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bne warnt vor Rekommunalisierung

Berlin – Der Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (bne) schreibt in seinem Positionspapier vom 21.01.2011, dass sich die Gesellschaft über die Notwendigkeit der Energiewende größtenteils einig sei. Zukünftig müsse Energie nicht nur sicher und bezahlbar, sondern auch sauber sein. Allerdings seien die Argumente der Befürworter der Rekommunalisierung nicht zutreffend, sondern basierten eher auf einer Reihe von Missverständnissen.

Argumente sind unsinnig

Mit Rekommunalisierung ist der Kauf von Verteilnetzen durch Kommunen gemeint. Die Befürworter sind der Meinung, dass die Netze dadurch ökologischer und sozialer betrieben würden als durch einen unabhängigen Drittanbieter. Der Verband weist aber darauf hin, dass dieser Kauf keinen Zugang zu den Endkunden biete und weiterhin keinen Einfluss auf die Energieerzeugung beziehungsweise den Energiemix habe. Auch der Schutz vor Energiearmut sei in keinster Weise mit dem Besitz oder Betrieb von Netzen verknüpft.

Rekommunalisierung als Nachteil

Der bne sieht sogar gravierende Nachteile in der Rekommunalisierung. Der Betrieb kleiner kommunaler Netze ist ineffizient. Das schlägt sich in erhöhten Netzentgelten und Renditeeinbußen der Stadtwerke nieder. Zudem macht es die große Zahl der Kleinst-Netze Energieanbietern schwer, flächendeckende Angebote zu unterbreiten. Dadurch würde der Wettbewerb geschwächt und die Endpreise stiegen, so der bne.

Desweiteren entstünden vertikal integrierte Unternehmen (Stadtwerke, die Erzeuger, Netzbetreiber und Energielieferant in einem sind), denen sich der Anreiz biete, seine Netze nicht diskriminierungsfrei zur Verfügung zu stellen. Stattdessen könnte der eigenen Vertrieb bevorzugt werden.

Kommunales, energiewirtschaftliches Engagement kann bei der Bewältigung der Energiewende eine Rolle spielen, so die Feststellung des Bundesverbands. Die Rekommunalisierung hat darauf jedoch keinen Einfluss, wirke sich stattdessen sogar eher kontraproduktiv aus.

geschrieben am: 13.02.2011