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Offshore-Gipfel in Rostock

Der Ausbau der Offshore-Windparks im Meer zur CO2-neutralen Energiegewinnung wird nun auch von amerikanischer Seite aus maßgeblich unterstützt. Bis 2020 will die EU ein Fünftel der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen, und auch US-Präsident Barack Obama will die unter Bush geführte Energiepolitik des Landes in andere Bahnen lenken.

Deutschland und Amerika wollen bei Windkraft-Projekten kooperieren

Obama will künftig die ausgereifte Offshore-Technologie der Europäer für Bau und Planung der Anlagen für entsprechende amerikanische Projekte nutzen, und so haben sich letzten Donnerstag und Freitag in Rostock erstmals 120 deutsche und amerikanische Branchenexperten getroffen um über eine Zusammenarbeit zu diskutieren. Andre Iffländer, Chef des Windenergie-Netzwerks Mecklenburg-Vorpommern, erklärte, dass man die Kooperation mit Investoren aus den Vereinigten Staaten vorantreiben müsse, während deutsche Unternehmen wiederum dank ihrer Erfahrung im Geschäft mit den erneuerbaren Energien längerfristig ausgezeichnete Chancen am amerikanischen Markt hätten.

Die Region Rostock ist für die Amerikaner vor allem deshalb interessant, weil hier inzwischen zahlreiche Dienstleister und Zulieferer rund um die deutsche Offshore-Technologie und Logistik ihren Sitz haben. Den wichtigsten Part im Rostocker Offshore-Geschäft übernimmt dabei Nordex, ein international tätiger Anbieter von Windkraftanlagen. Bis 2013 sollen im Atlantik vor den Küsten der amerikanischen Bundesstaaten Massachusetts, New Jersey, Delaware, Maryland und Virginia gigantische Offshore-Parks errichtet werden. An der Konferenz in Rostock nahmen Firmen und Fachverbände der betreffenden Staaten teil, aber auch Vertreter Großbritanniens, weil die Briten weitere Windparks in der Nordsee planen.

US-Innenminister Ken Salazar hat der großangelegten Nutzung seegestützter Windkraft für eine ökologische Energiegewinnung vor kurzem "höchste Priorität" eingeräumt, aber auch deutsche Hersteller und Projektentwickler dürften in Form von lukrativen Geschäftsaufträgen von diesen Plänen der Vereinigten Staaten profitieren. Bereits seit Juli 2008 bestehen erste Kontakte zwischen dem fünftgrößten Energieversorger der USA, Duke Energy, und Nordex, so der Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft "Invest in MV", Michael Sturm. Parallel dazu ist die Offshore-Förderung in der Schweriner Landesregierung eines der wichtigsten Themen.

Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) betonte, dass man bereits jetzt 44 Prozent des regionalen Energiebedarfs über Windkraft decke, bislang aber größtenteils durch Windräder an Land. Der neue Windpark "Baltic 1", dessen Netzanschluss im Juli verlegt worden war, und der mit 21 Anlagen ausgestattet ist, liegt nördlich der Insel Fischland-Darß-Zingst und soll den Übergang auf die offene See nun vorantreiben.

geschrieben am: 12.09.2009