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kostenlose Stromwechsel HotlineMehr Kapital für Enel
Nachricht vom 20.3.2009Der italienische Energiekonzern Enel ist hoch verschuldet und braucht Geld. Deshalb will er jetzt mittels Kapitalerhöhung und Verkauf einiger Beteiligungen seine Schulden ausgleichen. Die Kapitalerhöhung soll 2009 ca. 8 Milliarden Euro bringen, wobei die italienische Regierung den größten Versorger des Landes unterstützt.
Das Wirtschafts-und Finanzministerium wird sich voraussichtlich an den neuen Bezugsrechten beteiligen. Derzeit besitzt der italienische Staat zu 21,4 Prozent Enel-Anteile. Darüber hinaus ist Libyen an dem Energiekonzern interessiert, wie der Botschafter der „Financial Times“ kürzlich verlauten ließ. Die Schulden des Enel-Unternehmens waren nach starken Wachstumskursen explodiert und beliefen sich Ende 2008 auf knapp 50 Millionen Euro. Mit dem neuen Kapital soll die geplante Übernahme weiterer 25 Prozent des spanischen Energielieferanten Endesa finanziert werden. Enel wird das Unternehmen zusammen mit dem Mischkonzern Acciona aufkaufen und hat dann die vollständige Kontrolle über Endesa.
Der Kaufpreis beträgt 11,1 Milliarden Euro. Ursprünglich hatte sich auch der deutsche Konzern E.ON für den spanischen Anbieter interessiert, konnte sich aber nicht gegen Enel und Acciona durchsetzen. Die beiden Energieversorger erwarben für insgesamt 42,5 Milliarden Euro die Mehrheit an Endesa. Dieser Gesamtkaufpreis gilt jedoch angesichts der Wirtschaftskrise als überteuert. Deshalb will sich Enel bis 2010 von einigen Beteiligungen an Randgeschäften verabschieden und 10 Milliarden Euro Zusatzkapital einstreichen.
Vorstandschef Fulvio Conti betonte zudem, dass das Hochspannungsnetz bis April 2009 für 1,15 Milliarden Euro an den Wettbewerber Terna verkauft werden soll. Das Gasnetz der Enel sowie die Erneuerbare-Energien-Tochtergesellschaft stehen ebenfalls zum Verkauf, entsprechende Angebote werden Conti zufolge derzeit geprüft.
Diese Verkäufe sollen rund 6 Milliarden Euro bringen, weitere 4 Milliarden Euro könnten aus Beteiligungen entnommen werden, die das Unternehmen bislang noch nicht kommentiert hat.
Bis 2013 will Enel maximal 32,6 Milliarden Euro in verschiedene Projekte investieren, das sind aufgrund der Wirtschaftskrise 12 Milliarden Euro weniger als ursprünglich vorgesehen. Im letzten Jahr hatte der Konzern bereits Endesa-Anteile im Wert von 12 Milliarden Euro an E.ON verkauft um 6 Milliarden Euro seiner Schulden abzahlen zu können. Unabhängig davon hat Enel 2008 ein Umsatzplus von 35,2 Prozent verzeichnen können und 5,3 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Diverse Zukäufe brachten noch einmal 40 Prozent Gewinn, sodass der Bruttoumsatz bei 61,2 Milliarden Euro lag.
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Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter
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