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Intelligente Stromzähler für die Zukunft

Berlin/Hannover/Hamburg – Zukünftig soll Strom bei geringer Nachfrage oder einem großen Angebot besonders preiswert sein. Dann könnte die Waschmaschine der Zukunft beispielsweise nachts anspringen oder wenn der Wind kräftig weht. Für die entsprechende Koordination von Angebot und nachfrage sorgen sogenannte „Smart Meter“, intelligente Stromzähler. Bis zur Umsetzung gibt es ab er noch einiges zu tun. Auf der CeBIT beim „Smart Grid Summit“ wollen sich die IT- und Energiewirtschaftsbranche über das Thema austauschen.

Angebot und Nachfrage abstimmen

„Smart Meter“ sind die Verbindungspunkte der intelligenten Netze zu den Verbrauchern und die !Smart Grids“ sollen zukünftig den Stromverbrauch steuern. Das wird umso wichtiger, je mehr der Anteil erneuerbarer Energien wächst. Diese können keine kontinuierliche Stromversorgung gewährleisten, da beispielsweise nicht immer die Sonne scheint oder der Wind weht. Dadurch wird die Planbarkeit der Stromherstellung stark eingeschränkt, erklärt Frauke Rogalla von der Verbraucherzentrale Bundesverband Berlin.

Daher ist es wichtig Angebot und Nachfrage auszugleichen. Dr. Ulrich Hueck, Gründungsstifter des Solarenergie-Projekts Desertec Foundation in Hamburg, die im großen Stil Solarenergie in der Wüste erzeugen und nach Europa transportieren will, sagt: „Es gilt, die Möglichkeiten von "Smart Grids" realistisch mit den Möglichkeiten der effizienten Speicherung und des weiträumigen Transports regenerativer Energien in Einklang zu bringen.“ Dafür ist ein großer Datenaustausch notwendig. Da die Kommunikation über Internet-Protokolle laufen soll, ist hier die IT-Branche gefragt – daher auch der Begriff „Internet der Energie“. Die Branche wittert ein lukratives Geschäft und verspricht sich bis 2014 einen Umsatz von rund 100 Milliarden Euro aus den „Smart Grid“-Technologien.

Erste Modellprojekte laufen

Laut Aribert Peters, Vorsitzender vom Bund der Energieverbraucher, erklärt, dass man mit den Smart Metern 10 bis 15 Prozent Energie einsparen kann. Das hätten Studien im Ausland gezeigt. Bislang kann damit nur der Verbrauch analysiert werden. Hier liegt aber die Verbindung für später. Dadurch könnten später zeit- und lastvariable Tarife eingeführt werden, so Peters. Dann wäre der Strom nachts und bei kräftigem Wind besonders preiswert. Bisher finden sich die intelligenten Zähler nur in wenigen Häusern, doch seit 2010 müssen sie in allen neuen und sanierten Häusern eingebaut werden. Ulrich Hueck ist sich jedoch sicher, dass das Verständnis für einen sparsamen und überlegten Umgang mit Energie weiter zunehmen wird.

Es gibt jedoch auch schon Modellprojekte, so nehmen etwa rund 1.000 Testkunden in Baden-Württemberg am „MeRegio“-Projekt (Minimum Emission Region) teil. Die Haushalte erhielten Smart Meter, mit denen nun versucht wird die Stromnachfrage mit der verfügbaren Energie vor Ort zu koppeln. Ähnliche Projekte gibt es bei der Deutschen Telekom mit der „T-City“ und im Raum Aachen, wo sich mehrere Stadtwerke für das Projket „Smart Watts“(„intelligente Kilowattstunde“) zusammengeschlossen haben.

geschrieben am: 27.02.2011