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E.ON tauscht Kohle gegen Atom

Der deutsche Großenergiekonzern E.ON hat vor, deutsche Kohlekraftwerke an das französische Staatsunternehmen Electricité de France abzugeben. Verlagert E.ON seine Stromproduktion nach Frankreich würde das Monopol von EdF aufbrechen. Im Tausch möchte E.ON Anteile an Atomkraftwerken jenseits der deutschen Grenze übernehmen.

Stromproduktion nach Frankreich verlagert

Der Tausch über die Landesgrenzen hinaus, bei dem es heißt „Kohle gegen Atom“ steht kurz bevor. Der Energiekonzern hat demnach vor einen Teil, der französischen Atomkraftwerke mit einer Leistung von 800 Megawatt, zu übernehmen. Im Gegenzug bietet E.ON dem französischen Unternehmen und dessen deutscher Tochtergesellschaft EnBW Anteile an den eigenen Kohlekraftwerken an. E.ON sei an den Atomreaktoren Fessenheim und Cattenom interessiert. Außerdem wird auch über einen Neubau eines neuen europäischen Druckwasserreaktors verhandelt.

E.ON geht auch einen Schritt weiter. Vor einem Jahr hatte E.ON aufgrund seines Übernahmeversuchs der spanischen Endsea eine Mehrheitsbeteiligung an dem französischen Kraftwerksbetreiber Snet erworben, nun sieht E.ON Chef Wulf Bernotat die Chance, die vollständige Kontrolle zu erhalten. Könnte E.ON die Beteiligung an französischen Atomkraftwerken erhalten und Snet als Kernpunkt gewinnen, dann wäre der deutsche Energiekonzern der erste private Wettbewerber des Staatsmonopolisten EdF auf dem eigentlich komplett abgeschotteten Energiemarkt in Frankreich./p>

Die Demonstrationen und Proteste gegen den Bau und die Produktion von Strom in Kohlekraftwerken waren in der letzten Zeit in Deutschland immer heftiger und auch öfters geworden. Politisch gesehen könnte E.ON durch den Tausch von deutschen Kohlekraftwerken gegen französische Atomkraftwerke auch gewinnen, denn dann müssten sich die deutschen Bürger, die gegen Kohlekraftwerke produzieren ihre Zähne an dem französischen Unternehmen EdF ausbeißen. Somit wäre E.ON aus der Schusslinie der Protestbewegungen. Natürlich profitiert auch das französische Staatsunternehmen von dem Erwerb der deutschen Kohlekraftwerke. Der deutsche Energiepartner EnBW ist auf der Produktionsseite relativ schwach aufgestellt und hat demnach ein entsprechend großes Interesse an den neuen Kraftwerken./p>

geschrieben am: 22.09.2009