Startseite Stromnachrichten Gorleben: Prüfung von Merkels Rolle bei Erkundung 

Gorleben: Prüfung von Merkels Rolle bei Erkundung

Nachricht vom 10.1.2011
Anzeige

Wie die „Frankfurter Rundschau“ am Samstag berichtete, werfen die Grünen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, während ihrer Zeit als Umweltministerin der Kohl-Regierung, das atomare Entsorgungskonzept des Salzstocks Gorleben geändert zu haben. Dadurch wurden unnötige Gefahren in Kauf genommen. Aus diesem Grund wollen die Grünen Merkels damalige Rolle bei der Erkundung des Salzstocks genauer untersuchen. Merkel müsste dazu möglicherweise auch vor den Gorleben-Ausschuss des Bundestages treten.



Gorleben: Prüfung von Merkels Rolle bei Erkundung

Gorleben: Prüfung von Merkels Rolle bei Erkundung

In einem Zwischenbericht der Grünen zum Gorleben-Untersuchungsausschuss, welcher der Zeitung vorliegt, heißt es, dass sich sowohl Bundesregierung als auch Stromkonzerne von der „kostenoptimierten Erkundung“ des Endlagerstandorts Einsparungen in Höhe von 300 Millionen D-Mark versprochen hätten. Dabei beziehen sie sich auf die Auswertung von Akten, die dem Ausschuss vorliegen. Die Vorwürfe wurden von der Union als „unverständlich und nicht nachvollziehbar“ zurückgewiesen.


Aufklärung von Manipulationen



Im Frühjahr begann der unter Druck von SPD, Grünen und Linken eingerichtete Gorleben-Untersuchungsausschuss mit seiner Arbeit. Ziel ist die Aufklärung möglicher Manipulationen bei der Standort-Auswahl. Weiterhin geht es um die Änderungen des Erkundungskonzepts in den Jahren 1996 und 1997, wegen fehlender Salzrechte. Da sich mehrere Grundstücksbesitzer geweigert hatten dem Bund ihre Nutzungsrechte abzutreten, wurden kurzerhand nur noch einzelne Teile des Salzstocks erkundet. Dies bedingte laut Grünen eine Verschiebung der unterirdischen Stollen und möglicherweise ein Anbohren kritischer Gesteinsschichten.


Grindel: „unproblematisch“



Da die Menge des einzulagernden Atommülls deutlich geringer sei als in den 70er Jahren angenommen, sei die Verkleinerung des Erkundungsgebiets „völlig unproblematisch“, erklärte Reinhard Grindel (CDU), Obermann der Union im Untersuchungsausschuss gegenüber der „Braunschweiger Zeitung“. Die Bereiche in denen Atomabfälle gelagert werden sollen, würden aber selbstverständlich intensiv erkundet. Einer möglichen Vernehmung der Bundeskanzlerin sehe er gelassen entgegen, sagte Grindel. Die Auftritte der ehemaligen Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) und Sigmar Gabriel (SPD) als Zeugen könnten hingegen „peinlich“ werden.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

copyrighthinweis



Einen Kommentar schreiben:

Mich bei neuen Kommentaren benachrichtigen.

( Achtung: Benötigte Felder sind mit * gekennzeichnet. Sie sind selbst verantwortlich für den von ihnen abgegebenen Kommentar. Aus Sicherheitsgründen wird ihre IP gespeichert )




Diese Stromnachrichten könnten dich auch interessieren:

Atomendlager: Untersuchung von Krebsfällen ( vom 20.12.2010 )
Atomkraft: Brunsbüttel vor dem Aus? ( vom 20.12.2010 )
Vattenfall: Anteile an Stadtwerken verkauft ( vom 21.12.2010 )
Warnung vor steigender Ökostromumlage ( vom 21.12.2010 )
Touristen dürfen Tschernobyl besuchen ( vom 22.12.2010 )
Stromnetz: Kooperation von Telekom und E.ON? ( vom 23.12.2010 )
Keine Änderung am Glühbirnenverbot ( vom 24.12.2010 )
AKW: Generalüberholung von Neckarwestheim I fertig ( vom 27.12.2010 )
Strombörse EEX: Mehrheit bald bei Deutscher Börse? ( vom 27.12.2010 )
Strompreiserhöhungen halten weiter Einzug ( vom 28.12.2010 )
Beck zuversichtlich bei Laufzeitverlängerungsklage ( vom 28.12.2010 )
Geplante Gebäudesanierung: Verband warnt Mieter ( vom 28.12.2010 )
Zum Jahresende Stromzähler ablesen nicht vergessen ( vom 29.12.2010 )
Kartellamt prüft Strompreis Manipulierungen ( vom 29.12.2010 )
Grüne: Drewag führt Kunden hinters Licht ( vom 5.1.2011 )
Atommüll: Lubmin als Vorbild ( vom 6.1.2011 )
Energiebörse EEX bleibt in Leipzig ( vom 7.1.2011 )
Erneute Subventionskürzung für Solarstrom möglich ( vom 7.1.2011 )
Unterwasserkabel für Mallorca ( vom 9.1.2011 )
EnBW-Aktien: Übernahme durch Baden-Württemberg? ( vom 10.1.2011 )