Was ist Hydroforming?
Unter dem Verfahren
Hydroforming versteht man eine Innenhochdruckumformung, hierbei geht es um das Umformen metallischer Rohre im geschlossenen Formwerkzeug mittels Innendruck, der durch eine Wasser-Öl-Emulsion in das Rohr eingebracht wird. Die Rohrenden werden beim Hydroforming durch Dichtstempel, die durch Hydraulikzylinder angetrieben werden, abgedichtet. Entscheidende Prozessparameter sind dabei der Innendruck, der bei Serienfertigungen üblicherweise bis zu 3.000 bar betragen kann, sowie das Nachschieben von Material bzw. Stauchen von den Bauteilenden her mit Hilfe der Dichtstempel. Es gibt eine Vielzahl von Verfahrensvariationen und –ergänzungen. Die Prozesse laufen bei Raumtemperatur ab.
Im weitern Sinne werden vielfach auch wirkmedienbasierte Verfahren zur Umformung von metallischen Blechen der
Innenhochdruckumformung dem Hydroforming zugeschrieben.
Hydroforming – Was ist mit Begriff Hydroforming gemeint?
Das Verfahrensprinzip des Innenhochdruckumformens war schon im 19. Jahrhundert bekannt. Das Verfahren basiert auf der Tatsache, dass sich beim Nachschieben des Materials von den Bauteilenden her eine Volumenänderung bzw. –reduktion im Innern ergibt, wo durch der Umformdruck aufgebaut wurde. Der Prozess konnte nicht geregelt werden und war daher nur schwer zu kontrollieren. Er gewann erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder an Bedeutung, als die moderne Steuerungs- und Regelungstechnik neue Möglichkeiten eröffnete.