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Energiepreise im Osten höher

Einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK Geomarketing) zufolge besteht zwischen den Energiepreisen der alten und neuen Bundesländer noch immer ein Ost-West-Gefälle. Gleiches gilt für die Verteilung der Kaufkraft. Stehen in den alten Bundesländern pro Haushalt jährlich im Durchschnitt 41.312 Euro zur Verfügung, so sind es in den neuen Bundesländern lediglich 32.259 Euro. Bei den Energiepreisen verhält es sich genau anders herum, die neuen Bundesländer müssen dafür tiefer in die Tasche greifen als die alten.

Netzgebühren sind die Ursache

Als Grundlage wurde ein Musterhaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden verwendet. In den alten Bundesländern zahlt der Haushalt jährlich bei dem günstigsten örtlichen Grundversorger im Durchschnitt 888 Euro, in den neuen Bundesländern sind es 977 Euro.

Ursache für die gravierenden Preisunterschiede sind unter anderem die Gebühren der lokalen Netzbetreiber, die von der Bundesnetzagentur vorgeschrieben werden. Die Netzgebühren sind für die Energieversorger ein durchlaufender Posten, der direkt an die lokalen Netzbetreiber abgeführt werden muss. In den alten Bundesländern belaufen sich jährlichen Netzgebühren des Musterhaushaltes auf durchschnittlich 212 Euro und in den neuen Bundesländern auf 278 Euro.

Gründe für die unterschiedlichen Netzgebühren gibt es einige. Beispielsweise wurde nach der Wiedervereinigung die Stromnetze in den neuen Bundesländern ausgebaut und teilweise erneuert. Die Investitionen sind bislang nicht völlig abgeschrieben und noch immer Bestandteil in der Kostenkalkulation. Weiterhin spielt auch die Bevölkerungsdichte eine maßgebliche Rolle. In den alten Bundesländern leben pro Quadratkilometer im Durchschnitt 391 Menschen, während es in den neuen Bundesländern nur 149 sind. Je dichter die Bevölkerung auf engem Raum, desto weniger Netz wird benötigt.

Reine Strompreise fast gleich

Wird der reine Strompreis, also der Energiepreis ohne Netzgebühren und staatliche Abgaben, betrachtet, fällt der Ost-West-Unterschied kaum noch ins Gewicht. So müsste der Musterhaushalt bei seinem lokalen Grundversorger jährlich im Durchschnitt in den alten Bundesländern 378 Euro und in den neuen 394 Euro für den reinen Strom bezahlen.

geschrieben am: 20.09.2010