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Energie gewinnt Symbolcharakter

Nach der Atomkatastrophe in Japan stellt sich nicht nur für die Politik die Frage, ob weiterhin Wert auf Kernkraft gelegt werden sollte. Auch Stromkunden zweifeln über die Richtigkeit der von ihnen bezogenen Energie. Das Onlineportal der WAZ Mediengruppe berichtete über den Zwiespalt der Gemüter, wenn es um Atomenergie geht. Denn das Geschäft hat Konjunktur.

Schnell weg von der Atomkraft

Viele Gemeinden versuchen seit der Katastrophe, ihr Gewissen reinzuwaschen, indem sie sich vornehmen, so schnell wie möglich ohne Atomkraft auszukommen. Die Stadtwerke Unna erklärten dieses Ziel beispielsweise bis spätestens zum Jahr 2013. Und auch lokale Energieversorger, wie die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-BönenBergkamen (GSW) erreichte die Diskussion und ihr Geschäftsführer Jochen Baudrexl erklärte: „dass es auf der politischen Ebene über den Aufsichtsrat Bestrebungen gibt, den Strommix der GSW zu verändern“. Baudrexl registrierte außerdem eine in den vergangenen Tagen „verstärkte Nachfrage nach Öko-Tarifen“. Allerdings wurde keiner der Tarife tatsächlich gebucht.

Umstellung ist Sache des Gesetzgebers

Der GSW-Chef will, anders als sein Atomkollege Unna, nicht auf Atomkraft verzichten. „Das ist allein Sache des Gesetzgebers. Ich verstehe aber, vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion, dass wir als Stadtwerke reagieren müssen, auch wenn das letztlich nicht viel mehr als Symbolik ist“, so Baudrexl. Trotzdem befinden sich zwei konkrete Maßnahmen derzeit auf dem Prüfstand: Die Einführung eines weiteren Ökostromtarifes, der sich besonders an Kleinhaushalte richten soll, und die Änderung der Strombeschaffung hin zu mehr Ökostrom. Der Strommix könnte dann bis zu 28 Prozent Strom aus erneuerbarer Energie enthalten. Baudrexls vorrangiges Ziel ist aber „die Versorgung mit preiswertem Strom und eine hohe Kundenbindung“. Deswegen unterwürfen sich alle Veränderungen des Strommix der GSW „letztlich den Geboten wirtschaftlichen Handelns“. Die größten Ökostromabnehmer sind derzeit die tragenden Kommunen Bergkamen, Bönen und Kamen. „Ich bezweifle, dass Kunden allein deshalb mehr für ihren Strom bezahlen würden, weil wir den Anteil grünen Stroms erhöhen“, so Baudrexl. Derzeit ist die Zahl privater Ökostromkunden verschwindend gering. Baudrexl meint: „In weniger als drei Stunden kann ich diese Namen auswendig lernen“.

geschrieben am: 24.03.2011