Anstieg bei Kohlenpreisen?

6.1.2011 | Redaktion: Gerhard Solter
Aufgrund der Flutkatastrophe in Australien rechnet Deutschlands größter Energiekonzern E.ON mit steigenden Kohlepreisen. Wie ein E.ON-Sprecher am Mittwoch erklärte, würden sich die Hauptabnehmer australischer Kesselkohle, Japan, Südkorea und Taiwan, bereits nach Alternativen zur Deckung ihrer Nachfrage umsehen. In Frage kämen dafür Exportländer wie Russland, Südafrika, USA oder Kolumbien. Diese sind allerdings auch für Europa wichtige Lieferanten.
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Anstieg bei Kohlenpreisen?

Anstieg bei Kohlenpreisen?

Ausfälle in Kohleminen



So lange man nicht wisse wie lange die australischen Kohleminen unter den Folgen der Naturkatastrophe litten, wäre es unmöglich die konkreten Folgen abzuschätzen. Die riesigen Kohleabbaugebiete liegen in dem von gigantischen Überschwemmungen betroffenen Bundesstaat Queensland. Daher kommt es dort derzeit zu massiven Produktionsausfällen.


E.ON nicht direkt betroffen



Hauptsächlich werde sich die Flut jedoch auf die Stahlindustrie auswirken und weniger auf die Energiebranche. Queensland exportiert vornehmlich Kokskohle, die für die Herstellung von Stahl benötigt wird. Dagegen liegt der Anteil an Kesselkohle für die Stromerzeugung nur bei 30 Prozent, so Informationen des Energiekonzerns E.ON. Die direkten Auswirkungen seien verschwindend gering, hieß es aus Konzernkreisen. Das liegt vor allem daran, dass der Anteil australischer Kohle für die E.ON-Kraftwerke zuletzt unter einem Prozent lag, der aus Queensland sogar noch darunter. Was sich wiederum durch die hohen Frachtkosten für den langen Seeweg begründet.
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