Flüssiggastank wird eventuell zum Biogasspeicher

10.4.2012 | Redaktion: Nadine Rom
Der Energiekonzern RWE hat den umstrittenen Gasspeicher in Delrath an die IPPE-Dormagen LNG Development GmbH verkauft. Diese prüft derzeit mehrere Konzepte über die weitere Nutzung des weißen Fasses, welches seit Jahren das Ortsbild von Delrath prägt. Bis Anfang 2011 wurden hier 14 Millionen Kubikmeter Flüssiggas auf minus 165 Grad heruntergekühlt und gelagert, wie Medien berichten. Die Anwohner machten sich jedoch über die gesamte Zeit lang Sorgen.
Flüssiggastank wird eventuell zum Biogasspeicher

Flüssiggastank wird eventuell zum Biogasspeicher

Weitere Nutzung bisher unklar


Der große weiße Tank gilt seit Jahren in der Bevölkerung umstritten. „Die RWE Gasspeicher GmbH hat die Flüssiggasanlage zum 1. März an die IPPE-Dormagen LNG Development GmbH verkauft“, wie RWE-Sprecherin Edith Feuerborn erklärte.

Nun arbeitet die Berliner Zweigstelle der „International Process Plants“ mit Hauptsitz in New Jersey an der weiteren Nutzung. „Wir haben die Anlage übernommen und prüfen verschiedenen Optionen“, so IPPE-Geschäftsführerin Regina Zarmer. Angeblich ist die Nutzung mit Biogas möglich.

Der weiße Tank könnte mit Biogas gefüllt werden, aber auch der Weiterverkauf ist möglich. Zarmer sieht jedenfalls ein bis zwei Jahre für diese Prozedere verstreichen. Eine neue Nutzung würde ein neues Genehmigungsverfahren mitsamt Bürgerbeteiligung nach sich ziehen, wie auch die Bezirksregierung Düsseldorf bestätigte. Andernfalls läuft die Betriebsgenehmigung in fünf Jahren aus udnder Tank am Zinkhüttenweg wird abgerissen.

Der weiße große Dorn im Auge


Auf den Flüssiggasspeicher in Delrath fallen schon seit Jahren kritische Blicke. Sorgen bereitet besonders die räumliche Nähe zur Glasschaubfabrik Misapor mit ihren 950 Grad heißen Bandlauföfen. Als der Tank im Januar des vergangenen Jahres entleert wurde, war die Erleichterung der Anwohner groß.

Nikolaus Wiesenberger ebobachtet seither die Entwicklung rund um den Gastank und meint: „Bei einer Nutzung mit Biogas müsste die unmittelbare Nachbarschaft zu Misapor geprüft werden.“

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