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Kohleverflüssigung erklärt von Stromvergleich.de

Was heisst Kohleverflüssigung?

Bei dem chemischen Verfahren Kohleverflüssigung – was auch Kohlehydrierung genannt wird – werden aus den festen Bestandteilen der Kohle flüssige Kohlenwasserstoffe erzeugt. Wasserstoffarme Kohlenstoffverbindungen werden aufgespalten und durch Zugabe von Wasserstoff zu Kohlenwasserstoffen synthetisiert.

Das Verfahren der Kohleverflüssigung wird auch als Coal-to-liquid oder CtL bezeichnet. Hintergrund der Kohleverflüssigung ist der Ersatz von Erdöl, welcher als Ausgangsstoff in der Petrochemie dient. Die Kohleverflüssigung ist von großer Bedeutung, da die Erdölvorkommen abnehmen.

Bei der Kohleverflüssigung unterscheidet man zwischen dem direkten und dem indirekten Verfahren. Bei den Verfahren zur Kohleverflüssigung gibt es zwei Arten: Das Bergius-Pier-Verfahren und das Fischer-Tropsch-Verfahren.

Kohleverflüssigung – Der Weg der Kohle zum schwarzen Gold

Beim Bergius-Pier-Verfahren werden in einer exothermen chemischen Reaktion Kohlenwasserstoffe erzeugt. Beim Fischer-Tropsch-Verfahren wird die Kohle in einer Kohlevergasungsanlage mit Wasserdampf und Sauerstoff versetzt und zu Synthesegas umgewandelt. Nach der Ausfilterung der Stickoxide und der Schwefeldioxide wird das Synthesegas zu Kohlenwasserstoffen sowie Wasser umgesetzt.

Die Kohleverflüssigung ist kein Verfahren des 21. Jahrhunderts, sondern es wurde bereits 1913 von Friedrich Bergius erfunden.