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RWE plant Verkäufe wegen baldiger Gewinneinbrüche

Essen – Für die kommenden Jahre rechnet der Energieversorger RWE mit drastisch sinkenden Gewinnen. Grund dafür sollen vor allem die Veränderungen auf dem Energiemarkt und der sich verschärfende Wettbewerb sein. Wenn das Unternehmen 2013 erstmals die Emissionszertifikate komplett ersteigern muss, soll der bereinigte Gewinn nur 2 Milliarden Euro betragen. Dies teilte Deutschlands zweitgrößter Energieversorger am Donnerstag mit. Im vergangenen Jahr konnte der Konzern dank steigendem Energieabsatz dagegen ein Plus von 6 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro verzeichnen.

RWE plant durch den Verkauf von Unternehmensteilen gegenzusteuern und bis 2013 rund 8 Milliarden Euro einzunehmen. Im Weiteren will der Konzern die Investitionen gekürzt und das Sparprogramm verschärft. Die Strategie soll jedoch nicht grundlegend geändert werden. Auch andere Energieversorger wie E.ON und Vattenfall trennen sich derzeit von Unternehmensteilen.

Drastische Einbrüche erwartet

Als konkrete Faktoren für die Gewinneinbußen nennt RWE die neu eingeführte Kernbrennstoffsteuer, die sinkenden Margen bei der Stromerzeugung und den steigenden Wettbewerb auf dem Gasmarkt. Schon allein durch die Atomsteuer würde der Gewinn jährlich um 600 bis 700 Millionen Euro geschmälert. Für 2011 rechnet RWE damit, dass das für die Dividendenberechnung maßgebliche sogenannte nachhaltige Nettoergebnis um 30 Prozent zurückgeht.

Wenn man ab 2013 die CO2-Zertifiakate nicht mehr kostenfrei zugeteilt bekommt, wird das bereinigte Nettoergebnis vermutlich bei 2 Milliarden Euro liegen. Der mittelfristige Ausblick sorgte vor allem am Aktienmarkt für Enttäuschung. Händler sagten, dass dieser deutlich schwächer ausfiele als von Analysten befürchtet. Die Aktien verloren zu Handelsbeginn über 5 Prozent und notierten bei 49,40 Euro.

Senkung der Investitionen

Die Investitionen sollen bis 2013 nicht mehr 21 Milliarden sondern nur noch 18 Milliarden Euro betragen. Trotzdem würde der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Öl- und Gasförderung „ganz oben auf der Agenda“ bleiben und nur wenig von den Kürzungen betroffen werden. Auch das Kosteneinsparungsprogramm soll um 200 Millionen Euro aufgestockt werden. Derzeit ist jedoch noch unklar, in wie weit sich die Einsparbestrebungen auf die künftigen Dividendenausschüttungen auswirken werden. Für 2010 wurden Dividenden von 3,50 Euro je Aktie angekündigt, was etwa dem Vorjahres-Niveau entspricht.

RWE äußerte sich weiterhin nicht dazu, ob sein Höchstspannungsnetz Ampiron kurz dem Verkauf stehe. Man erklärte lediglich, dass das Unternehmen eine Beteiligung institutioneller Investoren als Partner für das Netz prüfe. Im vergangenen Jahr konnte der Konzern dank Zuwächsen beim Strom- und Gasabsatz noch deutlich wachsen. RWE verbuchte ein Umsatzplus von 12 Prozent auf 53,3 Milliarden Euro. Dazu trugen vor allem die vollständige Konsolidierung des übernommenen niederländischen Versorgers Essent und der stärkere Einsatz es Atomkraftwerks Biblis bei. Das Handelsergebnis fiel dagegen schlechter aus.

geschrieben am: 24.02.2011