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Greenpeace Energy will Gas aus Wind herstellen

Berlin – Greenpeace Energy will ein neues Verfahren zur Speicherung von Windenergie nutzen und damit die Schwankungen in der Produktion ausgleichen. Mit Hilfe des Windstroms könne Gas hergestellt werden, welches - in die Gasnetze eingespeist – für mehrere Monate gespeichert werden könne. Dies erklärte Robert Werner, Greenpeace-Energy-Vorstand, am Donnerstag in Frankfurt am Main. Das Gas könne auch wieder in Strom umgewandelt werden – allerdings nur mit erheblichen Verlusten.

Bislang ergeben sich bei Wind- und Solarenergie immer wieder zwei Probleme. Die Energieformen sind auf Grund ihrer witterungsbedingten Schwankungen nicht grundlastfähig. Das heißt, dass es nicht möglich ist damit die Mindestmenge an Strom, die permanent ins Netz eingespeist werden muss, bereitzustellen. Das zweite Problem ist, dass oftmals Windkraftanlagen vom Netz genommen werden müssen, weil die Leitungskapazitäten zu gering sind beziehungsweise andere Kraftwerke wie Atommeiler bei Angebotsspitzen nicht flexibel genug heruntergeregelt werden können.

Aus Wind Gas erzeugen

Mit dem wachsenden Ausbau der Erneuerbaren Energien ergebe sich vor dem Hintergrund des unzureichenden Netzausbaus das Problem des erheblichen Überschusses an Windenergie. Greenpeace-Energy will mit Hilfe sogenannter Elektrolyseure mit Windstrom aus Wasser Wasserstoff erzeugen. Durch die Beimischung von Kohlendioxid könne man leichter handhabbares und speicherbares Methan herstellen. Beides kann dem Erdgasnetz beigemischt werden und in unterirdischen Speichern gelagert werden. Oder man verwendet es zur Wärmeerzeugung.

„Windgas“ wird sich durchsetzen

Ab Oktober will das Unternehmen seinen Gaskunden ein „Windgas“-Angebot bieten, das zunächst jedoch noch Erdgas liefert. Ab dem kommenden Jahr soll dann erstmals „Windgas“ in kleinen Mengen beigemischt werden. Auch der Wissenschaftler Michael Sterner vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel ist der Meinung, dass „Windgas“ langfristig konventionelle Kraftstoffe ersetzen kann.

geschrieben am: 19.03.2011