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Was ist Ausgleichsenergie?

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Bei der Einspeisung von Elektrizität ins Stromnetz und der späteren tatsächlichen Energieentnahme durch den Kunden treten Differenzen auf, die kurzfristig ausgeglichen werden müssen. Die hierfür benötigte Energie wird als Ausgleichsenergie oder auch Regelenergie bezeichnet. Für die Regulierung der Differenzen ist der Netzbetreiber, also die sechs deutschen Verbundunternehmen zuständig.

Die Ausgleichsenergie vermittelt


Jedes dieser Unternehmen versorgt eine Regelzone und beschafft die notwendige Ausgleichsenergie durch vorübergehendes Zu- oder Abschalten von Kraftwerken in seiner Zone. Dabei kommen u.a. gedrosselte Dampf-, Speicherwasser oder Pumpspeicherwasserkraftwerke zum Einsatz. Mithilfe der Regelenergie werden also Lastschwankungen und Kraftwerksausfälle ausgeglichen.

Ohne diese Energie gibt es keine kontinuierliche Stromversorgung


Wenn keine Ausgleichsenergie bereitstünde, die bei Bedarf zugeführt werden kann, hätten wir ständig mit Stromausfällen zu kämpfen sobald ein Kraftwerk ausfällt oder kurzfristig mehr Energie als sonst benötigt wird. Im Normalfall liegt der Anteil von Ausgleichsenergie bei der installierten elektrischen Leistung bei fünf Prozent, und der deutsche Netzverbund kann je nach Bedarf sofort darüber verfügen. Kurze Schwankungen von mehreren Sekunden oder Minuten können so direkt, und ohne dass Verbundnetz oder andere Kraftwerke davon beeinträchtigt sind, abgefangen werden. Versorgungsausfälle bis zu einigen Stunden können hingegen nicht mehr unterhalb des Übertragungsnetzes ausgeglichen werden. Hier muss dann über die Regelenergie eine Minuten- oder Stundenreserve einspringen.

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