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Sparsamste Heizanlage: Fußbodenheizung

Hagen/Berlin – Dass eine Fußbodenheizung für angenehme Behaglichkeit und immer warme Füße sorgt, wussten schon die Römer und Griechen zu schätzen. Heutzutage gibt es etliche verschiedene Systeme, mit denen man nicht nur die Wohnung oder das Haus beheizen kann, sondern auch noch bares Geld spart. Eine solche Heizanlage verbraucht verglichen mit einer gewöhnlichen Radiatorheizung mit Wärmekörpern nämlich deutlich weniger Strom.

Joachim Plate vom Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen in Hagen erklärt, dass ein Radiator höhere Temperaturen und Vorlauftemperaturen von 50 bis 60 Grad benötigt. Eine Fußbodenheizung kommt dagegen schon mit etwa 35 Grad aus. Das macht die Wärmeerzeugung effektiver und verringert zudem den Verteilverlust. Ein weiterer Pluspunkt: wer warme Füße hat, empfindet auch eine niedrigere Lufttemperatur als angenehmer. Laut Plate liegt die Einsparmöglichkeit bei acht bis zwölf Prozent.

Niedertemperatur sehr effizient

Moderne Anlagen werden nicht mehr mit Strom, sondern über wasserführende Systeme und Niedertemperatur betrieben, erklärt Michael Pommer von der DIY-Academy in Köln. Dabei handelt es sich um die effizienteste Heizmöglichkeit überhaupt, denn die Wärme wird gleichmäßig abgestrahlt. Der Verbraucher empfindet es immer etwas wärmer als es tatsächlich ist. Beispielsweise liegt die gefühlte Temperatur bei 21 bis 22 Grad, obwohl nur 19 Grad eingestellt sind.

Auf der Baustelle entscheidet sich welches Verlegesystem am besten geeignet ist. Experten empfehlen bei einem Neubau in jedem Fall eine Fußbodenheizung. Bertram Abert, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Estrich und Belag im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes in Berlin erklärt: "Nachträglicher Einbau - etwa bei einer Renovierung - bringt oft größeren Aufwand und höhere Kosten mit sich." Laut Plate kommt etwa ein aufwendiges, nassverlegendes System nur für Neubauten und Kernsanierungen eines Altbaus in Frage. Bei letzterem muss jedoch der Fußboden-Aufbau entfernt werden und eine Rohbaudecke vorhanden sein. Der Einbau dauert zwischen 7 und 21 Tagen.

Fußbodenheizung auch für Altbau

Natürlich gibt es auch weniger aufwendige Fußbodenheizungen, die auch für den Altbau geeignet sind. So nennt Plate beispielsweise Dünnschichtsysteme mit geringem Fußbodenaufbau oder andere trocken zu verlegende Varianten. Eine Tücke stellt dabei der Fußbodenaufbau dar, der zwischen vier und zehn Zentimetern liegen kann. Deshalb empfiehlt es sich bei einem nachträglichen Einbau immer einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Laut Abert können die nicht nur die Planung kompetent durchführen, sondern außerdem eine Wärmebedarfsrechnung aufstellen.

Wer sich für ein nassverlegtes System entscheidet, sollte die Heizung während des Ski-Urlaubs auf keinen Fall abschalten. Das System reagiert langsamer als eine Radiatorheizung und das Wiederaufheizen dauert wesentlich länger. In dem Fall sollte man die Heizung lediglich herunter regeln. Die anderen Fußbodenheizungssysteme reagieren dagegen schneller.

geschrieben am: 17.01.2011