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Newsfeed zur Teldafax-Pleite: Prozess gegen Ex-Chefs

Der Energieversorger TelDaFax muss sich wegen Insolvenzverschleppung vor Gericht verantworten. Von der Unternehmenspleite waren ca. 700.000 Kunden betroffen. Eine Zusammenfassung der einzelnen Prozesstage sowie der Ergebnisse finden Sie im Folgenden.

Zweiter Prozesstag 07.03.2014

Der Prozess wird durch die Wirtschaftskammer des Bonner Landgerichts ausgesetzt. Als Begründung gab die Strafkammer an, dass auf der Grundlage der aktuellen Rechtsprechung die Voraussetzungen für die Einrichtung der Strafkammer als Hilfsstrafkammer im Sommer vergangenen Jahres nicht vorgelegen hätten. Der Fall wurde wegen Überlastung an der Hilskammer und nicht an der 7. Wirtschaftskammer verhandelt. Mit dieser Entscheidung wurde der Besetzungskritik durch die Verteidigung statt gegeben.

Am 19.02. hatte die Wirtschaftskammer mehrere anberaumte Verhandlungstermine abgesagt.

Erster Prozesstag 18.02.2014

Die drei Ex-Chefs des Stromanbieters Teldafax Klaus Bath, Gernot Koch und Michael Josten müssen sich wegen gewerbsmäßigen Betrugs, Insolvenzverschleppung und Bankrotts vor Gericht verantworten. Insgesamt sind bisher vom Gericht 16 Verhandlungstage bis Mitte Mai angesetzt.

Die Angeklagten machten am ersten Verhandlungstag keine Angaben zu den Vorwürfen.

Hintergrund:
Die Pleite des Stromversorgers Teldafax im Jahr 2011 ging wie ein Beben durch den deutschen Strommarkt. Betroffen waren insgesamt mehr 700.000 Stromkunden. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hätten die Manager, die nacheinander die Führung des Stromversorgers übernommen hatten, den Insolvenzantrag über 2 Jahre nach hinter verzögert. Teldafax soll bereits im Jahr 2009 zahlungsunfähig gewesen sein, der Insolvenzantrag wurde allerdings erst im Juni 2011 gestellt. Trotz der hohen Zahl der Gläubiger hat die Staatsanwaltschaft jedoch nur in 241 Fällen Anklage erhoben. Dies diene der Verfahrenseffizienz, so die Begründung.

Teldafax hatte Strom in Vorauskasse Tarifen an seine Kunden verkauft. Allerdings wurde der Strom günstiger verkauft als eingekauft, wodurch immer mehr Neukunden angelockt werden sollten. Die Unterdeckung der Kosten führte dann zur Insolvenz. Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Managern vor, sie hätten sich auf Kosten der Kunden bereichert Kunden, die ihren Strom jedoch im Voraus bezahlt haben, haben nur geringe Aussichten, das Geld wieder zurück zu bekommen. Der Schaden beträgt ungefähr eine halbe Milliarde Euro.