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Was ist Naphtha?

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Leichte Erdöle werden manchmal Naphtha genannt, eigentlich handelt es sich bei Naphtha aber um Rohbenzin, das bei der Destillation von Erdöl bei den niedrigsten Temperaturen als erste Fraktion entsteht. Naphtha ist in chemischer Hinsicht kein einheitlicher Stoff, sondern eine Zusammensetzung aus Leicht- und Schwerbenzin.

Abgesehen vom Einsatz bei der Benzinproduktion wird Naphtha vor allem als Rohstoff für die Petrochemie verwendet. Die Hersteller chemischer Produkte aus den Erdölfraktionen oder aus Erdgas finden sich auf Grund des Naphtha-Bedarfs meist in unmittelbarer Nähe von Raffinerien.

Naphtha: ein raffinierter Rohstoff

Die langkettigen Kohlenwasserstoffe werden in diesen Betrieben mittels Dampfspaltung in kurzkettige Kohlenwasserstoffe wie Ethylen oder Propylen umgewandelt, die zur Herstellung von Kunststoffen verwendet werden.

Die Entwicklung des Verfahrens zur Umwandlung des aus Naphtha gewonnenen Ethylens zu Polyethylen brachte dem deutschen Chemiker Karl Ziegler gemeinsam mit dem italienischen Chemieingenieur Giulio Natta im Jahr 1963 den Nobelpreis für Chemie.

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