Startseite Stromnachrichten Frankreich: Stromausfälle wegen Kälteeinbruch 

Frankreich: Stromausfälle wegen Kälteeinbruch

Nachricht vom 6.12.2010
Anzeige

Paris – Frankreichs Start in den Winter fällt ungewöhnlich kalt und schneereich aus – laut Meteorologen ist es durchschnittlich 7 Grad Celsius zu kalt. Zudem finden sich in der Bretagne bis zu 60 Zentimeter Schnee. Da sind festsitzende Lastwagen und querstehende Autos keine Seltenheit. Da alle Franzosen daheim sämtliche Wärmequellen auf Hochtouren laufen lassen – in zwei Drittel der Fälle sind das elektrische Heizöfen – gerät der Atomstaat mit seinen 58 Krenkraftwerken an den Rande seiner Stromkapazitäten. Bis zu 90.000 Megawatt wurden zu Spitzenzeiten gemessen, das liegt nur knapp unter dem Rekord aus diesem Februar mit 93.100 Megawatt.



Frankreich: Stromausfälle wegen Kälteeinbruch

Frankreich: Stromausfälle wegen Kälteeinbruch

Blackout sei unbegründet


Bei einem demonstrativen Besuch der Strom-Koordinationsstelle CNESS im Pariser Stadtteil Saint-Denis, nannte Eric Besson, Energieminister, Befürchtungen über einen Blackout unbegründet. Aktuell wären zwar sieben Atomkraftwerke auf Grund von Wartungsarbeiten vom Netz genommen, aber mit einem Blackout sei trotzdem nicht zu rechnen. In der Bretagne standen allerdings auch am Freitagnachmittag noch gut 3.000 Haushalte ohne Strom da. Bis Januar/Februar plant Frankreich aber wieder alle Atommeiler ans Netz zu bringen, um für die nächste Kältewelle gewappnet zu sein.

Nichts ging mehr


Vor allem die Bretagne und die Normandie, aber auch Randgebiete des Großraums um Paris waren von dem heftigen Wintereinbruch betroffen. Die Kinder freuten sich, da etliche Schulbusse nicht fahren konnten. Die Pendler, die morgens bei klirrender Kälte festsaßen, waren dagegen wenig erfreut. Hunderte Lastwagenfahrer, die bei Cherbourg feststeckten, vertrieben sich unterdessen die Zeit mit Schneeballschlachten.

Es wurden meteorologische Archive durchwühlt, um die immer neuen örtlichen Kälterekorde zu bestätigen. Mit Hinblick auf die immer kälter werdenden Winter fragte eine Zeitung – ironisch - nach der Klimaerwärmung. Den klirrenden Temperaturen konnten noch nicht einmal die hochmodernen Eurostar-Hochgeschwindigkeitszüge trotzen. So kündigten die Betreiber bereits am Freitag weitere Verspätungen und Ausfälle zwischen dem europäischen Kontinent und der britischen Hauptstadt London an – und das bis einschließlich Sonntag.








Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

copyrighthinweis



Einen Kommentar schreiben:

Mich bei neuen Kommentaren benachrichtigen.

( Achtung: Benötigte Felder sind mit * gekennzeichnet. Sie sind selbst verantwortlich für den von ihnen abgegebenen Kommentar. Aus Sicherheitsgründen wird ihre IP gespeichert )




Diese Stromnachrichten könnten dich auch interessieren:

Bund soll sich an Kosten für Castor-Transport beteiligen ( vom 22.11.2010 )
SWR: Nächster Atommüll-Transport im Dezember ( vom 22.11.2010 )
RWE will Speicher für regenerative Energien bauen ( vom 23.11.2010 )
Heiztrend: Wärmepumpe ( vom 25.11.2010 )
Windmarkt: Preiskampf wird wachsen ( vom 25.11.2010 )
Kabel zwischen Deutschland und Norwegen genehmigt ( vom 26.11.2010 )
Beschleunigungsgesetz für Netzausbau gefordert ( vom 26.11.2010 )
Abkehr vom Atomausstieg beschlossen ( vom 27.11.2010 )
SPD-regierte Länder streben Verfassungsklage an ( vom 27.11.2010 )
Keine Chance mehr für Gorleben Dialog ( vom 28.11.2010 )
Frankreich: Stromausfall trotz AKW-Nachbarschaft ( vom 30.11.2010 )
Untersuchungen in Asse zu Krebshäufungen begonnen ( vom 30.11.2010 )
Transport nach Majak vorerst auf Eis gelegt ( vom 2.12.2010 )
Zuverlässige Stromnetze in Deutschland ( vom 2.12.2010 )
Variable Stromtarife lassen auf sich warten ( vom 2.12.2010 )
Sparlampen: Quecksilber nachweislich gefährlich ( vom 3.12.2010 )
Preis für unlauterste Lobbyarbeit geht an RWE ( vom 3.12.2010 )
Oettinger will Strommarkt-Manipulation unterbinden ( vom 4.12.2010 )
Keine Baufirma für litauisches AKW ( vom 5.12.2010 )
Regierung: Krebsfälle um Asse sind Zufall ( vom 6.12.2010 )