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Teldafax: Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlung auf

Teldafax steht unter dem Verdacht eine Insolvenz verschleppt zu haben. Die Staatsanwaltschaft in Bonn hat nach eingehenden Prüfungen der umfangreichen Unterlagen, die den Vorstand offenbar belasten, ein Ermittlungsverfahren unter dem Aktenzeichen 410 Js 511/10 eingeleitet. Dies bestätigte eine Sprecherin der Behörde.

Insolvenzverschleppung und Betrug

Die Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht der Insolvenzverschleppung nach und hat mit der Vernehmung von zeugen begonnen. So soll geklärt werden, gegen welchen Manager im weitern Verlauf konkret ermittelt wird. Zeitgleich ermittelt die Staatsanwaltschaft in Landshut gegen den größten unabhängigen Stromanbieter Teldafax wegen Betrugs. Ein Anlageberater hatte das Unternehmen wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs angezeigt. Dabei geht es um die unsachgemäße Verwendung von Anlegermillionen aus dem Debi Select Fond für die Finanzierung von Teldafax.

Die Entwicklung ist ein schwerer Schlag für die Strategie des Unternehmens, Zweifel an der finanziellen Seriosität von Teldafax als Kampagne von Dritten zu bezeichnen. Im Oktober hatte der ehemalige Finanzvorstand Alireza Assadi bestätigt, dass er bereits vor einem Jahr einen Insolvenzantrag stellen wollte. Jedoch wurde er zuvor als Vorstand abberufen. Assadi habe weder dem Vorstand noch dem Aufsichtsrat von seinen Absichten berichtet, zudem habe keine Insolvenz gedroht, sagte eine Sprecherin.

Auf die Anzeige habe das Unternehmen gelassen reagiert, da die Staatsanwaltschaft nicht belastende sondern auch entlastende Umstände zu ermitteln habe. Trotzdem war man bei Teldafax gestern nicht zu einer Stellungnahme bereit.

Erdrückende Indizien

Gegen das Unternehmen sprechen jedoch einige Indizien, wie etwa ein Protokoll einer außerordentlichen Vorstandssitzung am 10. Juni 2009, bei dem sowohl der Vorstand unter Führung von Klaus Bath teilnahm, als auch ein Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO. Das „Handelsblatt“ zitiert aus diesem: "Es wird Stand heute gemäß der Berechnungen der BDO Deutsche Warentreuhand AG eine Illiquidität festgestellt. Ab diesem Datum besteht eine dreiwöchige Insolvenzantragspflicht für Vorstände und Geschäftsführer."

Der komplette Vorstand schreibt vier Wochen später an die Aufsichtsräte, dass mehrere Gesellschaften - darunter die Holding und die Energietochter - Ende 2008 überschuldet gewesen seien. Man habe daher entweder eine Beantragung der Insolvenz oder die Niederlegung des Mandats als Vorstand vorgeschlagen. Auch das Zurückhalten der Dresdner Bank von Guthaben in Millionenhöhe sprechen eher gegen das Unternehmen.

Die dringend notwendige Kapitalerhöhung, die in dem Brief im Juli 2009 gefordert wurde, wurde erst im Februar 2010 bekannt gegeben. Wer die Aktien kaufte, ist unklar. Dokumente legen nahe, dass die bisherigen Gesellschafter Gelder nachschossen und dazu Gelder aus den Debi Select Fonds verwendeten. Die Staatsanwaltschaft prüft den Sachverhalt. Debi Select äußerte sich bislang nicht.

Teldafax hat seit 2008 keinen testierten Jahresabschluss für die Energiesparte vorgelegt – angeblich wegen steuerlicher Feinheiten bei der Verschmelzung von zwei Geschäften. Die Finanzielle Situation ist also undurchsichtig.

geschrieben am: 30.11.2010