Startseite Stromnachrichten Energiekonzept wird beschlussfähig 

Energiekonzept wird beschlussfähig

Nachricht vom 28.9.2010
Anzeige

Berlin – Nachdem die Regierungskoalition die letzten Details ihres Energiekonzepts geklärt hat, wurde nun das Gesamtpaket abgesegnet. So sollen Hausbesitzer mehr finanzielle Unterstützung beim Klimaschutz erhalten. Angaben aus Regierungskreisen zufolge, will die schwarz-gelbe Koalition zur Gebäudesanierung im Jahr 2011 rund 500 Millionen Euro mehr zur Verfügung stellen. Die Gesamtsumme beträgt dann 950 Millionen Euro.



Energiekonzept wird beschlussfähig

Energiekonzept wird beschlussfähig

Am Dienstag soll das Energiekonzept ganz offiziell mit einem Kabinettsbeschluss auf den Weg gebracht werden. Darin enthalten sind der Ausbau der erneuerbaren Energien und Energieersparnis und die Verlängerung der Atomlaufzeiten um 8 bis 14 Jahre. Nach Merkels Angaben habe es zuletzt noch viele Beratungen gegeben, unter anderem über Gebäudesanierung und Forschung. „Wichtig ist dass die Grundaussagen des Energiekonzepts erhalten bleiben“, sagte die Bundeskanzlerin.

Zum Glück: die Kehrtwende beim Sparen



Die Nachrichtenagentur dapd hatte zuvor aus Regierungskreisen erfahren, dass die Koalition sich in Sachen Gebäudesanierung anders entschieden hatte: so sollen im kommenden Jahr doch nicht nur 450 Millionen Euro bereitgestellt werden. Die Regierungskoalition stockt den Betrag um weitere 500 Millionen Euro. Hausbesitzer und Mieter hatten Sorge geäußert, dass die Kosten für die ehrgeizigen Klimaschutzvorgaben für Gebäude für die kommenden Jahrzehnte zu teuer werden. Nun steigen die Chancen für Hausbesitzer auf eine Förderung durch die KfW-Bank wieder. Trotzdem steht für 2011 damit weniger Geld zur Verfügung als 2009 (2,2 Milliarden Euro) und im laufenden Jahr (1,35 Milliarden Euro).

Zufriedener Koalitionsausschuss



Merkel war nach der Koalitionsrunde sichtlich zufrieden mit den Energiebeschlüssen. Bereits in ihrer vorhergehenden Videoansprache hatte sie um Unterstützung geworben. „Wir werden ein Konzept auflegen, das deutlich macht: Das Zeitalter der erneuerbaren Energien ist erreichbar und zwar schneller, als viele Menschen gedacht haben“, erklärte sie. Die Atomkraft bezeichnete Frau Merkel dabei erneut als Brückentechnologie. Weiter sagte sie: „Das wichtigste ist, dass wir mehr in erneuerbare Energien investieren als dies jemals eine Bundesregierung getan hat.“ Ähnlich äußerte sich auch Guido Westerwelle (FDP) dazu. CSU-Chef Horst Seehofer sagte, die Energiebeschlüsse seien nach ihrer Fortführung nun glaubwürdig dokumentiert, auch in der finanziellen Ausstattung.

Mit Widerstand muss gerechnet werden



Nach Meldungen des „Spiegel“ droht der Regierung bei ihrem Konzept der vorgesehenen unterirdischen Kohlendioxidspeicherung jedoch Widerstand. Über den Bundesrat wollen Niedersachsen und Schleswig-Holstein die Pläne, die im CCS-Gesetz festgeschrieben werden sollen, abwehren. Auf weiteren Protest stoßen Pläne zum Abriss schlecht gedämmter Häuser. Präsident Franz-Georg Rips sagte dem „Tagesspiegel“ in der Montagsausgabe: „Das ist Verschwendung von Steuerzahlergeld.“







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

copyrighthinweis



Einen Kommentar schreiben:

Mich bei neuen Kommentaren benachrichtigen.

( Achtung: Benötigte Felder sind mit * gekennzeichnet. Sie sind selbst verantwortlich für den von ihnen abgegebenen Kommentar. Aus Sicherheitsgründen wird ihre IP gespeichert )




Diese Stromnachrichten könnten dich auch interessieren:

Solarenergie: Deutschland als Vorreiter ( vom 7.9.2010 )
Stadtwerke leiden unter Laufzeitverlängerung ( vom 7.9.2010 )
Sanierungsvorschriften sorgen für Kritik ( vom 7.9.2010 )
Windenergie soll günstiger werden ( vom 8.9.2010 )
Endlager Asse: Stilllegung wird vorbereitet ( vom 9.9.2010 )
Dena sucht das schönste Effizienzhaus ( vom 9.9.2010 )
Hausinstallationen vor Blitzschäden schützen ( vom 10.9.2010 )
Röttgen befürwortet Laufzeitverlängerung ( vom 13.9.2010 )
Atomenegie: Alles ganz offen und öffentlich? ( vom 14.9.2010 )
Dreiviertel sind gegen Laufzeitverlängerung ( vom 15.9.2010 )
Endlager: Gorleben doch nicht geeignet? ( vom 16.9.2010 )
Energiepreise im Osten höher ( vom 20.9.2010 )
In Wien Strom tanken - unterirdisch ( vom 21.9.2010 )
Das Blockheizkraftwerk fürs eigene Heim ( vom 21.9.2010 )
Gorleben: Rahmenbetriebsplan verlängert ( vom 22.9.2010 )
Energiekonzern Vattenfall auf Sparkurs ( vom 22.9.2010 )
Sanierungs-Zwang aus Energiekonzept gestrichen ( vom 23.9.2010 )
Schweizer Wasserwibelkraftwerk erzeugt Strom ( vom 27.9.2010 )
Energiezukunft durch Strom aus der Wüste ( vom 27.9.2010 )
Windkraftanlagen: Bremsen die Rotorblätter den Wind? ( vom 28.9.2010 )