland über das Schwarze Meer nach Italien und Österreich geliefert werden. Nabucco transportiere hingegen Gas aus dem kaspischen Raum nach Europa. An der Nabucco-Pipeline beteiligt sind das türkische Energieunternehmen Botas, Bulgarian Energy aus Bulgarien, MOL aus Ungarn, OMV aus Österreich sowie die deutsche RWE und Transgas aus Rumänien. Nach bisherigen Planungen sollen die ersten Gaslieferungen drei Jahre nach dem Baubeginn erfolgen. Wird noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen, soll die Pipeline 2014 in Betrieb genommen werden. Das Projekt soll insgesamt rund acht Milliarden Euro kosten und rund 3.300 Kilometer lang sein.

geschrieben am: 18.02.2011