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Schweizer Wasserwibelkraftwerk erzeugt Strom

Nachricht vom 27.9.2010
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Im schweizerischen Aargau produziert das erste Wasserwirbelkraftwerk der Schweiz überhaupt Strom. In Schöftland fand am Samstag die offizielle Einweihung des Flusskraftwerkes statt. Das Wasserwirbelkraftwerk gilt als Pilotprojekt und wurde für rund 340.000 Franken errichtet. Mit der erzeugten Strommenge können 25 Haushalte mit elektrischer Energie versorgt werden. Bereits seit November produziert die Anlage Strom, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Betreiber ist die eigens gegründete Genossenschaft Wasserwirbelkraftwerke Schweiz.



Schweizer Wasserwibelkraftwerk erzeugt Strom

Schweizer Wasserwibelkraftwerk erzeugt Strom

Österreichische Innovation in der Schweiz



Erfunden wurde das Wasserwirbelkraftwerk durch den österreichischen Ingenieur Franz Zotlöterer. Dessen Technik hat nun die Genossenschaft der Wasserwirbelkraftwerke in der Schweiz übernommen und sieht in diesen Kleinanlagen eine blühende Zukunft. Die Pilotanlage im Aargau produziert derzeit, je nachdem wie stark die Strömung des Flusses Suhre ist, zwischen 10 und 15 Kilowattstunden elektrische Energie. Hochgerechnet auf ein Jahr könnten somit 80.000 bis 130.000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Insgesamt plant die Genossenschaft den Bau von gut 30 weiteren Kleinkraftwerken. Bedenken bezüglich der Umwelt seien nicht angebracht. Denn zum einen benötigt ein derartiges Flusskraftwerk einen Fluss mit einer geringen Steigung und einer Wassermenge von rund 1.000 Litern pro Sekunde.



Spezielle Bauart erforderlich



Wie die Bezeichnung des Flusskraftwerks bereits nahelegt, ist die Anlage auf ein fließendes Gewässer, das heißt einen Fluss, angewiesen. Durch einen runden Kanal wird das strömende Flusswasser in ein Becken geleitet, welches einen Durchmesser von sechseinhalb Metern aufweist. Vor diesem Becken aus erfolgt ein unterirdischer Wasserabfluss mit einer Fallhöhe von rund eineinhalb Metern. Fließt das Wasser nun durch eine Abflussöffnung unterirdisch ab, entsteht ein Wasserwirbel, der als Gravitationswirbel bezeichnet wird. In der Mitte des Beckens befindet sich nun ein Rotor, der über Schaufeln verfügt, die sich durch den Wasserwirbel in Bewegung setzen und bis zu 20 mal in der Minute drehen. Durch diese Bewegung wird dann der elektrische Strom erzeugt.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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