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Steag: Stadtwerke-Konsortium macht das Rennen

Im Bieterkampf unterlag die tschechische Energie- und Industrieholding EPH den Ruhrgebietsstadtwerken, womit diese den Vorentscheid in den Verkaufsverhandlungen um die Steag-Anteile für sich entscheiden konnten. Der Vorstand des Unternehmens habe beschlossen 51 Prozent seiner Anteile an die sechs Stadtwerke zu verkaufen, erklärte Evonik auf Anfrage. Die verbliebenen Anteile sollen zu einem späteren Zeitpunkt an das Konsortium veräußert werden. Der Gesamtpreis soll sich auf 1,2 Milliarden Euro belaufen.

Kuratorium muss noch zustimmen

Das Kuratorium der Rag-Stiftung und des Evonik-Aufsichtsrates müssen den Beschlüssen allerdings noch zustimmen. Das Konsortium, das den Zuschlag erhalten hat, besteht aus Duisburg, Essen, Dortmund, Bochum, Oberhausen und Dinslaken. Beim Übergang der Anteile an die Stadtwerke würde das größte kommunale Versorgungsunternehmen entstehen.

Der Sprecher des Stadtwerke-Konsortiums und Vorstandschef der Stadtwerke Duisburg, Herman Janning, sagte man sei sehr erfreut über die Entscheidung des Evonik-Managements, wolle aber noch die Entscheidung des Gremiums abwarten. Auch die sogenannte Put-Option, die den Kauf der weiteren 49 Prozent an der Evonik Steag GmbH ermögliche, erfordere weitere Beratungen und Zustimmungen in den Gremien des Konsortiums. In dieser Woche muss auch auf Seiten der Stadtwerke noch die Zustimmung von vier kommunalen Räten erzielt werden.

Dauerhaft gute Umsätze

Steag, der fünftgrößte Energiekonzern Deutschlands, betreibt elf Kraftwerke, überwiegend Steinkohleanlagen, im Inland und drei im Ausland. Der 4.800 Mitarbeiter umfassende Konzern erwirtschaftete 2009 knapp 2,6 Milliarden Euro Umsatz und erzielte damit kräftige Gewinne. Für dauerhaft guten Umsatz sorgen vor allem die Kraftwerke in der Türkei, Kolumbien und auf den Philippinen. Ein guter Grund für die finanziell klammen Kommunen zuzugreifen.

Ein Großteil des Steag-Stroms geht an RWE, welche wiederum an den meisten Stadtwerken des Konsortiums beteiligt ist. Aus der RAG AG hervorgegangen, will sich Evonik bei seinem Weg an die Börse auf das Kerngeschäft Chemie konzentrieren. Bislang ist die RAG-Stiftung im Besitz der Mehrheit der Evonik-Anteile.

geschrieben am: 14.12.2010