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Keine festen Kriterien Ökostrom

| Redaktion:
Ökostromprodukte unterliegen keinen verbindlichen Kriterien, was viele Verbraucher verunsichert. Bei den zahlreichen Gütesiegeln und Zertifikaten verliert man schnell den Überblick, aber ein Wechsel zum Ökostromanbieter lohnt sich, weil die Tarife zum Teil sehr günstig sind und teilweise sogar billiger ausfallen als die Tarife des lokalen Grundversorgers.
Hintergrund der verschiedenen Gütesiegel

Eine Familie mit 4000 kWh Energie pro Jahr, spart mit einem Ökostromtarif im Schnitt 95-163 Euro pro Jahr im Vergleich zum preiswertesten Angebot des Grundversorgers. Beim grünen Strom ist ein Blick auf das Kleingedruckte im Liefervertrag empfehlenswert, denn die Energie ist nicht bei jedem Anbieter gleich. Ökostromzertifikate garantieren, dass der Strom aus einer regenerativen Quelle, z.B. einer Windkraftanlage, kommt. Er darf aber gehandelt werden, und einige Versorger werten ihren eigenen fossilen Strom-Mix mit zusätzlich gekauftem Naturstrom auf. Anbieter mit Ökostromzertifikat bieten also nicht zwangsläufig reinen Ökostrom.
 
Gütesiegel kennzeichnen die Herkunft der Energie und legen fest, dass ein Teil der Einnahmen des Anbieters in den Bau regenerativer Anlagen und Projekte investiert werden muss. Die Anlagen dürfen zudem eine bestimmte Laufzeit nicht überschreiten. Energieexperte Peter Reese vom Verbraucherportal Verivox forderte jetzt einheitliche Richtlinien für Ökostrom, weil die verschiedenen Siegel und Zertifikate unübersichtlich sind. Es liegt nun beim Gesetzgeber, verbindliche Normen zu schaffen.


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