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Neue Kernkraftwerke für Schweden

Nachricht vom 12.2.2009
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Die schwedische Regierung hat den Bau neuer Atomkraftwerke beschlossen, wie Medien in Stockholm kürzlich berichtet haben. Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt und seine Mitterechts-Koalition haben sich darauf geeinigt, dass die neuen Reaktoren errichtet werden dürfen. Das seit fast 30 Jahren bestehende Verbot zum Bau neuer Kernkraftanlagen wurde damit aufgehoben.



 

Knapp 50% des Strombedarfs wird in Schweden über Kernenergie aus den zehn Atomreaktoren des Landes abgedeckt. Diese befinden sich in den drei großen Kraftwerken Oskarshamn, Ringhals und Forsmark und sollen künftig Unterstützung erhalten. Die Koalition besitzt jetzt sieben Stimmen Mehrheit im schwedischen Reichstag. Die Stimmen waren erst jetzt hinzugekommen, da sich die kleine Zentrumspartei zunächst gegen Atomstrom ausgesprochen hatte. Im Jahr 1979 hatte sich die Bevölkerung Schwedens per Volksabstimmung gegen die weitere Nutzung von Kernenergie entschieden.
 

Grund war die drohende Kernschmelze im amerikanischen Atomkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg im Bundesstaat Pennsylvania. Im Anschluss daran wurden aber nur zwei Reaktoren der Anlage Barsebäck bei Malmö vom Netz genommen. Reinfeldts Regierung will künftig bei der Energieversorgung Angaben zufolge sowohl auf zusätzliche Kernkraft aus den neuerbauten Reaktoren als auch auf regenerative Quellen wie z.B. Windkraft setzen, hieß es in Stockholm.

 







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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