Was ist Pyrolysebenzin?
Unter Pyrolysebenzin versteht man ein Nebenprodukt, was bei der Erzeugung von Ethylen entsteht. Es ist ein so genannter Benzin-Schnitt. Es enthält viele Olefine und konjugierte Diolefine, ist gelb und hat einen unangenehmen Geruch. Wenn dem Pyrolysebenzin die enthaltenen Aromate entzogen wurden, wird es bei der Herstellung von Ottokraftstoffen mit verwendet.
Zur Verarbeitung sind mehrere Schritte notwendig. Bei der selektiven Hydrierung der Diolefine werden erst die Diolefine mit Hilfe von Wasserstoff zu Olefinen hydriert. Anschließend erfolgt eine Entschwefelung und eine Hydrierung der Olefine, sowie danach eine Destillative Trennung und eine Reindarstellung von Benzol und Toluol durch Extraktion oder extraktive Destillation.
Pyrolysebenzin entsteht bei Ethylen-Erzeugung
Pyrolysebenzin entsteht zum Beispiel beim Steamcracken (Dampfspalten) von Mineralöl.
Da Pyrolysebenzin einen sehr hohen Gehalt an Benzol hat ist es ein das bevorzugte Produkt zur Benzolgewinnung. Die stark enthaltenen Aromaten machen etwa 65 % der Zusammensetzung aus. Dabei sind ca. 15 % Toluol, 30 % Benzol und 20 % C8-Aromaten.