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Gas jetzt auch aus Zuckerrüben

In Biogasanlagen werden nachwachsende Rohstoffe zum gären gebracht und das daraus gewonnene Gas als Brennstoff genutzt. So entsteht Biogas. Bislang kamen die Rohstoffe von Feldern und bestanden aus Stroh und natürlichen Resten der Natur. Die Zuckerrüben von Düngstrup werden jetzt aber zum gären geboren – eine Revolution für das Biogas.

Zuckerrüben- Waschanlage durchaus gefragt

Die Zuckerrüben-Waschanlage, die in Düngstrup im Einsatz ist, ist inzwischen schon bundesweit gefragt und im Einsatz. Dahin kommt sie durch einen neuen Weg der Energieerzeugung, den die Landwirte in Düngestrup gehen. Diese befüllen ihre Biogasanlage mit einer Leistung von 500 kW jetzt auch mit geschredderten Zuckerrüben als Gärsubstrat. Die Anlage gehört der Betreibergemeinschaft Behrens/Gramberg/Debbeler/Hespe-Meyer. Der Letztgenannte Miteigentümer, Gerd Hespe-Meyer sprach sich dazu aus, dass dieses eingespeiste Pflanzenmaterial ein hohes Energiepotenzial habe. Doch der sogenannte Erdanhang der Zuckerrübe machte es unmöglich, sie in der Biogasanlage zum Einsatz zu bringen.

Die Firma KWS Saat AG aus Eibeck stellte den Bauern deshalb nun eine Rüben-Waschanlage zur Verfügung. Am Donnerstag bewies sie zum ersten Mal in Düngstrupp ihr Können. Sie erwies sich als produktiv. Und in Zusammenhang mit den Potentialen der Rüben hat es die Maschine nun auch schon geschafft, bundesweit gefragt zu sein. Denn der Beratungsstellenleiter Fritz-Jürgen Lutterloh informierte, gemeinsam mit der Rübenvermarktung Hunte-Weser GmbH in Bassum, mehr als 400 Betreiber von Biogasanlagen über diese Potentiale. Und die waren hellauf begeistert.

Die Alternative zum Mais

Im Testlauf wurde ein Feld Zuckerrüben geerntet, welches knappe 6 Hektar misst. Heraus kamen etwa 70 Tonnen Zuckerrüben, die dann vor Ort gewaschen und entkernt wurden. Die Früchte haben dann einen Weg durch zwei Trommeln vor sich. In der ersten werden sie von großen Paddeln in einer Waschtrommel bewegt und so gesäubert, die Steine kommen in der zweiten raus. Erde und Steine fallen auf Container, die dann extra aufgestellt werden. Die sauberen Rüben landen dann im Silo und werden dann luftdicht verpackt. Da das so gutfunktioniert, freuen sich die Investoren und zeigen sich überzeugt: „Die Landwirte suchen dringend nach einer Alternative zum Mais – allein schon aus Gründen der Fruchtfolge.“

Denn das Material kann Leistungsschwankungen aus dem „Grundfutter“ der Biogasanlage gut ausgleichen. Die Leistung der Anlage wird außerdem voraussichtlich steigen, so Hespe-Meyer. Und sogar ein neues Wärmekonzept könnte, auf lange Zeit gesehen, entstehen. Das als Saatgut-Spezialist bekannte Einbeker Unternehmen KWS setzt der Rübe noch die Krone auf: „Die Zuckerrübe liefert die Energie sozusagen auf dem Silbertablett“, so Lutterloh.

geschrieben am: 23.10.2010