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Tschechien liefert Deutschland 673 % mehr Strom

Seit Deutschland aufgrund des beschlossenen Atomausstieges bereits 8 Kraftwerke vom Netz genommen hat, ist das Land auf Stromimporte aus anderen Ländern angewiesen. Beispielsweise erhielt Deutschland 50 Prozent mehr Strom von Frankreich. Aus Tschechien werden sogar 673 Prozent importiert. Die Importe sind demnach 7 mal höher als im Vorjahr.

Österreich war drittgrößter Exporteur

Wie der „Focus“ berichtet, importierte Deutschland vor allem Atom- und Kohlestrom. Dabei zählen die tschechischen Atomkraftwerke im Vergleich zu den Deutschen als weniger sicher. Im ersten Halbjahr war Österreich der drittgrößte Exporteur und exportierte rund drei Milliarden Kilowattstunden Strom. Da Deutschland selbst rund 8 Milliarden kWh in die südliche Republik exportierte, ist der Strom-Saldo positiv.

Kraftwerke sind im Normalbetrieb sicherer

Bis 2022 sollen nach und nach alle Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Die Atomkraftwerke lieferten bisher rund 22 Prozent der Energie in Deutschland. Sylvius Hartwig, Sicherheitsexperte, gab bekannt, dass man die Freude über den Atomausstieg bremsen sollte, da der Ausstieg nicht dafür sorgt, dass das Restrisiko reduziert wird. Die Zeit des Ausstieges sei nach Ansicht von Hartwig „sicherheitstechnisch gefährlich“. Er betonte, dass Anlagen weniger sicher sind, wenn sie sich in Wartung, Außerbetriebnahme oder Stillstand befinden. Demnach könnte das Risiko der Kraftwerke rund 20 mal höher sein.

geschrieben am: 12.09.2011