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Stromversorgung auf Zypern sorgt für Streit

Aktuell kommt es zu neuen Spannungen zwischen dem südlichen und dem nördlichen Teil Zyperns. Nachdem im Süden Zyperns ein Kraftwerk zerstört wurde und Engpässe bei der Stromversorgung anstehen, treten Probleme auf. Wie soll die Stromversorgung des Südens sichergestellt werden? Der türkische Norden könnte mit seinem Strom aushelfen, doch dieser Schritt ist nicht gewünscht. Dies geht aus einem Bericht der 'Badischen Zeitung' vom 19. Juli hervor.

Stromlieferungen zwischen den beiden Inselteilen

Aktuell gibt es im südlichen Teil Zyperns noch ausreichend elektrische Energie. Doch bereits jetzt macht sich Unmut breit. Denn nachdem ein Kraftwerk, in welchem im Süden Strom für den Süden Zyperns hergestellt wurde, zerstört wurde, wissen die Griechen auf der Insel nicht, ob sie nun elektrische Energie aus dem Süden oder doch aus dem Norden bekommen. Sollte der letztere Fall eintreten, könnten die angespannten Beziehungen weiter leiden. Denn beispielsweise säße Chrysostomos II., der orthodoxe Erzbischof aus dem südlichen Zypern, lieber bei Kerzenschein als türkischen Strom aus dem Norden zu beziehen. Am vergangenen Montag waren auf einer südlichen Marinebasis mehrere Munitionscontainer explodiert, woraufhin auch das größte Stromkraftwerk der Insel zerstört wurde, mit dem in der Vergangenheit gut die Hälfte des Energiebedarfs der Insel gedeckt wurde. Neben Griechenland, Israel sowie der EU hat auch der Norden Zyperns seine Hilfe zugesagt. Doch diese lehnen die meisten Griechen, die auf Zypern leben, ab, denn sie sehen den Norden als eine türkische Besatzungszone und wollen diese keinesfalls anerkennen.

Strom aus dem Norden als Unterstützung türkischer Propaganda?

Die Griechen des zyprischen Südens sind sich einig, eine Nutzung der elektrischen Energie aus dem Norden der Insel käme einer Anerkennung des von ihnen als Pseudostaat bezeichneten Nordens gleich. Dimitris Syllouris, der Vorsitzende der Splitterpartei Evroko, geht sogar so weit, dass man durch die Verwendung des Stroms aus dem Norden die türkische Propaganda unterstütze. Die Regierung gab sich außerordentliche Mühe, diplomatische Fehler und Verwirrungen zu vermeiden, um die angespannte Situation nicht zu verschlimmern. Beispielsweise verhandelten nicht Regierungsvertreter beider Inselteile über die Stromlieferungen, sondern der Präsident der zyprischen Industrie- und Handelskammer mit seinen Kollegen der zyprisch-türkischen Handelskammer. Zudem wurde die Vereinbarung einem Staatsanwalt vorgelegt, der diese prüfte. Schon in der Vergangenheit wurden Stromlieferungen über die Demarkationslinie zwischen den beiden Inselteilen geleistet. Denn beispielsweise befanden sich bis 1996 sämtliche Kraftwerke im Süden. Doch in dem Jahr wurde das erste Kraftwerk im Norden fertiggestellt und nun muss der Süden umgerechnet rund 20 Cent je Kilowattstunde für den nord-zyprischen Strom zahlen.

geschrieben am: 19.07.2011