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Windenergie versorgt italienisches Dorf

Ein kleines italienisches Dorf macht allen vor, wie die richtige Nutzung von regenerativen Energieträgern aussehen kann. Das 2.800 Einwohnerdorf Tocco Da Casauria versorgt sich seit dem vergangenen Jahr durch vier Windenergieanlagen vollständig und unabhängig mit umweltfreundlichem Strom und verdient dabei noch Geld. Die Anlagen erzeugen, nach Angaben der New York Times, dreißig Prozent mehr Energie, als das Dorf benötigt. Der restliche Anteil wird verkauft.

Olivendorf avanciert zum umweltpolitischen Vorbild

Das italienische Dorf Tocco Da Casauria liegt in einer armen Berggegend in der Provinz Pescara. Bis vor einem Jahr lebte das gesamte Dorf allein von den Oliven, die dort wachsen. Doch mit dem Bau von vier Windenergieanlagen änderte sich die Situation. Seit dem vergangenen Jahr lebt das Dorf autark mit dem aus der Windkraft gewonnenen Strom und verkauft den überschüssigen Anteil, immerhin 30 Prozent der erzeugten Energie, weiter. Somit kann das Dorf jährliche Einnahmen von rund 200.000 Euro aufweisen. Mit dem zusätzlich gewonnenen Geld renovieren die Dorfbewohner alle wichtigen Gebäude, wie beispielsweise die Schule oder das Kastell. Besonders erstaunlich erscheint, dass die Windanlagen in dem Dorf nicht auf Regierungsanweisung hin entstanden, sondern aus der Eigeninitiative der Bewohner sowie von der Gemeinde realisiert wurden.

Italien in Bezug auf Windenergie weit vorn

Wer zunächst an Strom aus Windenergie denkt, dem fallen bestimmt die unzähligen und riesigen Windparks in Nord- und Ostsee ein. Allerdings ergab die Liste der «World Wind Energy Association», dass Italien einer der größten Stromproduzenten aus Windkraft ist. In dem Land werden jährlich rund 4850 Megawatt elektrische Energie allein aus Windenergie erzeugt. Damit steht Italien weltweit an sechster Stelle und lässt andere Länder, wie beispielsweise Schweden und Dänemark hinter sich. Allerdings entstehen die Anlagen in Italien nicht allein aus dem Gedanken heraus, etwas für die Umwelt zu tun. Stattdessen ist die Not der Antreiber, denn der italienische Strombedarf ist immens. Im Vergleich zum Energiebedarf der USA liegt der Bedarf in Italien bei einem dreimal größeren Wert. Da die Kosten für die fossilen Energieträger immer weiter ansteigen, sind die Italiener gezwungen, sich um Alternativen zu bemühen. Wie erfolgreich die Stromerzeugung aus alternativen Energieträgern sein kann, zeigt das Dorf Tocco Da Casauria.

geschrieben am: 30.09.2010