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Erdgas gefährdet Gorleben als Atommülllager

Nachricht vom 21.12.2010Anzeige
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Ob Gorleben zu einem Endlager für atomare Abfälle werden kann, ist nach wie vor unklar. Neue Widerstände regen sich gegen die Pläne. Denn Gasvorkommen könnten die Atomlagerung in Gorleben unmöglich machen. Wie der Stern berichtet, ist es in der Nähe von Gorleben bereits zu einer tödlichen Gasexplosion gekommen. Der Präsident des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, sagt dazu, dass das Vorkommen von Gas in Gorleben das KO-Kriterium für die Endlagerstätte Gorleben sein könnte.




Erdgas gefährdet Gorleben als Atommülllager

Erdgas gefährdet Gorleben als Atommülllager

Gasexplosion vor mehr als 40 Jahren



Der Stern bezieht sich mit dem Bericht über eine Gasexplosion nahe Gorleben auf eine Explosion, die sich 1969 nur wenige Kilometer von Gorleben ereignet hat. Dort hatte die damalige DDR in dem Salzstock nach Erdgas gesucht und ist auf ein unkontrollierbares Erdgaslager gestoßen, woraufhin es zu der verheerenden Gasexplosion kam. Der Anlagenleiter verlor bei dem Unglück sein leben, andere Menschen wurden schwer verletzt. Wie nach Stern-Berichten aus vertraulichen Dokumenten hervorgeht, wusste die niedersächsische Regierung bereits 1977 dass sich in dem Salzstock Erdgas befindet. Zudem befindet sich Gas in dem speziellen Salzstock, in welchem der Atommüll gelagert werden soll. Dort sollen sich Blasen von bislang unbekanntem Ausmaß gebildet haben.

Warum Gas gefährlich ist für Atommülllagerung



Atommüll in einem Salzstock zu lagern, in welchem sich auch bislang unbekannte Mengen Erdgas befinden, ist nach Ansicht von kritischen Geologen unverantwortlich. Denn bislang ist nicht klar, in wieweit sich der heiße Atommüll auf die Vergrößerung der bestehenden Erdgasblasen auswirkt und welche Folgen dies haben könnte. Geologen befürchten allerdings, dass der heiße Atommüll Spalten in das Gestein, in welchem sich Erdgas befindet, sprengen würde und somit das Gestein porös werde. Dann sei eine ausreichend sichere Lagerung des Atommülls nicht mehr zu gewährleisten. König meinte, er wolle so schnell wie möglich klären lassen, wie viel Gas sich in dem Salzstock befindet, der für die Atommülllagerung vorgesehen ist. In der Vergangenheit ereigneten sich bei dem Bau eines Schachts für das Erkundungswerk in dem Salzstock mehrere Gasaustritte, so dass die Bohrung abgebrochen werden musste. Dies geht nach Angaben des Nachrichtenmagazins aus einem behördeninternen Bericht hervor.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom

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