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Flusstemperatur steigt durch Klimawandel

Laut der Umweltorganisation WWF sorgen Klimawandel und Kraftwerke dafür, dass die Flüsse wärmeres Wasser führen, was deutliche Folgen für die Natur und die Energieversorgung haben wird. Mitteleuropäische Flüsse sind demnach bereits im letzten Jahrhundert ein Grad wärmer geworden. Bis 2050 könnte ihre Durchschnittstemperatur um weitere 1,5 Grad steigen.

Eine Studie der WWF(World Wide Fund for Nature) hat ergeben, dass die Temperatur in den Flüssen Europas noch weiter ansteigen wird. Für viele Fischarten könnte das ein ernstes Problem darstellen, aber auch flusswassergekühlte Kraftwerke müssten mit Schwierigkeiten rechnen, erklärte der Süßwasserexperte der WWF, Georg Rast. Seiner Ansicht nach würden deutlich höhere Fließwassertemperaturen dazu führen, dass weniger Energie produziert werden könne und die Versorgung im schlimmsten Fall nicht mehr gewährleistet wäre.

Die Kraftwerke nutzen Flusswasser als Kühlmittel und leiten es anschließend wieder zurück. Das Wasser ist dann zwar sauber, aber immer noch 30 Grad warm, wie Rast betonte. Damit wird die maximal mögliche Flusserwärmung von 28 Grad überschritten, und bereits in den Sommern der Jahre 2003, 2006 und 2007 seien die umliegenden Flüsse einiger Kraftwerke schon kritisch warm gewesen.

Hinzu kommen höhere Lufttemperaturen, veränderte Schneeschmelzen und ein Überschuss an warmem Wasser aus den Kühlsystemen thermischer Kraftwerke. Über kurz oder lang könnten die Flüsse angesichts dieser Probleme zusammenbrechen, sodass Fische und Pflanzen absterben. Dann könnten nur noch Algen und einige wenige robuste Wesen überleben, und das verseuchte Wasser wird in die Weltmeere transportiert.

Mit der steigenden Wassertemperatur wird WWF-Experten zufolge es auch mehr Tiere an Seuchen und Epidemien sterben. Im Sommer 2003 hatte das aufgeheizte Wasser des Rheins zu einem enormen Aalsterben geführt, und auch die Forelle hat immer weniger Platz zum Leben, weil sie nicht in kühlere Gewässerabschnitte höher gelegener Regionen ausweichen kann. All das erfüllt die WWF mit Sorge, deshalb fordert sie ein Flussmanagement, das die natürlichen Flusssysteme bewahren und regenerieren soll. Rast sagte, dass gut strukturierte, flache und frei fließende Gewässer mit viel Ufergehölz die Klimaveränderungen am besten ausgleichen können.

geschrieben am: 19.03.20009