Des Ministers Energiekonzern

23.3.2011 | Redaktion:

Wie das "Tageblatt" am 23. März berichtete,empören sich in Luxemburg die kleinen Stromanbieter derzeit über den Stromkonzern Enovos, der sich von einem Minister ganz offiziell in einem Fernsehinterview bewerben lässt. In ihm fiel auch die Ankündigung, eine „andere Art“ des Stromverbrauchs zu organisieren. „Das kann doch nicht sein“ spricht Paul Kauten vom Ökostrom-Anbieter Eida für sich und damit vielen Stromversorgern aus dem Herzen. Enovos soll nicht zum Monopolisten werden.

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Des Ministers Energiekonzern

Ein Riese frisst Kleinunternehmen



Kauten ist realistisch. Er sieht es als eine „gute Sache“, sich für ein Umdenken in Sachen Stromverbrauch einzusetzen. Allerdings darf man seiner Meinung nach nicht „Werbung für einen einzigen Anbieter“ machen. Auch für die Organisation einer Informationskampagne zählt dieser Ansatz: „Da müssen alle Anbieter mit einbezogen werden“, fordert Kauten. Dafür sollte das Ministerium eine neutrale Anlaufstelle für alle Stromanbieter des Landes sein. Er gab zu, dass man als Normalbürger schnell den Eindruck gewinnt, dass es seit der Liberalisierung nur noch einen großen Anbieter in Luxemburg gibt, nämlich Enovos. Es gibt allerdinsg auch noch kleine Anbieter, denen die Unabhängigkeit erhalten blieb, und diese sollen nicht vergessen werden. Zu ihnen zählen Eida, Electris und Südstrom. Alle anderen traditionell unabhängigen Anbieter verleibte sich der inoffizielle Monopolist ein. Zuletzt musste „Leo“ aufgeben. Nicht mal eine Unterschriftensammlung konnte dagegen etwas ausrichten.


Offensichtliche Unfairness



Wettbewerbsbehörden, wie in angrenzenden Ländern, gibt es in Luxemburg nicht. Und so passt Kautens Beschreibung zur Situation: „Die Konkurrenz wurde ausgeschaltet“. Meist hatten sie nicht einmal die Wahl zwischen zwei Angeboten. In Ländern mit entsprechenden Behörden bleibt die feie Entscheidung über Anbieter und Tarif den Kunden überlassen. Doch hier müssen sich die Verbraucher wahrscheinlich bald den Preisvorgaben von Enovos beugen. Denn der Staat ist Aktionär im Großkonzern und verspricht den Kunden, dass die Preise nicht zu hoch werden. Wenn sich Wirtschaftsminister Jeanot Krecké nicht für das Zusammenleben von Cegedel, Soteg und SaarFerngas eingesetzt hätte, würde es Enovos überhaupt nicht geben. Kritiker sehen außerdem einen Interessenkonflikt zwischen Ministerium und dem vom Minister gegründeten Konzern. Es gäbe „zu starke Personalverflechtung“. Die kleinen Unternehmen wie Eida sind zwar im Vergleich zu Enovos sehr klein, zählen aber trotzdem über 700 Kunden. Und sie bleiben stark: „Dass wir Ausschreibungen gewinnen, zeigt, dass wie preis-kompetitiv sind“, so Kauten.

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