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E.ON dementiert Panne im Meiler Grafenrheinfeld

Grafenrheinfeld/München – Der Betreiber E.ON wies am Samstag einen Bericht über eine gravierende Sicherheitspanne im Atomkraftwerk Grafenrheinfeld (Franken) zurück. Allerdings bestätigte eine Konzernsprecherin, dass es im Juni 2010 während einer Routinekontrolle mit Ultraschall zu einer auffälligen Anzeige gekommen sei. Alle Gutsachter seien der Ansicht gewesen, dass das „sicherheitstechnisch keine Relevanz hat", fügte sie hinzu.

Laut dem „Spiegel“-Bericht hätten die Experten des Bundesumweltministeriums eine sofortige Abschaltung des Atommeilers verlangt. Betroffen sei eine Leitung im nuklearen Teil der Anlage. Sie verbindet den Kühlkreislauf mit dem Druckbehälter des Reaktors. Sollte diese brechen, würde der Vorfall zur Störstufe 3 führen – ein in Deutschland bisher nie dagewesenes Szenario. Die Sprecherin versicherte, dass diese Gefahr nicht bestehe: "Wir sind uns sicher, dass es keinen Riss gibt."

Bericht nicht wahrheitsgemäß

Der Bericht sei „falsch und absurd“, erklärte das bayerische Umweltministerium, welchem die Atomaufsicht obliegt. Auch der TÜV Süd habe in seiner Stellungnahme vom 15. Juni erklärt, dass das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld zu jeder Zeit sicher gewesen sei. Zudem hätten die deutsche Reaktorsicherheitskommission und die zuständige Fachabteilung im Bundesumweltministerium diese Bewertung bekräftigt.

Meldung nicht nötig

Nach „Spiegel“-Angaben hatten E.ON und die zuständige bayerische Atomaufsicht den Vorfall erst sechs Monate später gemeldet. Dazu erklärte die Unternehmenssprecherin, dass sich sowohl E.ON und die Atomaufsicht als auch der TÜV Süd einig gewesen seien, dass der Vorfall unter den offiziellen Meldekriterien gelegen habe. In einer Stellungnahme erklärte der Konzern: "Eine Meldepflicht war somit nicht gegeben." E.ON habe dann im September in der Reaktorsicherheitskommission (RSK) von dem Vorfall berichtet. Nach weiteren Untersuchungen habe man im Dezember bei einem Treffen erneut darüber gesprochen. Danach habe die RSK keinen Anlass für ein sofortiges Handeln gesehen.

Nach Angaben der Konzern-Sprecherin habe wahrscheinlich eine Veränderung in der Prüftechnik zu den Auffälligkeiten geführt. Während einer planmäßigen Revision im März wolle E.ON das entsprechende Bauteil vorsorglich austauschen.

geschrieben am: 18.01.2011