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Internationale Erdgasbohrungen in NRW

In der Mittwochausgabe der Zeitungen der WAZ-Mediengruppe wurde veröffentlicht, dass die in Nordrhein-Westfalen vorhandenen Erdgasfelder von mehreren internationalen Erdgasunternehmen ausgebeutet werden sollen. Die Erdgasfelder seien bisher unerschlossen. Aus einer Antwort des NRW-Wirtschaftsministers Harry Voigtsberger (SPD) an die Landtagsfraktion der Grünen geht hervor, dass neben dem US-Ölkonzern ExxonMobil neun weitere Unternehmen aus Kanada, Deutschland und Australien Genehmigungen für Probebohrungen in den Erdgasfeldern erhalten haben.

Unkonventionelles Gas in NRW

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei dem unter der Erdoberfläche von Nordrhein-Westfalen gefundenen Erdgas um unkonventionelles Erdgas. Es lagert in Gesteinsschichten sowie in Kohleflözen. Um das Gas fördern zu können, müssen Sprengungen in den Gesteinsschichten vorgenommen werden, weshalb die Bohrungen sehr aufwendig und kostenintensiv sind. Die Grünen gehen jedoch gegen die Förderung von unkonventionellem Gas in NRW auf die Barrikaden. Sie befürchten, dass neben radioaktiven Stoffen auch giftige Gase in das Grundwasser gelangen könnten. Im Münsterland habe sich bereits eine Bürgerinitiative zusammengefunden.

Erdgasvorkommen so groß wie das halbe Bundesland

Die Grünen haben jedoch nicht nur umweltpolitische Bedenken bezüglich der angestrebten Erdgasförderung in NRW. Sowohl die Grünen im Landtag als auch die Grünen im Bundestag fühlen sich von der schnellen Erteilung der Genehmigungen für Probebohrungen überrumpelt. Experten vermuten, dass die Erdgasvorkommen in ihrer Größe dem halben Bundesland NRW entsprechen. Allerdings sollen die Vorkommen zunächst erkundet werden. Erst dann wird über die eigentliche Ausbeutung entschieden. ExxonMobil kündigte an, in Kürze mit den ersten Bohrungen in Borken, Steinfurth und Nordwalde zu beginnen. Der Schwerpunkt der Erdgasvorkommen liege im Münsterland. Allerdings sind auch das nördliche und südliche Ruhrgebiet sowie das Sauerland von den Probebohrungen betroffen.

geschrieben am: 04.11.2010