Was ist Tiefbohrtechnik?
Befindet sich das erkundete Erdölvorkommen nicht nahe der Erdoberfläche, kann es nicht durch Tagebau gewonnen werden. Um das tiefer als 500 Meter gelegene Rohöl zu fördern, ist die so genannte Tiefbohrtechnik unumgänglich. Bei der heutzutage üblichen Tiefbohrtechnik wird das kostbare Rohöl mit Hilfe von Sonden an die Erdoberfläche befördert. Zu Beginn des Verfahrens wird eine Bohrung durchgeführt. Dazu werden Hohlbohrer verwendet, durch die das entstehende Gestein zutage befördert wird. Durch aneinander gereihte Stahlrohre wird der Bohrstrang zusammengesetzt, an dessen unterem Ende sich der Bohrmeißel befindet. Ist das Gestein als besonders hart eingestuft, wird die Spitze des Bohrmeißels auch mit Diamanten oder Hartmetall besetzt. Die Bohrflüssigkeit, die durch das Bohrrohr gespült wird, und das an der Spitze austritt, erleichtert den Abtransport des Gerölls, dem so genannten Bohrklein, und verringert die entstehende Reibungswärme.
Die Tiefbohrtechnik als Mittel zur Erdölgewinnung
Eine der bekanntesten Personen auf dem Gebiet der Tiefbohrtechnik war der 1943 verstorbene deutsche Bohringenieur Anton Raky, der mit der Entwicklung des Schnellschlag-Bohrkrans Nr. 7 die Tiefbohrtechnik merklich förderte.