Was ist Ölembargo?
Als Ölembargo wird ein politisches Druckmittel der Ölförderstaaten bezeichnet. Durch Einstellung des Ölexportes in bestimmte Verbraucherländer wollen die Ölförderstaaten die entsprechenden Verbraucherländer dazu zwingen, sich zum Beispiel auf bestimmte Forderungen einzulassen.
Die erste und folgenreichste Ölkrise wurde im Herbst 1973 durch den Jom-Kippur-Krieg (6. bis 26. Oktober 1973) ausgelöst. Die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) drosselte bewusst die Fördermengen um ca. fünf Prozent, um die westlichen Länder bezüglich ihrer Unterstützung Israels unter Druck zu setzen. Am 17. Oktober 1973 stieg der Ölpreis von rund drei US-Dollar pro Barrel (159 Liter) auf über fünf Dollar. Dies entspricht einem Anstieg um ca. 70 Prozent. Im Verlauf des nächsten Jahres stieg der Weltölpreis auf über zwölf Dollar.
