Unwetter: 50.000 deutsche Haushalte ohne Strom

Berlin – Am gestrigen Abend gab es in mehreren Teilen Deutschlands heftige Unwetter, die in mehreren Gebieten zu Stromausfällen führten. Zwischenzeitlich rief die Berliner Feuerwehr den Ausnahmezustand aus. Wie der „Spiegel“ berichtet, gab es im Süden Deutschlands sogar mehrere Verletzte. Seit dem Unwetter waren Tausende Haushalte ohne Strom. Wie der Anbieter Enviam mitteilte, ist sein Stromnetz in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt davon betroffen.

Notstromaggregate mussten eingesetzt werden

Bis zu 50.000 Haushalte mussten an dem Abend zweitweise ohne Strom auskommen. 21.000 Haushalte mussten sogar bis in die späten Abendstunden darauf warten, bis sie wieder Strom erhielten. Zahlreiche Stromleitungen und Anlagen wurden bei dem Unwetter von den Blitzen getroffen und der Einsatz von Notstromaggregaten war unumgänglich. Nach wie vor ist unklar, wann die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt werden kann. Vorerst werden Reparaturen der Leitungen vorgenommen. Der deutsche Wetterdienst gab bekannt, dass die starke Gewitterfront mit enormen Sturmböen und Niederschlägen von Westen nach Osten zog.

Behinderungen im Zug- und Flugverkehr

Auch die Deutsche Bahn musste mit den Folgen des Unwetters kämpfen. Bäume, die umknickten, fielen teilweise auf die Gleise, so dass die Strecken von den Zügen nicht befahren werden konnten; die Fahrgäste waren auf Ersatzbusse angewiesen. Unter anderem war die Strecke zwischen Dresden und Berlin stark betroffen. Doch auch auf der Strecke in Richtung nach Frankfurt (Oder) kam es zu Behinderungen. Das Gewitter verursachte sogar Verzögerungen im Flugverkehr auf dem Flughafen in Frankfurt.

geschrieben am: 23.06.2011