Ostholsteinische Gasrebellen mit Etappensieg

23.1.2011 | Redaktion:

Das Amtsgericht Eutin hat zwei Klagen der ZVO Energie GmbH zurückgewiesen. Der Gasversorger hatte die Gaskunden verklagt, da diese die Gaspreiserhöhungen seit 2004 nicht gezahlt hatten. Sie hatten sich geweigert, die Mehrbeträge zu bezahlen. Die Verbraucherzentrale sieht die Abweisung der Klage als ein Indiz dafür an, dass die Gaspreiserhöhungen überzogen gewesen seien. Die ZVO Energie geht gegen den Etappensieg der Verbraucher in Berufung.

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Ostholsteinische Gasrebellen mit Etappensieg

Gaskunden forderten Begründungen



Thorsten Meinicke, Rechtsanwalt bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, gibt zu bedenken, dass der reine Verbrauchspreis für Gas seit 2004 um 90 Prozent gestiegen sei. Verschiedene Kunden der ZVO Energie hatten die Preiserhöhungen nicht akzeptiert und Begründungen für die Erhöhungen gefordert. In der Zwischenzeit bezahlten die Gaskunden lediglich den alten Preis. Nach Aussage von Meinicke gab es anschließend verschiedene Begründungen der ZVO Energie, die jedoch nicht zufriedenstellend waren. Meinicke vertrat selber eine Gaskundin der ZVO Energie, eine sogenannte Gasrebellin aus Ostholstein. Dem anderen Gaskunden, der sich gegen die Gaspreiserhöhungen gewehrt hatte, wurde mit dem Abstellen der Gaszufuhr gedroht. Allerdings ließ er sich nicht einschüchtern. Er behielt seit 2004 rund 2.000 Euro zurück, die in Form von Gaspreiserhöhungen mehr gezahlt werden sollten. Meinicke vertritt den Standpunkt, dass in Ostholstein noch einige Dutzend Klagen gegen die ZVO Energie anhängig seien.


ZVO Energie betont richtige Vorgehensweise



Nach Angaben von ZVO Energie Sprecher Detlef Lichtenstein seien allerdings lediglich neun weitere Verfahren anhängig. Seiner Meinung nach sei das bei den insgesamt rund 24.000 Gaskunden nicht viel. Zudem wolle der Versorger die Klagen nicht zurückziehen, da man der Ansicht sei, richtig vorgegangen zu sein. Ein Fall wurde in der Vergangenheit zugunsten des Versorgers entschieden und der Gaskunde musste die zurückgehaltenen Beträge nachzahlen. Des Weiteren habe der Versorger gegen die abgewiesenen Verfahren beim Landgericht Lübeck Berufung eingelegt. Allerdings glaubt er, dass es die Gaskunden, die sich jetzt gegen die Gaspreiserhöhungen zur Wehr setzen wollen, als zunehmend geringer werdend ein. Vor allem die Gaskunden, die in der Vergangenheit keine Einwände erhoben hätten, sollten sich keine zu großen Hoffnungen machen. Denn die vergangenen Entscheidungen lassen die Aussichten verhaltener werden. Außerdem handele es sich in den meisten Fällen um Beträge von höchstens 1.500 Euro. Wer sich allerdings trotzdem gegen die Gaspreiserhöhungen wehren wolle, sollte sich an einen Anwalt wenden, der mit dem Energierecht vertraut sei, so Meinicke. Auch die Verbraucherzentralen bieten ihre Hilfe an.

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