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Asse-Ausschuss vernimmt Zeugen

Nachricht vom 12.8.2009
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Der Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags in Hannover zum einsturzgefährdeten Atommüll-Endlager Asse bei Wolfenbüttel hat jetzt erste Zeugen vernommen, wonach die Asse als sichere Möglichkeit für die Lagerung von radioaktivem Müll eingestuft worden war. Strahlenschutz-Mediziner Karl Niklas (82) ist nicht über Unfälle oder eine überhöhte Strahlenbelastung informiert.

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Asse-Zeugen im Kreuzverhör

Niklas war vor 40 Jahren als leitender Mitarbeiter in der Gesellschaft für Strahlenforschung tätig gewesen, die früher die Asse betrieben hatte. Wie das Bundesministerium betont, hätte der ehemalige Salzstock nie als Endlager genutzt werden dürfen, da sie marode sei und täglich mit 12 Kubikmetern Wassereinbruch zu kämpfen habe. Dennoch waren zwischen 1967 und 1978 rund     126 000 Fässer radioaktiver Abfall hier abgeladen worden. Offiziell galt das Bergwerk lange als reines Forschungslager, tatsächlich war sie aber von Anfang als Atommülllager geplant gewesen.
 
Die bisherigen Zeugenbefragungen haben laut Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel keine nennenswerten Ergebnisse gebracht, und es sei auch noch nicht klar, welche genauen Aufgaben Karl Niklas damals übernommen hatte und wo seine Verantwortlichkeiten lagen. Der FDP-Abgeordnete Stefan Dürr erklärte, dass man noch viele Zeugen hören müsse um die Geschehnisse in der Asse während der letzten Jahrzehnte komplett zurückverfolgen zu können.







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